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Tuesday, February 3, 2009

Straßen von S.F. (4/4)


EPISODENFÜHRER

1. Staffel (1972 - 1973)
US-Erstausstrahlung: 16. September 1972 bis 12. Apil 1973
1.) The Streets of San Francisco (Die Straßen von San Francisco - Pilotfilm)
2.) The thirty Years Pin (Jagt Charnovskys Mörder!)
3.) The first Day of forever (Käufliche Liebe - Tödliche Liebe)
4.) Forty-five Minutes from Home (Mord auf dem Hausboot)
5.) Whose little Boy are you? (Zu wem gehörst du, Sean?)
6.) Tower beyond Tragedy (Tod einer Hostess)
7.) Hall of Mirrors (Kein Fall für Jim Martin)
8.) Timelock (Nur 36 Stunden Zeit für Jepson)
9.) In the Midst of Strangers (Die auffälligen Schuhe)
10.) The Takers (Juwelen von Jacques)
11.) The Year of the Locusts (Die Ferguson Gang)
12.) The Bullet (Die Kugel)
13.) Bitter Wine (Die verzweifelten Brüder)
14.) A Trout in the Milk (Nur ein Unfall?)
15.) Deathwatch (Lästige Zeugen)
16.) Act of Duty (Der Köder ist die Beute)
17.) The Set-Up (Nick soll sterben)
18.) A Collection of Eagles (Falsche Adler)
19.) A Room with a View (Tödliche Aussicht)
20.) Deadline (Reporter des Todes)
21.) The Trail of the Serpent (Die Kobrabande)
22.) The House on Hyde Street (Das unheimliche Haus)
23.) Beyond Vengeance (Der Mörder mit der Mundharmonika)
24.) The Albatross (Mord, Gesetz und Alibi)
25.) Shattered Image (Mord in feinen Kreisen)
26.) The Unicorn (Das Einhorn)
27.) Legion of the Lost (Legion der Verlorenen)


2. Staffel (1973 - 1974)
US-Erstausstrahlung: 13. September 1973 bis 14. März 1974
28.) A wrongful Death (Auf der Flucht erschossen)
29.) The Betrayed (Mord vor der Kamera)
30.) For the Love of God (Sinnlose Rache)
31.) Before I die (Connors letztes Ziel)
32.) Going Home (Eddies großer Coup)
33.) The Stamp of Death (Ein teures Stückchen Papier)
34.) Harem (Harem)
35.) No Badge for Benjy (Benjy, der Schnüffler)
36.) The twenty-four Karat Plague (Tödliches Gold)
37.) Shield of Honor (Attentat auf den Zeugen)
38.) The Victims (Die Todesspur)
39.) The Runaways (Die Ausreißerin)
40.) Winterkill (Mr. Tillmans Bomben)
41.) Most feared in the Jungle (Barbaras Baby)
42.) Commitment (Mike Stones Revolver)
43.) Chapel of the Damned (Die Hellseherin)
44.) Blockade (Blockade)
45.) Crossfire (Der Heckenschütze)
46.) A String of Puppets (Masons Marionetten)
47.) Inferno (Brandstiftung)
48.) The hard Breeed (Clints letzter Ritt)
49.) Rampage (Selbstjustiz)
50.) Death and the favored Few (Tod in der High Society)


3. Staffel (1974 - 1975)
US-Erstausstrahlung: 12. September 1974 bis 13. März 1975
51.) One last Shot (Schuld oder Schicksal)
52.) The most deadly Species (Tödliche Nachbarschaft)
53.) Target-red (Der Profi)
54.) Mask of Death (Unter Carols Einfluß)  
55.) I ain't marching anymore (Der andere Krieg)
56.) One Chance to live (Nächtlicher Überfall)
57.) Jacob's Bay (Schweigegeld)
58.) Flags of Terror (Unter der Flagge des Terrors)
59.) Cry help (Hilflos und mißhandelt)
60.) For good or evil (Gangsterkrieg)
61.) Bird of prey (Raubvögel)
62.) License to kill (Der selbsternannte Henker)
63.) The twenty-five caliber plague (Ein tödlicher Fund)
64.) Mister Nobody (Der alte Herr Niemand)
65.) False Witness (Jimmy's Beweis)
66.) Letters from the Grave (Briefe aus dem Grab)
67.) Endgame (Bestechung im Amt)
68.) Ten Dollar Murder (Wer tötet für 10 Dollar?)
69.) The Programming of Charlie Blake (Der programmierte Charlie Blake)
70.) River of Death (Nur Julie weiß es!)
71.) Asylum (Mord in der Klinik)
72.) Labyrinth (Gangster im Hotel)
73.) Solitaire (Der Drogeninspektor)


4. Staffel (1975 - 1976)
US-Erstausstrahlung: 11. September 1975 bis 18. März 1976
74.) Poisoned Snow (Der Tod der Fixer)
75.) The Glass Dart Board (Die gläserne Zielscheibe)
76.) No Place to hide (Die Gefängnisbande)
77.) Men will die (Notzucht)
78.) School of Fear (Eine furchtbare Lektion)
79.) Deadly Silence (Tödliche Stille)
80.) Murder by Proxy (Ein hoher Preis)
81.) Trail of Terror (Spur des Schreckens)  
82.) Web of Lies (Ein Netz aus Lügen)
83.) Dead Air (Der Frauenliebling)
84.) Merchants of Death (Händler des Todes)
85.) The Cat's Paw (Die Katze und das Tigerauge)
86.) Spooks for sale (Nur Namen und Nummern)
87.) Runaway (Irrtum einer Fünfzehnjährigen)
88.) Police Bluff (Der falsche Polizist)
89.) The honorable Profession (Wer ist Doktor Holtfield?)
90.) Requiem for Murder (Schuld und keine Reue)
91.) Underground (Abstieg in die Unterwelt)
92.) Judgement Day (Tag des Gerichts)
93.) Clown of Death (Clown des Todes)
94.) Superstar (Der Superstar)
95.) Alien Country (Die Illegalen)
96.) Most likely to succeed (Mord an der Schule)


5. Staffel (1976 - 1977)
US-Erstausstrahlung: 30. September 1976 bis 9. Juni 1977
97.) The Thrill Killers: Part 1 (Die Bande des Schreckens, Teil 1)
98.) The Thrill Killers: Part 2 (Die Bande des Schreckens, Teil 2)  
99.) Dead or alive (Tot oder lebend)
100.) The Drop (Eine Falle für Stone)
101.) No Minor Vices (Cindy, oh Cindy)
102.) Castle of Fear (Mord im Studio)
103.) Till Death do us part (Das Notsignal)
104.) Child of Anger (Wer nicht zahlt, muß sterben)
105.) Hot Dog (Der Draufgänger)
106.) In Case of Madness (Die Angst, die umbringt)
107.) One last Trick (Callgirls)
108.) Monkey is back (Monkey ist wieder da)
109.) The Cannibals (Der Gangstervater)
110.) Who killed Helen French? (Wer tötete Helen French?)
111.) A good Cop... but (Ein guter Polizist, aber...)
112.) Hanging through (Ein "Schuß" zuviel)
113.) Innocent no more (Die Jugendbande)
114.) Once a Con (Vorbelastet)
115.) Interlude (Mord im Hotel)
116.) Dead Lift (Joe Schmidt - Bodybuilder)
117.) Breakup (Mr. Drake lebt gefährlich)
118.) Let's pretend we're Strangers (Die Anwältin)
119.) Time out (Die Ausbrecher)
120.) The canine Collar (Ein teurer Hund)



BACK TO THE STREETS OF SAN FRANCISCO (Zurück auf die Straßen von San Francisco)
USA, TV-Film, 1991, 92
US-Erstausstrahlung: 27. Januar 1992

Darsteller:
Karl Malden (Captain Mike Stone)
Debrah Farentino (Sarah Burns)
Conor O'Farrell (David O'Connor)
Carl Lumbly (Charlie Walker)
Darleen Carr (Jeannie Stone)
Paul Benjamin (Henry Brown)
Robert Parnell (Sam Hendrix)
William Daniels (Richter Julius Burns)


Drehbuch: William Yates
Produktion: Spelling Entertainment; Torand Productions; Warner Bros. Television
Supervising Produzentin: Diana Kerew
Ausführende Produzenten: Aaron Spelling, E.Duke Vincent
Regie: Mel Damski


Seit einiger Zeit gibt es zur Freude der Fans endlich auch "Die Straßen von San Francisco" auf DVD zu kaufen, bislang aber nur die erste Staffel.


Die Staffel ist auf zwei DVD-Boxen aufgeteilt. Teil 1 gibt es z.B. hier zu bestellen

Monday, February 2, 2009

Straßen von S.F. (3/4)


MICHAEL DOUGLAS als Inspector Steve Keller
Die Rolle des Inspektors Steve Keller machte Michael Douglas zwar berühmt (nicht nur in den USA, auch beispielsweise bei uns), aber es hatte auch Nachteile. Es dauerte bis in die 80er Jahre hinein, bis er sich vom Image des Polizisten aus San Franciscso lösen konnte, jedenfalls der Ansicht vieler nach.

Er hatte schon in den 70er Jahren Rollen, die thematisch völlig anders waren und das "Image" des Serien-Polizisten weit von sich wiesen. Geboren wurde er am 25. September 1945 als Sohn von Issur Danielovitch Demsky, dessen Eltern russiche Emigranten waren. Besser bekannt ist Demsky wohl unter dem Namen Kirk Douglas, unter dem der am 9. Dezember 1916 in Amsterdam, New York, geborene, einer der größten Stars Hollywood´s wurde.



Gegen den übermächtigen Vater anzuspielen, fiel Michael Douglas von Anfang an nicht leicht und es dauerte eine ganze Weile, bis ihm dies gelang. Die Film-Laufbahn von Michael Douglas begann 1962, als er bei dem Film "Lonely are the Brave" ("Einsam sind die Tapferen", in dem sein Vater die Hauptrolle spielte), Assistent wurde. 1965, bei "The Heroes of Telemark" ("Kennwort "Schweres Wasser") war er bereits 2. Regie-Assistent und ein Jahr später arbeitete er als Produktions-Assistent bei "Cast a Giant Shadow" ("Der Schatten des Giganten"), alles Filme, in denen sein Vater Kirk Douglas die Hauptrolle spielte.

Doch die Arbeit hinter der Kamera schien ihm nicht zu behagen, denn schon 1969 war er als Schauspieer zu sehen:  in der Serie "CBS Playhouse". Es folgten einige Fernsehfilme wie "Hail Hero!" (1969),"Summertree" (1971), "Napoleon and Samantha" ("Flucht in die Wildnis", 1972) oder "When Michael calls" ("Helen und die Stime aus dem Jenseits"), ebenfalls von 1972. Die letzten beiden Filme liefen auch bei uns im Fernsehen. 1971 spielte er ebenso in den TV-Serien "FBI" und "Medical Center".


Michael Douglas gab später die Jahre, die er bei "Die Staßen von San Francisco" verbracht hatte, öfter als eine Art Lehrjahre an. Er lernte dort viel darüber, wie man effektiv Filme vorbereitet, plant, und ausführt, sprich so produziert, dass das eingeplante Budget nicht überschritten wird. Ebenso wurde ihm die künstlerische Welt des Filmemachens näher gebracht, wobei ihm sein Kollege Karl Malden mit Rat und Tat zur Seite gestanden hat, und eigene Ideen von ihm nicht abgewürgt, sondern gefördert hatte.

Bereits 1975, noch während der Zeit bei "Die Straßen von San Francisco", kam sein erstes eigenes Projekt in die Kinos, die für ihn erste Schritte aus dem Schatten der Serie heraus bedeuten sollte. Der Film "One flew over the Cuckoo´s Nest" ("Einer flog über das Kuckucksnest"), bei dem er allerdings nicht als Schauspieler auftrat, sondern den Film produzierte.

Das  Werk, das mit Jack Nicholson, Louise Fletcher oder Will Sampson besetzt war, handelte von einer Nervenheilanstalt und deren Methoden. Noch im selben Jahr wurde er fertiggestellt und war die Sensation, neun Oscar-Nominierungen bekam der Film, der von Milos Forman gedreht wurde. Fünfmal wurde der Oscar dem Film zuerkannt; auch der Oscar für den besten Film des Jahres und der ging an Saul Zaentz und Michael Douglas


Nachdem dieser Film abgeschlossen war und seine Zeit bei der Serie abenfalls, konzentrierte sich Douglas wieder auf seine Schauspielkarriere, er wollte unbedingt vermeiden, ähnliche Rollen wie in "Die Straßen von San Francisco" zu spielen. Ein Angebot bekam er für "Coma" ("Coma"), in dem es um illegale Geschäfte mit menschlichen Organen geht. Michael Crichton, der bekannte (am 4. November 2008 leider verstorbene) Bestseller-Autor, drehte diesen Film nach seinem eigenen Drehbuch.

Ebenfalls weit entfernt vom Inhalt und Stil von "Die Straßen von San Francisco" waren seine nächsten Filme, wie "The China Syndrome" ("Das China Syndrom") "Running" (1979), "It´s my Turn" ("It´s my Turn - Ich nenn´ es Liebe") von 1980 oder "The Star Chamber" ("Ein Richter sieht rot", 1983). Interessante Filme zwar, doch war keiner darunter, der ihm internationalen Erfolg gebracht hatte.

Das änderte sich erst 1984, als er mit Kathleen Turner die Abenteuer-Komödie "Romancing the Stone" ("Auf der Jagd nach dem grünen Diamten") drehte. Dieser Film, der anfangs wie ein (üblicher) Nachahmungsstreifen des Erfolgs "Jäger des verlorenen Schatzes" von Steven Spielberg anmutete, konnte diese schlechten Vorzeichen schnell loswerden. Der Film war vom Prinzip her ähnlich angelegt, doch konnten die Hauptdarsteller Douglas, Kathleen Turner und Danny De Vito, sowie die humorige Art des Films schnell überzeugen.

Der Erfolg des ersten Teils ließ dann auch nicht lange auf eine Fortsetzung warten, die 1985 unter dem Titel "The Jewel of the Nile" ("Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil") ins Kino kam. Mit Filmen, die thematisch völlig  verschieden waren, behielt Douglas in den 80er Jahren kontinuierlich seinen Erfolg.



Die 90er Jahre begannen zunächst nicht sehr vielversprechend, mit "Shining through" ("Wie ein Licht in dunkler Nacht"), einer Spionage-Geschichte, die um das Jahr 1945 herum spielt. Der Film erregte wenig Aufsehen und glänzte hauptsächlich durch Nichtbeachtung. Im selben Jahr drehte er mit Sharon Stone (die mit diesem Film nach vielen Jahren endlich ihren Durchbruch schaffte) den Thriller "Basic Instinct" ("Basic Instinct"), der im Vorfeld schon für Aufsehen wegen seiner freizügigen Szenen gesorgt hatte.

Bis heute ist Douglas als Darsteller aktiv, zur Zeit bereits abgedreht oder in der Nachbearbeitung sind die Filme "The Ghosts of Girlfriends Past", "Solitary Man" und "Beyond a Reasonable Doubt". Douglas ist aber auch weiterhin ab und an als Produzent tätig, als solcher betreute er Filme wie "Starman" ("Starman") von John Carpenter (sowie die darauf folgende TV-Serie), "Flatliners" ("Flatliners", 1990), "Stone Cold" ("Stone cold - Kalt wie Stein", 1991) von Action-Spezialist Craig R.Baxley oder "Made in America" ("Made in America", 1993).

Als Produzent wird er auch den Film "The Mechanic" betreuen, der zur Zeit noch in der Vor-Produktion ist.



DARLEEN CARR als Jeannie Stone
Elfmal spielte Darleen Carr in der Serie die Rolle von Jeannie Stone, Mike Stone´s Tochter. Obwohl sie nicht sehr oft dabei war, wurde sie doch ein wichtiger Teil der Serie und war für viele ein immer wieder gern gesehener Gast.

Die am 12. Dezember 1950 in Chicago (Illinois) geborene Darleen Carr war von Beginn ihrer Karriere an mehr im Fernsehen als im Kino aktiv, im Kino spielte sie nur in weniger bekannten Filmen. Im Fernsehen war sie öfter und intensiver vertreten, ständige Rollen hatte Darleen in den Serien "The John Forsythe Show" (1965 - 1966), "The Golddiggers" (1969), "The Smith Family" (1971 bis 1972), "Once an Eagle" (1976 - 1977), "The Oregon Trail" (1977), "Miss Winslow and Son" (1979) oder mit James Garner in "Bret Maverick" (1981 - 1982).

Gastauftritte absolvierte Darleen Carr ebenso in einigen bekannten. 1992 war sie neben Karl Malden die einzige  aus der alten Besetzung, die in dem neuen TV-Film "Back to the Streets of San Francisco" ("Zurück auf die Straßen von San Francisco") ihre alte Rolle spielte.

1997 hatte sie zum letzten Mal in dem Film "Eight Days a Week" vor der Kamera gestanden, danach war sie noch in zwei Filmen und einer TV-Serie als Sprecherin aktiv gewesen - zuletzt 1999 in "Lands of Lore III", danach verließ sie das Showgeschäft.




RICHARD HATCH als Inspector Dan Robbins
Richard Hatch kam damals die undankbare Aufgabe zu, nach vier Jahren (in denen die Zuschauer Malden und Douglas gesehen hatten) als Ersatz aufzutreten. Eine Konstellation, die selten in Serien gutgeht. Obwohl er seine Rolle gut spielte, konnten oder wollten die Zuschauer sich mit der neuen Besetzung nicht abfinden und das Ende einer guten Serien war unabwendbar.

Nach seiner Rolle in "Die Straßen von San Francisco" wollte sich  der am 21. Mai 1945 in Santa Monica geborene Richard Hatch auf seine Kinokarriere konzentireren, die aber kam absolut nicht aus den Startlöchern. So nahm er ein Jahr später erneut ein Angebot für eine Fernseh-Serie an und spielte in der Science-Fiction-Serie "Battlestar Galactica" ("Kampfstern Galactica") seine wohl berühmteste Rolle.

In dieser von Glen A.Larson konzipierten Serie spielten neben Richard Hatch Dirk Benedict und der aus "Bonanza" bekannte Lorne Greene die Hauptrollen. Die Serie startete zunächst ziemlich erfolgreich, nicht nur die Schauspieler überzeugten, auch die von John Dykstra geschaffenen Spezial Effekte wussten zu unterhalten. Bei uns lief diese Serie zunächst nicht im Fernsehen, sondern im Kino, wofür man mehrere Episoden zusammenschnitt.

In späteren Folgen häuften sich  nicht nur logische Fehler und dramaturgische Mißgriffe, die Handlung so mancher  Folge schleppte sich mühsam dahin, mit anderen Worten: einige Folgen waren schlicht und einfach langweilig. Das sahen bald auch die Verantwortlichen beim Sender und gaben Serienerfinder Glen A. Larson Order, das Konzept zu überdenken. Dieser tat es auch: bis auf Lorne Greene schmiß er alle Hauptdarsteller der Serie ´raus und kam ein  Jahr später mit einem neuen Konzept, das so behämmert war, das der Serie bereits nach 10 produzierten Episoden der Stecker rausgezogen wurde. Das vorzeitige Ende einer (anfangs) sehr guten Serie und noch mehr verschenkter Ideen.


Richard Hatch´s Karriere war sein Ausstieg aus der Serie nicht förderlich, er drehte danach Filme von nicht immer guter Qualität. Etwa ab Mitte der 90er Jahre tauchten in Fachmagazinen immer wieder Gerüchte auf, das "Kampfstern Galctica" eine Neuauflage erleben soll - wahrscheinlich als Kinofilm, aber Fakten gab es nicht.

Hatch versuchte wieder und wieder - teilweise auch mit eigenen Mittel - eine Neuauflage der Serie zu starten, doch bedauerlicherweise blieb ihm der Erfolg versagt. 2004 war es dann doch soweit, "Battlestar Galactica" wurde fürs Fernsehen neu belebt, aber zunächst ohne Richard Hatch, jedenfalls in den Hauptrollen.

Diese Hauptrollen spielten Edward James Olmos als Admiral Adama, Mary McDonnell als Präsidentin Roslin, Jamie Bamber (Apollo), James Callis (Dr. Baltar), Tricia Helfer (Nummer sechs) oder Grace Park als Lt. Agathon. Richard Hatch spielte von 2004 bis 2008 in 20 Episoden die Rolle von Tom Zarek.


Der vierte und letzte Teil folgt morgen.

Tuesday, January 27, 2009

Straßen von S.F. (2/4)


DER AUSSTIEG

Die Serie lief eigentlich recht gut, bis Michael Douglas 1976 nach 97 Folgen ausstieg. Er wollte anderen Aufgaben nachgehen, denn schon im Verlauf der letzten Staffel interessierte er sich mehr und mehr für die Arbeit hinter den Kulissen. Er trug eigene Ideen für Drehbücher für die Serie vor, und führte auch ein paarmal Regie.

Bereits ein Jahr vor seinem Ausstieg begann er sein Projekt "Einer flog über das Kuckucksnest". Ein Projekt, für  das er nach Abschluß der Arbeiten seinen ersten Oscar erhalten sollte.

Der Abschied von Steve Keller wurde so in die Serie eingebaut, das Keller an die Polizei Akademie als Ausbilder geht. Da Malden und Douglas aber die einzigen Hauptdarsteller der Serie waren, bedeutete so eine Aktion immer ein großes Risiko, denn die Zuschauer hatten sich natürlich an das Gespann Malden/Douglas gewöhnt und ein Austausch der beiden war ein riskantes Unterfangen.


Und es sollte sich herausstellen, dass der Abgang von Douglas der Anfang vom Ende der Serie war. Nach seinem Ausstieg wurde er von Richard Hatch ersetzt, der als Inspektor Dan Robbins spielte.

Leider fanden viele Kritiker (und auch Zuschauer) irgendetwas, was sie an ihm aussetzen konnten. Man zog seine  schauspielerischen Leistungen herunter und fand fadenscheinige "Erklärungen" dafür, warum er ein ach so mieser Schauspieler sei.

Ich persönlich finde seine Art und Weise, wie er die Rolle spielte, nicht schlecht. Schließlich hatte er die undankbare Aufgabe, in ein bereits bestehendes Team hineinzukommen und das ist bestimmt nicht einfach.

Und es ist wohl auch mit der entscheidende Grund, warum es nicht klappen sollte, die Zuschauer hatten immerhin vier Jahre lang Karl Malden &; Michael Douglas gesehen und nun konnten (oder sie wollten) sich nicht mit einem  Ersatz anfreunden, der - wenn man es objektiv betrachtet - bestimmt nicht so schlecht gespielt hat, wie allgemein  behauptet wurde - und heute noch wird.

Aber was die Zuschauer sehen wollten, war nun mal entscheidend, und so war schon nach 22 Episoden mit der Konstellation Malden/Hatch Feierabend. "ABC" stellte die Produktion ein und so endete die Serie 1977 nach 120 ausgestrahlten Episoden (inklusive Pilotfilm).


NACHSPIEL

Der Erfolg, den die ersten vier Jahre aber gebracht hatte, ließ mehrere Sender in den USA die Serie regelmäßig wiederholen und die Quoten stimmten auch bei den Wiederholungen noch. Die Auslandsverkäufe (auch nach Deutschland) sicherten der Serie weiteren internationalen Erfolg.

Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre wurden viele alte Serien wieder neu belebt, unter anderem so erfolgreiche Serien wie "Cagney & Lacey", "Detektiv Rockford", "Hart aber herzlich" oder auch "Columbo". Auch "Die Straßen von  San Fransicso" kamen noch einmal zu Ruhm und Ehren.

Karl Malden spielte 1992 wieder seine Rolle als (diesmal) Captain Mike Stone. Der 90minütige Film, von Mel Damski gedreht, hat leider außer Darleen Carr als Stone´s Tochter niemanden von der alten Besetzung aufzuweisen.


Michael Douglas zu fragen, ob er bei dem Film mitgespielt hätte, wäre reine Utopie gewesen. Er hatte damals  gerade den Erfolgsfilm "Basic Instinct" ("Basic Instinct") abgedreht und war ein (wieder) hochbezahlter Kino-Star. Seine Gage hätte sich  kein Fernsehsender leisten können.

So wurde die Handlung so aufgebaut, das Mike Stone Steve Keller eingeladen hat und dieser nicht auftaucht. Bei den Nachforschungen stellt sich heraus, das er ermordet worden ist. Mike Stone, inzwischen Captain geworden, geht der Sache nach. Michael Douglas selber sieht man nur in Rückblenden, in Szenen aus den alten Folgen.

Der Film ist natürlich kein Knaller geworden, nicht mit den alten Folgen zu vergleichen, aber schon das Wiedersehen mit Karl Malden und Darleen Carr als seine Tochter machen einige Schwächen an dem Film wett. Und wenn es auch kein überragender Film ist, so wünscht man sich am Ende doch, das es mehr als nur diesen einen gegeben hätte.


Aber leider war dies nur ein einzelner Film und kein Auftakt für eine neue Serie und bis heute hat sich daran nichts geändern und es wird sich wohl auch nicht mehr ändern. Immerhin ist Karl Malden schon über 90 Jahre alt, und seit 2000 hat er sich aus dem Arbeitsleben zurückgezogen und genießt seinen wohlverdienten Ruhestand. Es sei ihm gegönnt.

Bei der Synchronisierung des neuen Films gab man sich besondere Mühe, denn der Sprecher von Karl Malden ist derjenige, der ihm in 119 Folgen "Die Straßen von San Francisco" seine Stimme lieh, auch in den Folgen, die erstmals auf den diversen Kabelsendern liefen: Friedrich W.Bauschulte (deutscher Erstaussttrahlungstermin des Film war der 1. Januar 1993), der für Karl Malden öfter als Synchronsprecher tätig war.


Bei "Die Straßen von San Francisco" gab es nur die beiden Hauptrollen und einige wiederkehrende Charaktere; da wäre als erstes natürlich Darleen Carr, die die ganze Serie hindurch Jeannie Stone spielte, die Tochter von Mike Stone.

Alle anderen Rollen blieben meist nur bessere Statisten wie Lee Harris, der Inspektor Lessing spielte, Reuben Collins als Inspektor Tanner oder Fred Sadoff, der einen Psychiater spielte, den die beiden Polizisten Stone und Keller meist zu Verbrecher-Profilen befragten.


DIE SERIE IN DEUTSCHLAND

Bei uns begann das Öffentlich-Rechtliche Fernsehen (für damalige Verhältnisse ziemlich schnell) im Mai 1974 mit der Ausstrahlung der Serie. Wie es hierzulande aber nun mal üblich war, bekam der Zuschauer die Serie in den nächsten Jahren nur scheibchenweise zu sehen und es dauerte bis Ende der 70er Jahre, bis man ca. 100 Episoden ausgestrahlt hatte.

Am Vorspann der Serie kann man wieder sehr gut sehen, wie ausländische Serien bei uns manipuliert und verändert wurden. Im Original werden neben der (wirklich hevorragenden) Titel-Musik die Namen der Gast-Stars in der jeweiligen Episode genannt. Für die deutsche Ausstrahlung wurde dieser Teil komplett herausgeschnitten.

Erst als das Kabelfernsehen bei uns immer größer wurde, bekam man auch alle fehlenden Episoden von "Die Straßen von San Francisco" zu sehen.



KARL MALDEN als Lieutenant Mike Stone

Obwohl Karl Malden in den 50er bs 70er Jahren so einige Kinorollen spielte, die ihn bekannt machten, hat er doch seine größte Bekanntheit durch die Rolle des Lieutenant Mike Stone erlangt.

Geboren wurde er als Sohn jugoslawischer Einwanderer unter dem Namen Mladen Sekulovich am 22. März 1912 in Gary, im US-Bundesstaat Indiana. Nach der High School arbeitete er drei Jahre lang in einem Stahlwerk, in dieser Funktion half er eines Tages beim Aufbau von Kulissen für ein Theaterstück.

Dies ließ dann sein Interesse an der Schauspielerei erwachen und er nahm Unterricht, den er im berühmten "Actor´s Studio" abschloß. So begann in den 30er Jahren seine Theaterlaufbahn, die er hauptsächlich mit Stücken von Tennessee Williams und Arthur Miller verbrachte.

Während seine Filmauftritte in den 40er Jahren nur sporadisch waren, nahmen dieses Anfang der 50er Jahre zu. Er spielte unter anderem 1950 in Henry King´s "The Gunfighter" ("Scharfschütze Jimmy Ringo") oder ein Jahr später in "A Streetcar named Desire" ("Endstation Sehnsucht"), für den er seinen einzigen Oscar als bester Nebendarsteller erhielt.


Seine Film-Laufbahn kam aber nun immer besser in Gang, er spielte Rollen in immer bekannteren Filmen. Die 60er Jahre waren für Karl Malden - jedenfalls was seine Kinokarriere betraf - die erfolgreichsten; er spielte Rollen in Klassikern wie "How the West was won" ("Das war der Wilde Westen", 1962), "Cheyenne autumn" ("Cheyenne") von 1964.

1965 und 1966 spielte er in zwei Filmen mit Steve McQueen: in dem längst zum Klassiker gewordenen "The Cincinnati Kid" (Cincinnati Kid und der Pokerkönig") und in dem Western "Nevada Smith" ("Nevada Smith"), in dem er Gangster eine negative Rollenfigur verkörperte. Weitere Filme kamen, bis er dann 1972 die Rolle des Mike Stone annahm.

Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre ließ seine Aktivität langsam nach, er ging schnurstracks auf die 70 zu und spielte nur noch seltener in Film oder Fernsehen. Er wirkte aber trotzdem noch in teils guten, teils weniger guten Filmen mit; wie in "Meteor" ("Meteor") oder in "Jagd auf die Poseidon", einer indirekten Fortsetzung des Katatrophen-Klassiker "Poseidon Inferno").

1984 spielte Karl Malden in dem Fernsehfilm "Fatal vision" mit, der bei uns als Zweiteiler unter dem Titel "Ich bin kein Mörder" lief. Malden spielte hier einen Familienvater, dessen Tochter und Enkel brutal ermordet wurden. Der Verdacht fällt dann bald auf seinen Schweigersohn. Ein eindringlicher, teilweise brillanter Film, der auf sehr nahe gehende Weise einen Fall schildert, der Ende der 60er Jahre in den USA tatsächlich passierte

Neben Karl Malden spielten Eva-Marie Saint als seine Frau und Gary Cole als ihr Schwiegersohn, der in Verdacht gerät. Als dessen Anwalt agierte Barry Newman. Für die Rolle des Schwiegervaters erhielt Karl Malden den "Emmy", einen angesehenen Fernseh-Preis.


Ab den 90er Jahren schraubte er seine Aktivitäten noch weiter zurück und spielte nur noch selten, zum Beispiel eben in dem 1992 gedrehten Film "Back to the Streets of San Francisco" ("Zurück auf die Straßen von San Francisco"). Außerdem war er noch zu sehen in dem TV-Film "They've taken our Children" (1993) und in einer Episode der Serie "The west wing" von 2000.

In diesem Jahr, am 22. März, feiert Karl Malden seinen 97. Geburtstag. Seit dem 18. Dezember 1938 ist Malden mit Mona Greenberg verheiratet (seit über 70 Jahren!). Die beiden haben die Kinder Mila und Carla und zusammen mit seiner Tochter Carla schrieb Karl Malden seine Autobiographie "When do I start".



Der dritte Teil von "Die Straßen von San Francisco" folgt am 2. Februar.

Sunday, January 25, 2009

Straßen von S.F. (1/4)


DIE STRASSEN VON SAN FRANCISCO
THE STREETS OF SAN FRANCISCO
USA, 1972 - 1977
119 Episoden

Serien-Konzept: Edward Hume
basierend auf dem Roman "Poor, poor Ophelia" von Carolyn Weston
Produktion: Quinn Martin Productions; Warner Bros. Television
Erst-Ausstrahlung: American Broadcasting Company (ABC)

Hauptrollen:
KARL MALDEN als Detective Lieutenant Michael "Mike" Stone
(Pilotfilm und 119 Episoden, 1972 - 1977)
MICHAEL DOUGLAS als Inspector Steve Keller (in der deutschen Synchron-Fassung: Steve Heller) (Pilotfilm und 97 Episoden, 1972 - 1976)
RICHARD HATCH als Inspector Dan Robbins (24 Episoden, 1976 - 1977)


wiederkehrende Charaktere:
REUBEN COLLINS als Inspector Tanner (28 Episoden, 1973 - 1977)
LEE HARRIS als Detective Lee Lessing (14 Episoden, 1972 - 1973)
DARLEEN CARR als Jeannie Stone (11 Episoden, 1973 - 1976)
FRED SADOFF als Dr. Lenny Murchison (9 Episoden, 1972 - 1977)
STEPHEN BRADLEY als Bernie (9 Episoden, 1972 - 1976)
RAY K.GOMAN als Captain Wilson (8 Episoden, 1972 - 1976)
ROBERT F.SIMON als Captain Rudy Olsen (8 Episoden, 1972 - 1976)


Die TV-Serie "The Streets of San Francisco" ("Die Straßen von San Francisco") gehört mit ihren 5 Jahren Laufzeit nicht gerade zu den langlebigsten Serien. Die Spitzenplätze in dieser Kategorie nehmen Serien ein wie "Hawaii five-0" ("Hawaii 5-0", 12 Jahre mit 284 Folgen), "Perry Mason" ("Perry Mason", 10 Jahre mit 271 Folgen), "The FBI" ("FBI", 9 Jahre mit 234 Folgen), "Ironside" ("Der Chef", 8 Jahre mit 199 Folgen), "Magnum, P.I." ("Magnum", 8 Jahre mit 176 Folgen), "Quincy, M.E." ("Quincy", 7 Jahre mit 148 Folgen) oder die sehr gute Serie "Simon & Simon" ("Simon & Simon"), von der in 7 Jahren 154 Folgen produziert wurden.

Obwohl also "Die Straßen von San Francisco" nicht zu den langlebigsten Serien gehört, hat sie heute dennoch einen Ruf, wie ihn so mancher Filmklassiker hat. Mit anderen Worten: viele zählen diese Serie noch heute zu den besten, die es je gegeben hat, und die es wohl auch geben wird.



DAS KONZEPT

Die Hauptfiguren sind der erfahrene, verwitwete Lieutenant Mike Stone und der vor ein paar Jahren von der Polizei-Akademie gekommene Inspektor Steve Keller - nein, das "K" in "Keller" ist kein Schreibfehler. In der Originalversion der Serie ist der Rollenname Steve Keller, erst in der deutschen Synchronisation wurde aus Keller dann Steve Heller.

Die Figuren Stone und Keller sind keine Erfindung der Fernseh-Leute, sondern stammen aus einer literarischen Quelle. Carolyn Weston schrieb ein Buch mit dem Titel "Poor, poor Ophelia", in dem zwei Polizsiten den Mord an einem jungen Mädchen aufklären.

Diese Romanhandlung verwendetete Edward Hume, der das Serienkonzept entwickelte, für den Pilotfilm. Die Namen Stone und Keller waren nicht aus dem Buch, dort hießen die Polizisten anders, für die Serie wollte man aber andere Namen haben.

Verändert wurde auch der Schauplatz der Handlung, der Roman spielte in Santa Monica, das Seriengeschehen wurde dann in die (titelgebende) Stadt San Francisco verlegt.




DIE SERIE

Als Produzent Quinn Martin (der auch die Serie "FBI" produzierte) den Auftrag bekam, begab er sich auf die Suche nach Darstellern, eben nach Darstellern, die den jungen, unerfahrenen und den erfahrenen "Polizisten" spielen sollten.

Der Darsteller des älteren war schnell gefunden: Karl Malden nahm das Angebot an, aber die Besetzung des jüngeren Polizisten bereitete noch Probleme, so gab Quinn Martin Mitte 1972 eine Nachricht an alle Agenten, das seine Firma (er produzierte die Serie mit seiner eigenen Firma für "ABC Television") noch einen Darsteller für die geplante Serie suche.

Michael Douglas bekundete Interesse, hegte aber gleichzeitig einige Zweifel, die neben beruflichen hauptsächlich  privater Natur waren. Er wohnte zu dieser Zeit mit seiner Freundin Brenda Vaccaro in Los Angeles, und die Arbeiten an einer wöchentlichen Serie würden es nicht zulassen, das er ständig hin- und herpendeln konnte.


Douglas kannte aber Quinn Martin schon von einer Zusammenarbeit aus dessen Serie "FBI", wo er in der Folge "The Hitchhiker" für einen ausgefallenen Schauspieler eingesprungen war. Nach Abwägen aller Vor- und Nachteile sagte er zu und unterschrieb den Vertrag und so hießen die beiden Hauptdarsteller Karl Malden und Michael Douglas.

Die beiden standen sich zunächst etwas skeptisch gegenüber, was eigentlich völlig normal ist. Der Altersunterschied zwischen beiden betrug immerhin 30 Jahre (Michael Douglas war 28 und Karl Malden war bei Beginn der Serie 58 Jahre alt).

Das hätte auch so total und gründlich in die Hose gehen können, das die ganze Serie nicht eine Staffel lang überlebt hätte. Doch nach der "Eingewöhnungszeit" verstanden sich die beiden recht gut, jeder kannte bald die Schwächen, Macken und Stärken des anderen und diese wurden auch ab und an als kleine Gags in die Folgen mit eingebaut.

Von Beginn an drehte man nicht nur in Studios, sondern bezog halb San Francisco und Umgebung in die Arbeiten mit ein. Viele Außendrehorte wurden (manchmal nicht ganz abgeschirmt von der herumstehenden Bevölkerung) in Beschlag genommen und sehr oft mußten die Leute am Set die Kameras in die "Polizei"-Wagen einbauen, wenn wieder mal unterwegs gefilmt wurde.



DER START

Alles ließ sich ganz vielversprechend an, so das die neue Serie am Samstag, dem 16. September 1972 bei "ABC" an  den Start ging. Der sich ausbreitende Optimismus erfuhr jedoch einen empfindlichen Dämpfer, als man die Zahlen der ersten Saison vor Augen hatte: Pro Episode hatte die Serie ca. 25 Millionen Zuschauer erreicht. Das war zwar  nicht schlecht, dennoch lag man mit diesem Ergebnis weit hinter den Erwartungen - und hinter der Konkurrenz.

Serien wie "Hawaii 5-0", "Der Chef" oder "Cannon" lagen ein ganzes Stück vor "Die Straßen von San Francisco". Quinn Martin machte beim Sender Stunk, er verlangte einen anderen Sendeplatz als den ungünstigen Samstag (der anders als bei uns kein quotengünstiger Sendeplatz war).

Auch Michael Douglas beschwerte sich, allerdings sah er einen der Gründe für das schlechte Abschneiden in der mangelnden Qualität mancher Drehbücher. Er ging so weit, anzukündigen, er würde die Serie verlassen, wenn sich dies nicht ändern würde.


Die Vorbehalte, die Quinn Martin bei "ABC" vorbrachte, zeigten Erfolg. In der nächsten Stafffel, die am 13. September 1973 startete, lief die Serie nun am wesentlich besseren Donnerstag, und auch Michael Douglas´ Einwänden wurde Rechnung getragen.

Wahrscheinlich wollte man die Hauptbesetzung der Serie nicht schon nach der ersten Staffel verändern, denn es ist ziemlich ungewöhnlich, das ein relativ neuer unerfahrener Schauspieler (und nichts anderes war Michael Douglas damals) solchen Einfluß auf die Serie hatte.

Wie dem auch sei, Quinn Martin gab Order an seine Autoren, die Rolle des Steve Keller mehr in den  Handlungsvordergrund zu stellen. Was sich zunächst wie Wichtigtuerei von Seiten Michael Douglas´ anhört, hatte bald schon den angesprochenen Nebeneffekt, das die Chemie der beiden Hauptdarsteller am Drehort besser klappte, da beide "Mitspracherecht" hatten.

Dadurch, das man lockerer miteinander umging, entstand nicht nur eine bessere Zusammenarbeit, sondern es entwickelten sich eben mehr und mehr kleine Gags, die die Folgen auflockerten.

Die Änderungen sollten schon bald Erfolg zeigen, denn am Ende der zweiten Staffel lag die Serie nun schon auf Platz 22 der erfolgreichsten wöchentlichen Serien und das besserte sich von Staffel zu Staffel.



Der zweite Teil von "Die Straßen von San Francisco" folgt am 27. Januar.