Monday, November 16, 2009

Fantomas



"Fantomas"

Inhalt: Der Superverbrecher Fantomas wird von einem Schreckgespenst mehr und mehr zu einem realen, gefährlichen Gegner. Seine Taten, die zuvor noch meist in der Fantasie vieler Leute passierten, sind nun real.

Überfälle, Entführungen, Morde und Diebstähle im großen Stil gehen auf sein Konto. Der Reporter Fandor, der sich den Zorn des Gangsters zugezogen hat, wird von ihm verleumdet, in dem er in einer Maske mit seinem Gesicht Verbrechen begeht. Auch Kommissar Juve, der ihn unbedingt fangen will, wird von ihm auf diese Weise beschuldigt.



Bald glaubt jeder, dass Juve Fantomas ist und Fandor sein Gehilfe. Beide landen im Knast, aus dem sie aber von Fantomas selber befreit werden. Die Jagd auf den Gangster beginnt.

Frankreich, Italien, 1964
Original-Titel: FANTOMAS

Darsteller:
Jean Marais (Fandor / Fantomas)
Louis de Funés (Kommissar Juve)
Myléne Demongeot (Helene)
Jacques Dynam (Inspector Bertrand)
Robert Dalban (Chef-Redakteur)
Marie-Helene Arnaud (Lady Beltham)
Anne-Marie Peysson (Ansagerin im Fernsehen)
Christian Toma (Polizist)
Michel Duplaix (Polizist)

Drehbuch: Jean Halain und Pierre Foucaud
Dialoge: Jean Halain
basierend auf den Romanen von Pierre Souvestre und Marcel Allain
Produzenten: Alain Poire, Paul Cadeac
Regie: André Hunebelle


HINTER DEN KULISSEN
"Fantomas" erblickte nicht bei diesem Film das Licht Kino-Welt - bereits 1911 erfanden die Autoren Pierre Souvestre und Marcel Allain den Superverbrecher. In einer Zeitschrift erschienen in Fortsetzungen die ersten Abenteuer des genialen Fantomas. Und schon zwei Jahre später schuf der Regisseur Louis Feuillade das erste Serial über Fantomas fürs Kino.

Allerdings waren die ersten Romane und auch die Filme keineswegs so angelegt, wie die Filme mit Louis-de-Funés. Der Humor, der diesen Film gerade den Erfolg brachte, gab es in den Romanen und den ersten Adaptionen nicht. Es waren keine Komödien, sondern Kriminalwerke, und die Film-Serials gingen außerdem noch leicht ins Genre der Fantasy.

1932 und 1947 gab es erneute Versuche um Fantomas, doch erst mit dem Team um Jean Marais, Louis de Funés und Myléne Demongeot erreicht André Hunebelle einen Erfolg, der an den von 1913 anschließen konnte. Der erste Film (von 1964) erreichte einen Erfolg, der ein Jahr später schon die Fortsetzung in die Kinos kommen ließ.

"Fantomas se Dechaine" ("Fantomas gegen Interpol", 1965) und "Fantomas contre Scotland Yard" ("Fantomas bedroht die Welt") von 1967 ließen an Originalität, Witz und guten Einfällen ebenso wenig zu wünschen übrig wie Teil 1 - was ja bei Fortsetzungen beileibe nicht immer der Fall ist.

Auch die beiden nachfolgenden Filme hatten wieder das Trio um Marais, de Funés und Demongeot zu bieten, ebenso schrieb für alle Filme Jean Halain die Bücher und Regie führte bei allen drei Filmen André Hunebelle.

Eine kleine "Wiederbelebung" erlebte Fantomas 1980 in einer mehrteligen Fernseh-Mini-Serie, in der Helmut Berger die Titelrolle spielte. Diese Version ging allerdings etwas unter und ist heute nur noch bei Fans in Erinnerung. Obwohl sich diese Fernseh-Produktion (im Gegensatz zu den Filmen mit de Funes) enger an die Vorlage hielt, schaffte sie es doch nicht, bekannter zu werden.


FAZIT
"Fantomas" ist eine sehr gelungene Krimi-Komödie, deren Machart für die damalige Zeit noch neuer war. Herausragend nicht nur durch die Darsteller, sondern auch durch die teilweise witzige deutsche Synchronfassung wird einem hier eine Komödie mit kriminalistischen Einlagen geboten, die im Finale in eine aberwitzige Verfolgungsjagd mündet.


HINWEIS
"Das Vierte" zeigt in den nächsten beiden Wochen auch die beiden Fortsetzungsfilme. "Fantomas gegen Interpol" läuft am 25. November und "Fantomas bedroht die Welt" wird am 2. Dezember gezeigt - jeweils um 20:15 Uhr.

Auf DVD ist der erste Film der Reihe u.a. hier zu bestellen.

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