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Wednesday, April 7, 2010

One Hit Wonder (7)

ROSE LAURENS
"Africa"
von 1983 (Original-Version von 1982)

Musik: Jean-Pierre Goussaud / Text: Jean-Michel Bériat
englischer Text: Elaine Strive

One-Hit-Wonder gab es in jedem Jahrzehnt, aber in den 80er Jahren schien es irgendwie einige mehr davon zu geben. Ein klassisches Beispiel ist die Sängerin Rose Laurens, die mit ihrer 1983er Single "Africa" große Erfolge feiern konnte. Das Lied erreichte hohe Plätze in den Charts in vielen Ländern: in Österreich (Nummer 1), in der Schweiz (Nummer 2), in Norwegen (Nummer 2) und auch bei uns kam sie damit bis auf den 3. Rang in den Hitlisten.

Während sie davor und auch noch danach in ihrer Heimat Frankreich etwas bekannter blieb, ging sie vor allem bei uns nach diesem Lied fast unter. Es erschien ebenfalls 1983 noch die Single "Mamy Yoko", doch kam sie damit bei uns nur noch bis auf Platz 37 - in vielen anderen Ländern schaffte sie den Charteinstieg nicht mehr.


ROSE LAURENS
Die Sängerin wurde unter dem Namen Rose Podwojny am 4. März 1953 in Frankreich geboren. Unter ihrem richtigen Namen begann sie ihre musikalische Laufbahn als Sängerin in der Band "Sandrose", die stilistisch in die Rock-Musik der beginnenden 70er Jahre einzuordnen wären. Die Gruppe konnte 1972 ein Album veröffentlichten, das in Frankreich auch über einen Achtungserfolg hinauskam. Differenzen unter den Mitgliedern liessen die Band dann aber sehr schnell auseinander brechen.

In der folgenden Zeit lernte sie den Komponisten Jean-Pierre Goussaud kennen, mit dem sie nicht nur privat zusammenlebte, sondern auch beruflich mit ihm arbeitete. 1976 erschien ihre erste Solo-Single "In Space", die sie unter dem Namen Rose Merryl veröffentlichte. Die Single wurde nicht der große Erfolg, der kam erst 1979 mit ihrer Single "Survivre", die sie nun als Rose Laurens auf den Markt brachte.

Rose Laurens war auch als Darstellerin aktiv; so spielte (und sang) sie eine Hauptrolle in dem Musical "Les Miserables", deren Auffürhungen sie endgültig in Frankreich bekannt machte. Teile der Aufführungen wurden auch als LP veröffentlicht, die ihr zusätzlichen Erfolg brachten.

Der Videoclip mit Rose Laurens' "Africa":


"AFRICA"
Als Darstellerin in dem Musical war sie für nahezu ein Jahr in Frankreich ausgebucht, dann erschien 1982 ihr erstes Solo-Album, dass sie "Deraisonnable" nannte. Die Single-Auskopplung "Africa" wurde in Frankreich ein so großer Erfolg, dass man sich für eine internationale Veröffentlichung entschied. Dafür nahm Rose Laurens den Song noch einmal in englisch auf und das Lied erschien dann 1983 als Single. 1994 erschien das Lied noch einmal in neuer Aufmachung.

Danach aber konnte sie den Erfolg in vielen Ländern nicht wiederholen. Bei uns erschienen danach noch die Singles "Mamy Yoko" (1983) und "Night Sky". Während erstgenanntes wenigstens in Deutschland noch etwas Aufmerksamkeit erlangte, ging die Nachfolge-Single nahezu vollständig unter.


In Frankreich war Rose Laurens aber weiterhin aktiv, konnte aber auch dort den Erfolg von 1982 nicht wiederholen. Sie arbeitete weiter mit ihrem Lebensgefährten Goussaud zusammen und veröffentlichte die Alben "Ecris ta vie sur moi" (1986) oder "J'te preterai Jamais" von 1990. Bald darauf verstarb Jean-Pierre Goussaud an Krebs.

Neben weiteren Arbeiten als Musicaldarstellerin brachte Rose Laurens 1995 mit "Envie" ihr bisher letztes Studio-Album heraus.


DISCOGRAPHIE

SINGLES als Rose Merryl
1976: In Space
1977: L'Apres Amour
1978: Je suis a toi

ALBEN als Rose Laurens
1982: Deraisonnable
1983: Vivre
1984: Africa - Voodoo Master
1986: Ecris ta vie sur moi
1990: J'te preterai Jamais
1995: Envie

Sunday, April 4, 2010

ZZ Top

Afterburner
(von 1985)

In den USA wurden sie 1977 durch den rockigen Song "La Grange" bekannt. Bei uns dauerte es noch einige Jahre, bis sie über dem Ruf eines Geheimtipps hinaus waren. Der Erfolg bei uns kam ab 1983, als sie einige Singles aus ihrem aktuellen Album "Eliminator" veröffentlichten.

Songs wie "Gimme all Your Lovin'", "Got me under Pressure" oder vor allem "Sharp Dressed Man" brachten ihnen nicht nur in den USA große Erfolge. Zusammen mit ihren damaligen einfallsreichen und meist auch ausgefallenen Video-Clips zu ihren Songs verschafften sie sich schnell Gehör und eine Menge Fans aus dem Bereich der eingängigen Rock-Musik.

Als dann 1985 ihr Album "Afterburner" kam, war der Erfolg noch größer. Die Single-Charts eroberten sie mit Liedern wie "Rough Boy", "Stages" und vor allem mit dem Lied, dass sie bei uns vielleicht am bekanntesten machte: "Sleeping Bag".


Titel-Liste:
1.) Sleeping Bag
2.) Stages
3.) Woke up With Wood
4.) Rough Boy
5.) Can't Stop Rockin'
6.) Planet of Women
7.) I got the Message
8.) Velcro Fly
9.) Dipping Low (In the Lap of Luxury)
10.) Delirious

Musik und Text: Billy Gibbons, Dusty Hill, Frank Beard
Produzent: Bill Ham


DIE BAND
"ZZ Top" wurde 1969 im texanischen Houston von Gitarrist Billy Gibbons, Bassist Dusty Hill und Schlagzeuger Frank Beard gegründet.

Alle drei waren vorher schon in anderen Bands tätig gewesen, so spielte Billy Gibbons bei der Band "The Movin Sidewalks", mit der er auch 1968 eine LP veröffentlichte. Dusty Hill und Frank Beard spielten in der Band "American Blues", mit der sie sogar zwei Alben (1967 und 1969) veröffentlichten. 1969 schlossen sie sich zu "ZZ Top" zusammen.

Der erste Plattenvertrag ließ nicht allzu lange auf sich warten, so dass die neue Band 1971 ihre erste LP auf den Markt bringen konnte. Doch diese, "ZZ Top's First Album" (1971) und die Nachfolge-LP "Rio Grande Mud" (1972) waren noch etwas von dem Rock-Stil entfernt, der sie später berühmt machen sollte.

1973 veröffentlichten sie die LP "Tres Hombres" und koppelten daraus den Song "La Grange" als Single heraus. Dieses Lied brachte ihnen in den USA einen ziemlichen Erfolg und gilt eigentlich bis heute als eines ihrer Erkennungs-Songs.

Ihre weiteren Alben "Degüello" (1979) und "El Loco" (1981) untermauerten ihren bisher erarbeiten Erfolg in den USA, über die Grenzen ihrer Heimat hinaus bekannt wurden sie aber erst, als 1983 das Album "Eliminator" erschien.

Der Videoclip zu ihrem Erfolgs-Hit "Sleeping Bag":

Mit Liedern wie "Gimme all Your Lovin'", "Got me Under Pressure" und vor allem "Sharp Dressed Man" wurden sie auch hierzulande unter Rock-Fans bekannt. Die Gruppe nutzte damals das neu entstehende Medium des Videoclips. Das, was heute selbstverständlich ist - dass jeder Musiker zu seinen Singles Videoclips erstellt -, war um die beginnenden 80er Jahre herum längst keine Normalität, sondern damals für die Künstler ein sehr teurer Spaß.

Ihre erfinderischen Videoclips jedenfalls verschaffte der Band ab 1983 in Deutschland einen weiteren Gewinn an Fans, den sie noch steigern konnten, als 1985 "Afterburner" erschien. Mit Songs wie "Sleeping Bag", "Stages", "Can't stop Rockin'" und "Planet of Women" übertraf diese LP bald noch den Vorgänger (Anspieltip des Albums: der herausragende Song "Velcro Fly").

Nach dem Erfolg des 1985er Albums aber schien irgendwie die Luft raus zu sein. Was vielleicht auch daran lag, dass es volle fünf Jahre dauerte, bis die Band mit "Recycler" ein neues Album herausbrachte, dass es hierzulande aber nicht mehr schaffte, sie erfolgreicher zu machen.

Etwas besser erging es da dem Sampler-Album "Greatest Hits", dass zwar einige neue Fans dazu brachte, ältere vielleicht aber ein bißchen verschreckte. Manche waren in dieser Zeit gar der Ansicht, dass es die Band gar nicht mehr gebe, weil man nichts Neues mehr hörte.

Nach einem weiteren Sampler erschien dann auch erst 1994 mit dem Album "Antenna" wieder etwas Neues. Doch auch diese, wie die weiteren Alben, lagen weit hinter dem Erfolg zurück, den sie 1983 oder 1985 hatten - zumindest bei uns.

1999 feierte die Band ihr 30jähriges Bestehen, es erschien die DVD "Greatest Hits" und die Band konnte außerdem eine Zahl aufweisen, die es im Musikgeschäft nicht oft gibt. 30 Jahre bestand die Band in derselben Besetzung, es gab in all den Jahren keine Änderungen. Für Konzerte und zur Verstärkung holten sie sich manchmal Musiker dazu, die Band selber aber bestand (und besteht bis heute!) nur aus Billy Gibbons, Dusty Hill und Frank Beard.


BESETZUNG
Billy Gibbons (Gitarre, Gesang) 1969 -
Dusty Hill (Bass, Keyboards, Gesang) 1969 -
Frank Beard (Schlagzeug, Percussions) 1969 -


DISCOGRAPHIE
1971: ZZ Top's First Album
1972: Rio Grande Mud
1973: Tres Hombres
1975: Fandango!
1977: The Best of ZZ Top (Sampler)
1977: Tejas
1979: Degüello
1981: El Loco
1983: Eliminator
1985: Afterburner
1990: Recycler
1992: Greatest Hits (Sampler)
1994: One Foot in the Blues (Sampler)
1994: Antenna
1996: Rhythmeen
1997: Incinerator (Sampler)
1999: XXX
2003: Chrome, Smoke & BBQ (Sampler)
2003: Mescalero
2004: Rancho Texicano - The Very Best of ZZ Top (Sampler)
2008: Live From Texas (Live-Album)


Frank Beard und Dusty Hill mit "American Blues"
1967: Is Here
1969: Do Their Thing

Billy Gibbons mit "The Moving Sidewalks"
1968: Flash


"Afterburner" auf CD bekommt man u.a. hier.

Tuesday, March 23, 2010

One Hit Wonder (6)

THE CATS
"One Way Wind"
von 1971
(Musik und Text: Arnold Mühren)


In den 70er und 80er Jahren kamen so manche gute Bands und Sänger aus Holland, wie "Luv'", "George Baker Selection", "BZN", "Golden Earring", "Hank and the Knife and the Jets", "Shocking Blues" oder "Snoopy".

Auch "The Cats" stammten aus Holland und waren in ihrer Heimat weitaus erfolgreicher als in anderen Ländern. Ihr Erfolg blieb auf ihr Heimatland und auf Deutschland beschränkt, wo sie einen großen Hit hatten: "One Way Wind".

Fast ebenso erfolgreich wurden zwar die Singles "Be My Day" und das sehr melodiöse "Let's dance", doch sind diese Lieder heute fast vergessen; lediglich "One Way Wind" hat die letzten paar Jahrzehnte überdauert.


DIE BAND
Sänger Cees Verrman (geboren am 6. Oktober 1943) und Bassist Arnold Mühren (geboren am 28. Januar 1944) waren Mitglieder in einer Skiffle Band. Gitarrist Piet Veerman (geboren am 1. März 1943) und Gitarrist Jaap Schilder (geboren am 9. März 1943) versuchten sich als Duo.

Die vier taten sich dann zusammen und gründeten die Band "The Mystic Four", später nannten sie sich in "The Blue Cats" um. 1966 holten sie sich Schlagzeuger Theo Klouwer (geboren am 30. Juni 1947) und benannten sich ein letztes Mal um: in "The Cats".

Die ersten Singles erschienen in Holland und mit Liedern wie "Times were When", "What a crazy Life", "Scarlet Ribbons" oder "Marian" erreichten sie dann auch Erfolge in Holland, die aber auf dieses Land beschränkt blieben.

"One Way Wind"; eine der schönsten Balladen der beginnenden 70er Jahre (wie ich finde):


Die Band erreichte Anfang der 70er Jahre erste Aufmerksamkeiten im Ausland, als dann 1971 "One Way Wind" erschien. In Deutschland wurde es ein ziemlicher Erfolg. Im November 1971 kam der Song bis auf Rang 4 in den Charts.

Danach verschwanden sie - im Ausland jedenfalls - aber wieder von der Bildfläche. Sie hatten weiterhin Erfolge in Holland und Teil-Erfolge auch bei uns, wie die schon angesprochenen Songs "Be my Day" oder "Let's dance".

Ende der 70er Jahre ließ auch ihr Erfolg in Holland nach. Die Band brachte nur noch sporadisch Alben heraus, die ausshalb ihrer Heimat wenig Auferksamkeit errangen. Im Zuge der "Oldie-Shows" traf sich die Band vor einigen Jahren zu einem Comeback zusammen, zu dem ein Best-of-Album erschien.


DISCOGRAPHIE


1968: Cats as Cats can
1969: Colour us Gold
1970: Portrait
1970: Take me with You
1971: Cats Aglow
1972: One Way Wind
1972: Lo Mejor
1972: Signey by the Cats
1973: At Home
1974: One Way Wind
1974: Love in your Eyes
1974: 10 Jaar
1975: Hard to be Friends
1975: We wish you a Merry Christmas
1976: Homerun
1977: Let's go together
1979: Times were when
1980: The End of the Show
1983: Third Life
1984: Live in Concert
1985: Flying high
1991: Live
1994: Shine on

Wednesday, March 17, 2010

Neil Diamond

The Ultimate Collection
(von 1996)

Auch in Deutschland ist der Name Neil Diamond den Musikfans wohl vertraut. Doch hat er bei uns nicht einmal annähernd den Ruhm und Erfolg, den er in anderen Ländern hat. In den USA ist er in der Liste der meistverkauften Interpreten hinter Barbra Streisand und Elton John auf Rang 3.

Er hat weltweit bis 2009 ca. 125 Millionen Tonträger verkauft, davon allein ca. 50 Millionen in Amerika. Schon 2000 wurde er von der "Songwriters Hall of Fame" mit dem "Lifetime Achievement Award" ausgezeichnet.

Neben Live-Alben und zahlreichen Samplern hat er bis letztes Jahr 29 Studio-Alben veröffentlicht. Schon vor seiner Zeit als Interpret und auch später wurde er bekannt als Songschreiber, der für andere teils erfolgreiche Hits geliefert hatte.


Titel-Liste

CD 1
1.) Sweet Caroline (Neil Diamond)
2.) Song Sung Blue (Neil Diamond)
3.) Cracklin' Rosie (Neil Diamond)
4.) Love on the Rocks (G. Becaud)
5.) Beautiful Noise (Neil Diamond)
6.) Forever in Blue Jeans (R. Bennett)
7.) Hello again (A. Lindgren)
8.) Red, red Wine (Neil Diamond)
9.) Everybody's Talking (Fred Neil)
10.) Girl, you'll be a Woman Soon (Neil Diamond)
11.) I'm a Believer (Neil Diamond)
12.) Heartlight (B. Bacharach, C. Bayer-Sager)
13.) Up on the Roof (Goffin, King)
14.) Desiree (Neil Diamond)
15.) If you know what I mean (Neil Diamond)
16.) Longfellow Serenade (Neil Diamond)
17.) Play me (Neil Diamond)
18.) You got to me (Neil Diamond)
19.) I (Who have Nothign) (Donida, Leiber, Stoller)

CD 2
1.) I am... I Said (Neil Diamond)
2.) Solitary Man (Neil Diamond)
3.) He ain't heavy, he's my Brother (Neil Diamond)
4.) Cherry, Cherry (Neil Diamond)
5.) Walk on Water (Neil Diamond)
6.) Soolaimon (Neil Diamond)
7.) The Sun ain't gonna shine anymore (Crewe, Gaudio)
8.) Stones (Neil Diamond)
9.) You've lost that Loving Feeling (Mann, Weil, Spector)
10.) Morning has Broken (Farjeon)
11.) Chelsea Morning (J. Mitchell)
12.) Mr. Bojangles (Walker)
13.) Yesterday's Song (Neil Diamond)
14.) Thank the Lord for the Night Time (Neil Diamond)
15.) Brothers Loves Travelling Salvation Show (Neil Diamond)
16.) September Morn (G. Becaud)
17.) Kentucky Woman (Neil Diamond)
18.) I got the Feelin' (Oh no, no) (Neil Diamond)
19.) America (Neil Diamond)
20.) Holly Holy (Neil Diamond)
21.) You don't bring me Flowers (A. Bergman, M. Bergman)


NEIL DIAMOND
Der Sänger, Musiker und Komponist wurde am 24. Januar 1941 in Brooklyn unter dem Namen Neil Leslie Diamond als Sohn von Akeeba und Rose Diamond geboren. Die Eltern waren Juden und waren aus Polen in die USA eingewandert. Während des Zweiten Weltkriegs war sein Vater in der Armee. In dieser Zeit lebten sie in Cheyenne in Wyoming und gingen erst nach dem Endes des Krieges nach Brooklyn zurück.

Er war gerade Teenager geworden, als er zum Geburtstag eine Gitarre bekam. Er lernte das Instrument zu spielen und begann auch bald erste Versuche im Komponieren.

Neil ging in die "Erasmus Hall High School" in Brooklyn, wo einer seiner Schulkameraden Barbra Streisand war, mit der er auch zusammen im Schulchor sang. Bald darauf gründete er mit seinem damaligen Freund Jack Packer das Duo "Neil & Jack". Die beiden traten in kleinen Country Clubs auf und schafften es dann auch, eine Single aufzunehmen, die aber in den Plattenläden verstaubte. Das Duo löste sich bald wieder auf.


1958 ging Niel Diamond auf die Universität in New York, um dort Medizin zu studieren. Doch die Leidenschaft für die Musik ließ ihm dafür keine Zeit und er brach dieses Vorhaben bald wieder ab. Er begann dann als Komponist zu arbeiten. Die ersten Jahre schaffte er zwar kleinere Erfolge, aber den großen Durchbruch nicht.

Neil Diamond mit (meiner Ansicht nach) einem seiner schönsten Lieder: "I am ... I said":


Der kam 1966, als die gecastete Band "The Monkeys" seinen Song "I'm a Believer" veröffentlichte. Es wurde ein gigantischer Erfolg. Nummer 1 in den USA, England und Anfang 1967 auch in Deutschland. Diamond nahm den Song übrigens Jahre später auch selber auf.

Als Interpret hatte er schon zwei oder dreimal Versuche unternommen, die aber nie besonders erfolgreich wurden. Als er jedoch 1966 den Song "Solitary Man" herausbrachte, verschaffte ihm dies einiges an Gehör. Das steigerte sich noch, als die Nachfolge-Single "Cherry Cherry" ihm seine erste Top-Ten-Plazierung einbrachte.

Noch 1966 erschien sein Debüt-Album "The Feel of Neil Diamond", das aber weitesgehend unbeachtet blieb. Den weiteren Alben erging es nur etwas basser, bis 1970 mit "Cracklin Rosie" sein erster Nummer-1-Hit kam. Mit dem dazu gehörenden Album "Tap Root Manuscript" erreichte er mit einer Nummer 13 in den LP-Charts seine bis dato höchste Plazierung.

Von nun an ging es immer weiter bergauf. In den Hitlisten stand immer öfter der Name Neil Diamond und mit seinem 1972 veröffentlichten Album "Moods" schaffte er es erstmals in die Top Ten der LP-Charts. 1973 schrieb er für den Film "Jonathan Livingston Seagull" ("Die Möwe Jonathan") die Filmmusik. Der Film selber wurde alles andere als ein Erfolg, der Soundtrack aber verkaufte sich mehr als nur zufriedenstellend. Diamond erreichte damit eine Nummer 2 in den Charts und wurde mehrfach mit Platin ausgezeichnet.


In den nächsten Jahren entstanden dann seine Hits, die ihn noch heute bekannt machen, Songs wie "Song sung Blue", "I am ... I said", "Sweet Caroline", "Shilo", "If you know what I mean", "Let me take you in my Arms again", "September Morn", "Desire", "Forever in Blue Jeans", "Heartlight" oder die wunderschöne Ballade "Beauftiful Noise".

Einmal versuchte er sich auch als Schauspieler. In "The Jazz Singer" ("The Jazz Singer") spielte er 1980 einen jungen Mann, der sich gegen die Wünsche seines Vaters stellt und Musiker werden will. Diamond spielte hier mit Laurence Olivier, Lucie Arnaz, Catlin Adams und Franklyn Ajaye.

Richard Fleischer inszenierte das Werk, das nach dem Theaterstück von Samson Raphaelson entstand (Drehbuch schrieben Herbert Baker und Stephen H. Foreman). Das blieb aber sein einziger Ausflug in den Beruf des Schauspielers.

Neil Diamond war zweimal verheiratet: von 1963 bis 1969 mit Jaye Posner, mit der er zwei Kinder hat. Ebenfalls zwei Kinder gingen aus der Ehe mit Marcia Murphy hervor, die von 1969 bis 1995 hielt.

Der Sänger ist bis heute aktiv. Im vergangenen Jahr entstand sein bisher letztes Album "A Cherry Cherry Christmas".


DISCOGRAPHIE
1966: The Feel of Neil Diamond
1967: Just for You
1968: Velvet Gloves and Spit
1968: Neil Diamond's Greatest Hits (Sampler)
1969: Brother Love's Travelling Salvation Show
1969: Touching you, touching me
1970: Gold: Recorded Live at the Troubadour (Live-Album)
1970: Shilo (Sampler)
1970: Tap Root Manuscript
1971: Do It (Sampler)
1971: Stones
1972: Hot August Night (Live-Album)
1972: Moods
1973: Double Gold (Sampler)
1973: Jonathan Livingston Seagull (Film Soundtrack)
1974: Serenade
1974: His Twelve Greatest Hits (Sampler)
1976: And the Singer sings his Songs (Sampler)
1976: Beautiful Noise
1977: Love at the Greek (Live-Album)
1977: I'm glad you're here with me Tonight
1978: Early Classics (Sampler)
1978: You don't bring me Flowers
1978: 20 Golden Greats (Sampler)
1979: September Mordn
1980: The Jazz Singer (Film Soundtrack)
1981: Love Songs (Sampler)
1981: On the Way to the Sky
1982: Twelve Greatest Hits Vol. 2 (Sampler)
1982: Heartlight
1983: Classics: The Early Years (Sampler)
1984: The Very Best of Neil Diamond (Sampler)
1984: Primitive
1986: Headed for the Future
1987: Hot August Night II (Live-Album)
1988: The Best Years of our Lives
1992: The Essential Collection (Sampler)
1992: Lovescape
1992: The Greatest Hits 1966 - 1992 (Sampler)
1992: The Christmas Album
1992: Glory Road: 1968 - 1972 (Sampler)
1993: Up on the Roof: Songs from the Brill Building
1994: Live in America 93 (Live-Album)
1994: The Christmas Album 2
1996: The Best of Neil Diamond (Sampler)
1996: The Ultimate Collection (Sampler)
1996: Tennessee Moon
1998: The Movie Album: As Time goes by
1999: The Neil Diamond Collection (Sampler)
2001: The Essential Neil Diamond (Sampler)
2001: Three Chord Opera
2002: Play me: The Complete Uni/MCA Studio Recordings (Sampler)
2003: Stages (Live-Album) (Box mit 5 CDs mit Live Aufnahmen und einer DVD)
2005: 12 Songs
2006: The Best of Neil Diamond (Sampler)
2007: Classics - The Universal Masters Collection (Sampler)
2008: Home before Dark
2009: Hot August Night / NYC (Live-Album)
2009: The Essential Neil Diamond (Limited Edition) (Sampler)
2009: A Cherry Cherry Christmas


Die Doppel-CD "The Ultimate Collection" bekommt man u.a. über diesen Link.

Sunday, March 14, 2010

One Hit Wonder (5)

BELL BOOK AND CANDLE
"Rescue me"
von 1997

Musik: Andy Birr, Hendrik Röder
Text: Jana Groß, B. Lennox, Andy Birr
Produzenten: Ingo Politz und Bernd Wendlandt
aus dem Album "Read my Sign" (1997)


Es gibt Lieder, die sind beim ersten Anhören merkwürdig, fast schon befremdlich. Wenn man sich solche Lieder anhört, muss man sich schon dazu zwingen. Aber nach und nach entwickeln sie ihren eigenen Reiz und können auf andere Art begeistern.

Ein solches Lied ist "Recsue me" der Band "Bell, Book and Candle". Man hält es zunächst für eine Ballade, das ist es aber nicht - jedenfalls nicht im eigentlichen Sinn. Einen großen Anteil am Gelingen des Songs hat die Sängerin der Band, die (nicht nur diesem) Lied ihre eigenen Note gibt.

"Recsue me" war die allererste Single der Gruppe und diese wurde zu einem großen Erfolg - leider konnten sie diesen Erfolg später nicht mehr wiederholen.

Die Band 2009 bei einem Auftritt mit ihrem Erfolgshit "Rescue me":

DIE BAND
Gegründet wurde die Band bereits 1994 von Sängerin Jana Groß, Bassist Hendrik "Henne" Röder und Gitarrist und Schlagzeuger Andy Birr. Röder war als ausgebildeter Musiker schon in mehreren Projekten tätig gewesen und auch Andy Birr hatte die Musik zu seinem Beruf gemacht. Auch er war bei anderen Musiker schon zur Unterstützung im Studio gewesen.

Die beiden lernten Jana Groß kennen, die vor der Gründung der Band u.a. als Kellnerin in einer angesagten Disco in Berlin gearbeitet hatte. Man fand bald heraus, dass gemeinsame Interessen vorhanden waren und die Gründung einer Band war da bald beschlossene Sache und wurde 1994 in die Tat umgesetzt.


DER ERFOLG
Erst 1997 bekam die junge Band endlich einen Plattenvertrag und bereits ihre erste Single "Rescue me" wurde ein durchschlagender Erfolg. Das Lied erreichte in Deutschland Rang 3 in den Charts, in Schweden Rang 8, in der Schweiz Rang 6 und in Österreich stoppte es erst auf Rang 2.

Die Gruppe wurde für diese Single in Deutschland mit mehreren Gold- und Platin-Auszeichnungen geehrt und auch in der Schweiz hagelte es Preise.

Auch das dazugehörende Album "Read my Sign" wurde für ein Debüt-Werk ein beachtlicher Erfolg. Es bietet abwechslungsreiche Pop-Musik, von denen Songs wie "Hurry up", "Heyo", "Rhapsody in Blue" oder - das meiner Ansicht nach beste Lied des Albums - "So right" hervorstechen.


SPÄTER
Leider war es das auch schon in Sachen Erfolg. Weitere Veröffentlichungen der Band kamen in puncto Erfolg nicht mal in die Nähe der Debütsingle. Bereits die Nachfolge-Single "Read my Sign" erreichte in Deutschland nur noch Rang 53. Auch in Österreich kam das Lied nicht über den 26. Rang in den Hitlisten hinaus.

Weitere Veröffentlichungen erging es noch schlechter, so kamen die Lieder "Bliss in my Tears" von 1998 nur noch auf Rang 79 in den deutschen Charts und das 2001 veröffentlichte "Catch you" stoppte bereits auf Rang 73. Einige weitere Singles schafften nicht mal den Einstieg in die Hitlisten.

Auch den weiteren Alben erging es da bedauerlicherweise ähnlich wie den Singles. Die meisten kamen auch hier nicht mal in die Listen hinein. Dennoch ist die Band weiterhin aktiv und veröffentlicht auch weiterhin CDs. Im vergangenen Jahr brachten sie das Album "3 Days under Pressure" heraus.


DISCOGRAPHIE
1997: Read my Sign
1999: Longing
2001: The Tube
2003: Prime Time
2005: Bigger
2009: 3 Days under Pressure (Unplugged)

Saturday, February 13, 2010

One Hit Wonder (4)


REAL LIFE
"Send me an Angel"
von 1983

Musik und Text: David Sterry und Richard Zatorski
Produzent: Ross Cockle
aus dem Album "Heartland" (1983)

Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts machte sich in der Pop-Musik immer mehr der Einfluß von elektronischer Musik bemerkbar. Nach vorsichtigem Einsatz von Synthesizern und Computermusik gab es bald Bands, die ihre Musik vollständig von elektronischen Geräten her bezogen.

Manchen Bands aber gelang eine gute Mischung aus elektronischer und "handgemachter" Musik, wie der Band "Real Life", die 1983 mit ihrem Debüt-Song "Send me an Angel" ihren ersten und grössten Erfolg feiern sollten.


DIE BAND
In Australien erschien irgendwann Ende der 70er Jahre die Band "The Wires" auf der Bildfläche, die aus David Sterry, Richard Zatorski und Alan Johnson bestanden. 1980 nannte sich die Band in "Real Life" um und konnte sich auf lokalem Raum einen Namen als Live-Band machen.

Ab 1982 holten sich Sänger und Gitarrist David Sterry (geboren am 31. Mai 1954), Keyboarder Richard Zatorski (geboren am 20. August 1957) und Bassist Allan Johnson (geboren am 21. Dezember 1957) noch Schlagzeuer Danny Simcic (geboren am 6. Oktober 1962) als ständiges Mitglied in die Band. Noch im selben Jahr bekam die junge Band ihren ersten Plattenvertrag und die Arbeit am ersten Album begann.

1983 erschien dann die Single "Send me an Angel" - sie wurde ein überwältigender Erfolg. Hohe Chart-Positionen in vielen Ländern waren das Ergebnis dieses Liedes: Nummer 1 in Neuseeland und in Deutschland, Nummer 2 in der Schweiz, Nummer 6 in Australien, Nummer 4 in Schweden, Nummer 18 in Kanada, Nummer 19 in Spanien, Nummer 29 sogar in den USA und eine Nummer 9 in Österreich - was in diesem Land allerdings ihre erste und einzige Chart-Notierung war.

Das Lied wurde 1989 als Single-Auskopplung aus dem Best-of-Album "Best of Real Life: Send me an Angel" noch einmal als Single veröffentlicht und sogar hier kletterte sioe in den USA noch auf Rang 26 - höher noch als beim ersten Erscheinen. In Deutschland kam das Lied erstmals am 51. Mai 1984 auf die Nummer 1 und blieb dort für 4 Wochen.

"Send me an Angel" wurde bis heute über zwanzigmal von anderen Bands und Künstlern aufgenommen, doch keine dieser Versionen kam auch nur annähernd an den Erfolg des Originals heran. Bereits 1984 erschien eine Version auf dem Album von Niclas Wahlgren in Schweden oder von der Band "Tycho Brahe" in Australien. Weitere Künstler, die das Lied neu aufnahmen, waren: "Project Caya" (1998), "Deadstar Assembly" (2002), Denison Marrs (2002), "Gregorian" (2006), "The Dreaming" (2008), Soraya Arnelas (2006), "Missing Hours" (2008) oder "Lovematic feat. Sharon May Linn" (2009).

Der Videoclip zu "Send me an Angel":


DAS ERSTE ALBUM
Das zur Single gehörende Album erschien ebenfalls 1983 und trug den Titel "Heartland". Alle Lieder auf dem Album - auch "Send me an Angel" - stammten aus der Feder von David Sterry und Richard Zatorski. Der Stil des Albums und der Erfolgs-Single kann man mit Synthie-Pop oder einfach nur mit Pop-Musik umschreiben.

Höhepunkte der LP sind "Under the Hammer", "Breaking Point", das sehr gelungene "Exploding Bullets" und die beiden Songe, die als weitere Singles noch veröffentlicht wurden. "Catch me I'm falling" und "Always". Hier ist vor allem "Catch me I'm falling" ein musikalischer Genuß und gefällt mir jedenfalls weitaus besser als die Erfolgssingle "Send me an Angel".

Dennoch konnt die Nachfolge-Single nicht an den Erfolg der ersten anknüpfen. Der Song kam lediglich in Australien auf einen hohen Rang (Nummer 8) und in Deutschland, wo er auf die Nummer 9 kam. In der Schweiz konnte die Band noch einen 12. Rang zur Kenntnis nehmen, in allen anderen Ländern fiel das Lied durch - mir unevrständlich. Auch die dritte Single "Always" kam an die Erfolge der ersten nicht mehr heran - im Gegenteil. Nur in Deutschland wurde es mit Rang 56 in den Charts gesehen.

Das Album "Heartland" wurde ein ziemlicher Erfolg: in den LP-Charts wurde es in Deutschland auf dem 12. Rang registriert, in der Schweiz auf Platz 10 und sogar in den USA auf Rang 58, was für das Debüt-Album einer australischen Band durchaus respektabel war.


DEN ZENIT ÜBERSCHRITTEN
Nach dem Überaschungserfolg von 1983 sollte der Erfolg die Band von nun an nicht mehr einholen. 1985 erschien das Album "Flame"; aus dem vorher die Single "Face to Face" ausgekoppelt wurde. Das Lied gefiel mir persönlich sehr gut, fiel aber in fast allen Ländern vollständig durch. In Australien kam es auf Rang 32 und in Deutschland sogar nur auf Rang 52.

Das Album kam auch in vielen Ländern zu keinem Erfolg mehr. Nach dem 1986er Album "Down comes the Hammer" erschienen neue nur noch sporadisch. In Europa hörte man von der Band fast gar nichts mehr. Bald standen Personalwechsel an, so waren von 1990 bis 1996 Steve Williams als Keyboarder dabei, er wurde ab 1996 durch George Pappas ersetzt, der aber 2005 ging. In der letzten Zeit waren Pappas und Gründungsmitglied David Sterry nur noch als Duo aufgetreten.

Ab 2006 spielte Sterry dann allein als "Real Life" und trat nur noch auf Festivals und kleinen Veranstaltungen auf. 2003 erschien mit "Imperfection" das letzte Studio-Album.


BESETZUNG
David Sterry (Gitarre, Sänger) 1980 -
Richard Zatorski (Keyboards) 1980 - 1990
Allan Johnson (Bass) 1980 - ca. 2002
Danny Simcic (Schlagzeug) 1982 - 2004
Steve Williams (Keyboards) 1990 - 1996
George Pappas (Keyboards) 1996 - 2005
Scott Ingram (Schlagzeug) 2004 - 2005


DISCOGRAPHIE
1983: Heartland
1984: Master Mix (Remix-Versionen der bisherigen Singles - erschien in einer limitierten Auflage von 10.000 Exemplaren in Europa und Australien)
1985: Flame
1986: Down comes the Hammer
1989: Let's fall in Love (Sampler)
1989: Best of Real Life: Send me an Angel
1990: So far (Sampler)
1990: Lifetime
1996: Like a Ghost (EP)
1997: Happy
1999: Happier (Neuerscheinung des Albums "Happy" auf CD mit Bonus-Liedern)
2001: Send me an Angel (Best of Real Life) (Neuerscheinung des 1989er Best-of-Albums)
2003: Imperfection
2004: Imperfection (Neuerscheinung des 2003er Album mit Bonus Liedern)

Sunday, February 7, 2010

Bee Gees


Greatest
(von 1979)

Ab Mitte der 70er Jahre kam in der internationalen Popmusik das auf, was man heute allgemein als typischen "Disco-Sound" bezeichnet. Vor allem ab ca. 1977 die wohl erfolgreichsten Vertreter diese Richtung war die Band "Bee Gees", die mit Hits wie "Jive Talkin'", "You should be Dancing", "Night Fever" und vor allem "Stayin' Alive" teilweise weltweit riesige Erfolge feierten.

Während die Band aber vor dieser Zeit in Deutschland seit Ende der 60er Jahre nur Fans bekannt war, hatten sie schon lange davor große nationale Erfolge in Australien. Dort waren sie seit Anfang der 60er Jahre bereits als Musiker tätig und hatten ihre feste Fangemeinde.

1966 gingen sie nach England, wo sie auf einem neuen Label weitermachten und ihren Erfolg noch weltweit vergrössern konnten.


Titel-Liste

CD 1
1.) Jive Talkin'
2.) Night Fever
3.) Tragedy
4.) You should be Dancing
5.) Stayin'  alive
6.) How deep is Your Love
7.) Love so right
8.) Too Much Heaven
9.) (Our Love) Don't throw it all away
10.) Fanny (Be Tender with my Love)

CD 2
1.) If I can't have You
2.) You stepped into my Life
3.) Love me
4.) More than a Woman
5.) Rest your Love on me
6.) Nights on Broadway
7.) Spirits (Having flown)
8.) Love you inside out
9.) Winds of Change
10.) Children of the World


Das Album erschien bereits in mehreren Versionen auf CD. 2007 erschien eine Version, auf der es verschiedene Bonus-Lieder gab:
1.) Warm Ride
2.) Stayin'  alive (Promo "12 Version)
3.) You should be dancing (Remix)
4.) If I can't have You (Remix)
5.) Night Fever (Remix)
6.) How Deep is your Love (Remix)
7.) Stayin'  alive (Remix)


In ihrer erfolgreichsten Zeit Ende der 70er Jahre hatte die Band in manchen Ländern mehrere Songs zur selben Zeit auf den oberen Plätzen der Charts zu stehen. Als Komponisten waren sie ebenso erfolgreich. Wieviele ihrer Lieder von anderen Interpreten neu aufgenommen wurden, lässt sich wohl nur noch schwer sagen. Es soll allein von dem Lied "How deep is Your Love" 400 verschiedene Versionen geben.

Lieder der Bee Gees wurden gespielt und gesungen von vielen bekannten Künstlern und die Liste der Songs, die von anderen teilweise allein aufgenommen wurden, ist ebenso sehr lange. Die folgenden Lieder stammen alle aus der Feder der Brüder Gibb: "If I can't have You" wurde ein großer Hit für Yvonne Elliman, "Spicks and Specks" wurde in den 60ern von "Status Quo" aufgenommen, Olivia Newton-John sang das Lied "Come on over", Barbra Streisand interpretiere die Kompositionen "Heartbreaker" und "All the Love in the World" und Frankie Valli sang den Song "Grease".

Die Band bekam im Laufe ihrer Karriere zahlreiche Auszeichnungen. Ein paar davon: den "Grammy" bekamen sie fünfmal. 1968 für "Massachusetts", 1978 für "How Deep is your Love", 1979 für das Album des Jahres, 1980 gleich zwei für den besten Song und als Produzenten des Jahres. 2003 wurde ihnen der "Grammy Legend Award" überreicht.

1997 wurden sie in die "Rock and Roll Hall of Fame" aufgenommen, im selben Jahr bekamen sie den "Brit Award" und den "World Music Award" für ihr Lebenswerk, sowie den "American Music Award". Im selben Jahr wurde ihen der "Bambi" überreicht. 2004 wurden sie in die "Dance Music Hall of Fame" aufgenommen und 2007 erhielten sie einen Preis als "Ikonen des Pop".


DIE BAND
Die "Bee Gees" bestanden in der Hauptsache aus den drei Brüdern Barry, Robin und Maurice Gibb. Robin und Maurice waren Zwillingsbrüder, die beiden wurden am 22. Dezember 1949 in Douglas, auf der Isle of Man, geboren. Drei Jahre vorher wurde ebenfalls in Douglas Barry Gibb, am 1. September 1946, geboren.

Die Familie zog zunächst nach Manchester, wo am 5. März 1958 noch Andy Gibb zur Welt kam. Auch Andy Gibb war später als Sänger tätig, erreichte aber nicht den Erfolg seiner Brüder. Er sang auch nie offiziell bei den "Bee Gees" mit. Einzelne Erfolge hatte er dennoch, so wurde er auch bei uns 1978 mit dem Lied "Shadow Dancing" bekannt, mit dem er in den USA seinen dritten und letzten Nummer-1-Erfolg landen konnte.

Andy Gibb starb überraschend in Oxford an einer Erkrankung des Herzmuskels am 10. März 1988, fünf Tage nach seinem 30. Geburtstag.

Die Familie Gibb zog noch 1958 nach Australien, wo Barry, Robin und Maurice Gibb erste Gehversuche als Sänger unternahmen. Bereits als Kinder standen sie unter verschiedenen Band-Namen auf der Bühne. In ihrer neuen Heimat wurden sie immer bekannter, so bekannt, das sie schon 1960 erste Auftritte im Fernsehen hatten. Drei Jahre später erschien ihre erste Single "Three Kisses of Love".

1966 hatten Barry (der schon zu dieser Zeit als Songschreiber erfolgreich war), Robin und Maurice in Australien ihren ersten Nummer-1-Hit mit "Spicks and Specks". Zu dieser Zeit aber waren sie bereits auf dem Weg nach England, wo ihre Karriere immer besser lief. Ihre Platten erschienen fortan eine ganze Weile lang auf dem "RSO"-Label von Robert Stigwood.


KARRIERE
Ab 1966/67 begann dann ihr Erfolg, der sie schnell außerhalb Englands in vielen Ländern der Welt bekannt machen sollte. Es erschienen Singles wie "New York Mining Disaster 1941", "To love Somebody", "World", "Words" oder der Mega-Hit "Massachusetts", der sie 1967 auch bei uns fast schlagartig bekannt machte.

Mit diesem Lied schafften sie eine Nummer 1 in den Charts in England, Deutschland und auch Kanada, auch in den USA kamen sie damit bis auf den 11. Rang. Das Lied blieb in Deutschland ganze 8 Wochen auf der Nummer 1 und wurde damit (was die Chart-Notierungen betrifft) zusammen mit "Night Fever" ihr erfolgreichstes Lied. Das dazugehörende Album "Bee Gees 1st" wurde zum ersten Mal ebenfalls erfolgreich. Sie kamen damit auf vorderste Plätze in einigen Ländern: Nummer 8 in den USA, Nummer 7 in England, oder Nummer 10 in Australien.


So hochgelobt sie in der ersten Zeit waren, so schnell ging es bergab. Bald fanden viele Kritiker an all ihren Arbeiten etwas auszusetzen und auch die Erfolge liessen nach. Das ging soweit, dass sich die Brüder 1969 offiziell trennten. Barry und Maurice Gibb machten eine Zeit lang als Duo weiter, doch bald gingen alle drei getrennte Wege.

Die Trennung war aber nicht von langer Dauer, bereits ab Sommer 1970 fanden sich die drei Brüder wieder zusammen und im November des Jahres erschien das nächste Album "2 Years on". Neue Hit-Erfolge in den USA schlossen sich ziemlich schnell nach der Wiedervereinigung an mit Hits wie "Lonely Days" oder "How can you Mend a broken Heart".

In Europa aber - auch bei uns - ging es für die "Bee Gees" mehr und mehr in die Versenkung, kaum noch nenneswerte Hits kamen bis in die 70er Jahre.

Der Videoclip zum Erfolgs-Hit "Night Fever" (1978):


DIE "DISCO"-ÄRA
Das änderte sich erst mit dem Aufkommen der "Disco"-Musik, die auch in Deutschland ab etwa 1976 zu den erfolgreichsten Stilen gehörte. Erste Erfolge der Band kamen mit Liedern wie "Jive Talkin'" (1975) oder "You should be dancing" (1976), die sie bei uns wieder bekannt machte. Mit "Jive Talkin'" gelang ihnen in den USA seit vier Jahren mal wieder eine Nummer 1 in den Hitlisten. Auch "You should be dancing" stand in den USA für eine Woche auf Rang 1. Zu dieser Zeit waren sie aber noch weit von dem Ruhm entfernt, den sie ab Ende der 70er Jahre hatten.

Nach einem ersten Hit mit "How deep is your Love" kam im Dezember 1978 die Single "Stayin' alive" heraus, die der Band gigantische Hit-Erfolge brachte. Mit diesem Song kamen sie in den Niederlanden, Kanada, Australien und auch in den USA (für 4 Wochen) auf die Nummer 1. In Deutschland stoppte das Lied kurz vor dem Finale auf Rang 2. "Stayin' alive" wurde zu einer Art Hymne der Disco-Ära. Zu einem Lied, dass einem oft sofort einfällt, wenn die Pop-Musik der 70er Jahre gemeint ist.

All diese Hits übrigens sind auch auf dem Film-Soundtrack-Album "Saturday Night Fever" zu hören, dass auch heute noch eines der erfolgreichsten Filmmusik-Alben ist. Die Doppel-LP kam damals in England, Deutschland, Australien, Norwegen, Japan, Italien, Spanien, Kanada und den USA auf die Nummer 1 der LP-Charts.


1978 erschien dann die Single "Night Fever", die ihren Status als Superstars nicht nur untermauerte, sondern "in Stein meißelte". Erneut eine Nummer 1 in England, Kanada und den USA, wo der Song für 8 Wochen an der Spitzenposition stand. Nummer 2 in Deutschland, Nummer 3 in den Niederlanden und (merkwürdigerweise) "nur" Nummer 7 in Australien.

Mit dem Jahr 1979 war der Höhenflug aber überstanden. Nicht, dass die Erfolge ausblieben, aber in solche Höhen wie 1977/78 kam die Band nicht mehr. In den USA wurden die Singles "Too much Heaven" (eine sehr schöne Ballade) und "Tragedy" (beide 1979) noch Nummer 1-Erfolge und auch die noch nachgeschobene Single "Love you inside out" schaffte in den USA für eine Woche die Nummer 1. All diese eben genannten Singles stammen aus dem 1979er Album "Spirits having flown".


DIE 80er
In den 80er Jahren blieb ihr Erfolg dann wieder aus. Das ging soweit, dass viele hierzulande (ich auch) dachten, die Band gäbe es gar nicht mehr.

An LP's gab es nur "Living Eyes" (1981) und 1983 den Film-Soundtrack zu "Staying Alive", der aber kein großer Erfolg wurde. Die LP kam nur in Deutschland auf die Nummer 1 der Charts, in vielen anderen Ländern fiel sie durch. In den USA stoppte sie schon auf Rang 96.

In dieser Zeit machten Barry und Robin Gibb wieder durch Solo-Projekte von sich reden. Während Barry Gibb aber mit dem Lied "Shine, shine" nur einen mässigen Erfolg hatte, landete Robin Gibb ziemliche Hits mit Liedern wie "Juliet" oder "Another lonely Night in New York" - vor allem das letzte Lied gefällt mir sehr gut.

Dann kam 1987 und die neue Single "You win Again" und der alte Erfolg war fast wieder wie damals vorhanden. Ein neuer Stil, moderner aufgenommen, aber immer noch die Qualität der alten Songs. Die Single kam in England (für 4 Wochen) und für 6 Wochen sogar in Deutschland auf die Nummer 1. Merkwürdigerweise wurde das dazugehörende Album nicht der große Erfolg. In den USA kam die LP immerhin bis auf einen 6. Rang, in England bis auf Rang 14, aber in Deutschland oder in Australien erschien sie gar nicht in der LP-Hitliste.

Aber die Band war wieder da: das bewies auch das Folge-Album "One", das 1989 in den Läden stand. Rang 29 in England, Nummer 4 in Deutschland, Nummer 29 in Australien, aber nur Platz 68 in Deutschland. Es erschienen die Singles "One" und "Ordinary Lives", die aber ebenfalls nicht einmal annähernd in die Erfolgshöhen wie viele ihrer Vorgänger kamen.


DANACH
Die Glanzzeit der Band war anscheinend vorüber. Es kamen weiterhin Alben wie "High Civilization" (1991), "Size isn't everything" (1993), "Still Waters" (1997) oder das Live-Album "One Night only", doch keines davon wurde zu einem überwältigenden Erfolg. Allerdings waren die Alben auch kein Mißerfolg, einige von diesen - so "Still Waters" - konnte in einigen Ländern noch bis fast an die Spitzenposition kommen. Die Band war nicht untergegangen, aber aus vielen Ländern eben aus den Hitlisten verschwunden.

2001 erschien dann ihr vorerst letztes Studio-Album "This is where I came", dass in den USA immerhin auf Rang 6 und in England auf die Nummer 16 kam.


2003 musste die Gibb-Familie erneut einen schweren Verlust hinnehmen. Nach dem Tod von Andy Gibb starb nun am 12. Januar 2003 auch Maurice Gibb an den Folgen einer Herzattacke. Er wurde 53 Jahre alt. Das Ende der Band wurde dann 2006 offiziell.

Neue Projekte sollten nicht mehr als "Bee Gees" beginnen, sonder als die "Brothers Gibb". Aber bis heute kam kein neues Projekt, zumindest nicht in Form eines neuen Albums. Barry und Robin Gibb erhielten 2004 die Ehrendoktorwürde der Uni in Manchester. Auch an Maurice wurde diese Ehrung posthum verliehen.


EIN DRITTES COMEBACK?
Im November 2009 liessen Barry und Robin Gibb in Interviews bekannt werden, dass sie einen neuen Anlauf als Musiker starten wollen. Ob und wann nach diesen Ankündigungen etwas kommt, ist noch unbekannt.



DISCOGRAPHIEN

BEE GEES
1965: The Bee Gees sing and Play 14 Barry Gibb Songs
1966: Spicks and Specks
1967: Bee Gees 1st
1968: Horizontal
1968: Idea
1969: Odessa
1969: Best of Bee Gees (Sampler)
1970: Cucumber Castle
1970: 2 Years on
1971: Trafalgar
1972: To whom it may Concern
1973: Life in a Tin Can
1973: Best of Bee Gees, Volume 2 (Sampler)
1974: Mr. Natural
1975: Main Course
1976: Children of the World
1976: Bee Gees Gold (Sampler)
1977: Saturday Night Fever (Film-Soundtrack)
1977: Here at Last... Bee Gees (Live-Album)
1979: Greatest (Sampler)
1979: Spirits having Flown
1981: Living Eyes
1983: Staying Alive (Film-Soundtrack)
1987: E.S.P.
1989: One
1990: The Very Best of the Bee Gees (Sampler)
1991: High Civilization
1993: Size isn't everything
1997: Still Waters
1998: One Night only (Live-Album)
2001: This is Where I came in
2001: Their Greatest Hits: The Record (Sampler)
2004: Number Ones (Sampler)
2005: Love Songs (Sampler)
2009: The Ultimate Bee Gees (Sampler)


BARRY GIBB - Solo
1984: New Voyager
1988: Haws (Film-Soundtrack)
2006: The Eaten Alive (Demos)
2006: The Guilty Demos
2006: The Heartbreaker Demos
2006: The Eyes that see in the Dark (Demos)


ROBIN GIBB - Solo
1970: Robin's Reign
1983: How old are You?
1984: Secret Agens
1985: Walls have Eyes
2003: Magnet
2005: Robin Gibb with the Neue Philharmonic Frankfurt Orchestra (Live-Album)
2006: My favourite Christmas Carols

Dieser Link führt zur Bestellung der Doppel-CD mit den Bonus-Liedern.

Saturday, January 30, 2010

One Hit Wonder (3)


F. R. DAVID
"Words"
von 1982

aus dem Album "Words" (1982)
Musik und Text: Robert Fitoussi, Marty Kupersmith, Louis S. Yaguda
Produzent: Frederic Leibovitz

F. R. David ist ein klassisches "One-Hit-Wonder": vor seinem 1982 veröffentlichten Song "Words" hatte man bei uns von ihm kein Wort gehört. In Frankreich und als Studiomusiker in den USA hatte er sich davor einen Namen machen können, doch war ihm der große Erfolg bis dato versagt geblieben.

Mit der Single "Words" konnte er gigantische Erfolge einfahren: die Platte wurde acht Millionen mal verkauft und in England war sie 1983 unter den Top 20 der meistverkauften Singles überhaupt. Das Lied erreichte die Nummer 1 in Österreich, Irland, Norwegen, Schweden, Schweiz und auch in Deutschland erkletterte sie am 27. September 1982 die Nummer 1, wo sie für volle 11 Wochen blieb.

In den Niederlanden erreichte F. R. David damit einen 2. Rang, ebenso wie in Italien, in Spanien stieg der Song bis auf Rang 6 und in England bis auf Rang 2.



F. R. David mit "Words" bei einem Auftritt:


F. R. DAVID
Der Sänger wurde unter dem Namen Elli Robert Fitoussi David am 1. Januar 1947 im tunesischen Menzel Bourguiba geboren. Als er zehn Jahr alt war, zog er mit seiner Familie nach Paris um. Noch vor dem Erwachsenenalter begann er in verschiedenen Bands zu spielen und bekam 1967 seinen ersten Plattenvertrag unter dem Pseudonym F. R. David.

Die ersten Singles erschienen noch vor Ende der 60er Jahre, doch vorwiegend nur in Frankreich. Ab Anfang der 70er Jahre war er als Studiomusiker tätig, so spielte er aus dem Album "Earth" (1972) von Vangelis mit. Nach einem kurzen Gastspiel in der Band "Les Variations" ging er in die USA, wo er sich einen Ruf als Studiomusiker aufbauen konnte.

1978 schuf er mit dem Ex-"Les Variations"-Gitarristen Marc Tobaly das Projekt "King of Hearts", aus dem ein Album und eine Single herauskamen, die aber ebenso keinen internationalen Erfolg bekam.


DER GROSSE UND EINZIGE HIT
Dann erschien 1982 das von ihm selbst co-komponierte "Words", mit dem er schlagartig in vielen Ländern bekannt wurde - auch in Deutschland, wo der Song im Radio und in den Discotheken rauf und runter gespielt wurde. Auf Promotiontouren trat er fast mit Sonnenbrille und einer weißen Gitarre, einer "Fender Stratocaster" auf.

Über Frankreich und Deutschland trat der Song auch seinen Siegeszug in England an, wo er im April 1983 erfolgreich wurde. Selbst in den USA kam David damit bis auf einen 62. Rang in den Charts.

Doch mit diesem Lied hatte er bereits den Zenit seines Erfolges erreicht und überschritten. Alle weiteren Projekte fielen international vollständig durch. Am erfolgreichsten war noch die Single "Pick up the Phone", die 1983 erschien und in Deutschland auf Rang 26 kam - in allen anderen Ländern blieb sie erfolglos.

Weitere Single-Veröffentlichungen wie "Music" (1983) oder "I need You" konnten so gut wie keinen Erfolg mehr verbuchen. "Music" kam in den englischen Charts bis auf Rang 71 und "I need You" kam bei uns auf Rang 33.

Als Produzent und als Musiker auf lokalem Raum ist F. R. David aber heute noch aktiv.


DISCOGRAPHIE
1982: Words
1984: Long Distance Flight
1987: Reflections
1991: Greatest Hits (Sampler)
1999: F. R. David 1999 (Sampler)
2007: The Wheel
2009: Numbers

Friday, January 8, 2010

One Hit Wonder (2)


SPRINGWATER
"I Will Return"
von 1971
(Musik: Phil Cordell)

"I Will Return" ist ein Instrumental-Song mit einer eingehenden sehr schönen Melodie. Der Song war nicht nur in Deutschland sehr bekannt, doch schon Jahre später geriet der Name in Vergessenheit.

Das Lied selber wurde immer wieder erkannt, doch eben Interpret und oft auch der Titel des Liedes gingen irgendwann unter. Ich selber habe das Lied in den 80er Jahren per Zufall entdeckt und habe damals sehr lange danach gesucht - vergeblich gesucht, da ich nicht wusste, wie das Lied hieß, geschweige denn, von wem es war. Erst auf einem Sampler habe ich es endlich per Zufall gefunden - damals noch auf LP.

"Springwater" war weder der Name einer Band, noch eines Orchesters. Hinter diesem Namen verbarg sich der Mulit-Instrumentalist Phil Cordell (geboren sm 17. Juli 1947 in London).



Cordell war schon seit seiner Kindheit von der Musik begeistert. Nach seiner Schulzeit gründete er in Endfield seine erste Band, "Steve Douglas and the Challengers". Neben dem namensgebenden Steve Douglas als Sänger bestand die Band aus Rhythmus-Gitarrist Mick Ware, Bassist Geoff Hawkins, Schlagzeuger Derek Gough und Phil Cordell als Lead-Gitarrist.

Die neue Band versuchte durch Fleiß ihre mangelnde Bekanntheit wettzumachen und ging auf Tourneeen, die sie auch schon früh ins Ausland führten. Bassist Geoff Hawkins wurde bald durch Freddie Fields ersetzt, doch dieser und auch Steve Douglas verliessen die Band bald.

Cordell engagierte Bassist Paul Kendrick und benannte die Band um in "Tuesday Children". Es wurde sogar einige Aufnahmen im Studio gemacht, die auch auf Platte erschienen, doch Cordell war es diesmal, der der Band 1967 den Rücken kehrte, um alleine weiterzumachen.


Noch 1967 brachte Cordell den Song "Red Lady" heraus. Bei diesen Aufnahmen spielte er fast alle Instrumente selber. Seine Arbeit brachte ihm in Fachkreisen Anerkennung ein, der große Erfolg aber blieb aus.

Phil Cordell's erfolgreiche Komposition "I Will Return":


1971 erschien er dann als "Springwater" und der Song "I Will Return" kam. Das Lied wurde ein überwältigender Erfolg. Nummer 5 in England, Nummer 1 in der Schweiz und auch bei uns erreichte das Lied Ende 1971 die Charts. Volle 18 Wochen blieb es darin und eroberte mit Platz 3 den höchsten Rang.

Leider konnte Cordell den Erfolg nicht wiederholen. Er spielte ein Album als "Springwater" ein, das in den Plattenläden verstaubte. Niemand nahm davon Notiz - heute ist es für Fans ein gesuchtes Sammler-Objekt.

1974 kehrte Cordell wieder in die Hitlisten zurück. Als "Dan the Banjo Man" veröffentlichte er den (erneut) Instrumental-Song "Dan the Banjo Man". Vom Stil her ganz anders als "I Will Return" ist aber auch dieses Lied ein echter Ohrwurm. Ebenso schön wie sein erster Hit. Mit diesem Lied erreichte er unter dem neunen Namen auch die Nummer 1 in den deutschen Charts.

Aber auch hier ging das dazugehörige Album sang- und klanglos unter und Cordell verschwand fast ganz aus der internationalen Musikszene. Er nahm weiterhin Songs auf und veröffentlichte Lieder wie "Back in Your Arms", "Cheatin' in the Dark" oder "Roadie for the Band", doch fast keines davon dürfte hierzulande bekannt sein.

2005 veröffentlichte er noch die CD "Dan the Banjo Man", mit teils unveröffentlichten Aufnahmen und einer Neueinspielung von "Dan the Banjo Man".

Phil Cordell starb überraschend am 31. März 2007 im Alter von nur 59 Jahren. Er war zweimal verheiratet und hatte drei Kinder.


"I Will Return" wurde in Deutschland als Cover-Version 1972 aufgenommen. Michael Holm (geboren am 29. Juli 1943) sang dieses Lied unter dem Titel "Du weinst um mich". Hierzulande wurde dieser Titel recht erfolgreich, er kam in den Charts bis auf Rang 17.

Tuesday, January 5, 2010

Huey Lewis And The News


Sports
(von 1983)

Die Fans der Musik der 80er Jahre kennen mit Sicherheit Lieder wie "Do you believe in Love", "The Heart of Rock 'n' Roll", "Heart and Soul", "I want a new Drug", "Power of Love" oder "Stuck with you" - all diese Lieder stammen von der Band "Huey Lewis And The News", die mit diesen Songs nicht nur in ihrer Heimat Amerika große Erfolge hatten, sondern auch z.B. bei uns.

Während ihre ersten Erfolge von 1982 bei uns nicht über einen Geheimtip hinauskamen, wurden sie ab 1983 mit den Liedern "Heart and Soul" und "I want a new Drug" bekannt und erfolgreich. Mit "Power of Love", dem Titelsong des Films "Zurück in die Zukunft" erreichten sie 1985 noch einmal einen Riesenhit.

LP-Titel-Liste:

1.) The Heart of Rock & Roll (Johnny Colla, Huey Lewis)
2.) Heart and Soul (Mike Chapman, Nicky Chinn)
3.) Bad is Bad (Call, Ciambotti, Hopper, Lewis, McFee, Schriener)
4.) I want a new Drug (Chris Hayes, Huey Lewis)
5.) Walking on a Thin Line (Andre Pessis, Kevin Wells)
6.) Finally Found a Home (Brown, Hayes, Lewis)
7.) If This is it (Johnny Colla, Huey Lewis)
8.) You Crack me up (Mario Cipollina, Huey Lewis)
9.) Honky Tonk Blues (Hank Williams)

Im Juli 1999 erschien das Album auf CD mit fünf Bonus-Liedern:
The Heart of Rock & Roll (frühere Aufnahme)
Walking on a Thin Line (frühere Aufnahme)
If This is it (Live-Aufnahme aus San Francisco von 1985)
Heart and Soul (Live-Aufnahme aus San Francisco von 1985)
I want a new Drug (Live-Aufnahme aus Los Angeles von 1984)

Produzenten: Huey Lewis And The News (= Huey Lewis, Mario Cipollina, Johnny Colla, Bill Gibson, Sean Hopper, Chris Hayes)


DIE BAND
Huey Lewis wurde am 5. Juli 1950 als Hugh Anthony Cregg III in New York geboren. Zusammen mit Keyboarder Sean Hopper (geboren am 31. März 1953 in San Francisco) stieg er 1972 in die Jazz-Band "Clover" als Sänger ein. "Clover" wurde 1967 von Alex Call, John McFee, John Ciambott und Mitch Howie gegründet. Die Band konnte 1970 mit "Clover" ihr erstes Album veröffentlichen. Die LPs "Fourty Niner" (1971), "Love on the Wire" (1977) und "Unavailable" (1978) folgten. "Clover" löste sich noch im selben Jahr auf.

Huey Lewis hatte nach dem Ende der Band 1978 einen Plattenvertrag erhalten. Er holte sich Sean Hopper in die Band sowie Schlagzeuger Bill Gibson (geboren am 13. November 1951 in Sacramento), Saxophonist Johnny Colla (geboren am 2. Juli 1952 in Sacramento) und Bassist Mario Cipollina  (geboren am 10. November 1954 in San Rafel, Kalifornien) dazu. Diese drei waren alle Mitglieder in einer Band namens "Soundhole" gewesen und "Soundhole" war zur aktiven Zeit ein heftiger Konkurrent von "Clover" gewesen.

Lewis hob nun die neue Band "Huey Lewis & The American Express" aus der Taufe und schon 1979 entstand mit "Exo-Disco" der erste Song der Band. Aber niemand beachtete das Lied und Ärger tauchte bald in Form der "American Express" auf. Die erhoben Einspruch gegen den Bandnamen und die Gruppe änderte ihn in "Huey Lewis And The News". Nachdem sie sich noch Gitarrist Chris Hayes (geboren am 24. November 1957 in Sacramento) geholt hatten, bekamen sie 1979 einen neuen Plattenvertrag bei "Chrysalis Records" (auf diesem Label erschienen ihre Alben bis 1988).

Die Start-Besetzung der Band bestand so bis 1995, als Bassist Mario Cipollina ausstieg.

Eine reizvolle Live-Version von "I Want a new Drug":



DIE ERSTE LP
Am 25. Juni 1980 erschien ihr erstes Album, das sie unter dem Titel "Huey Lewis And The News" veröffentlichten. Die LP blieb aber weitesgehend unbeachtet, obwohl sich darauf annehmbare Songs wie "Some of my Lies are true (Sooner or later)", "Don't ever tell me that you Love me" oder das ziemlich gute "Trouble in Paradise" befanden.

1982 erschien mit "Picture this" ihr zweites Album, dass im Vergleich zum ersten einen kometenhaften Anstieg erlebte. In den USA erreichten sie damit einen 13. Rang in den LP-Charts und bekamen für dieses Album Gold überreicht. Die LP enthielt den Single-Erfolg "Do you believe in Love", der in den USA ein großer Erfolg wurde. Mit diesem Song wurden sie bei uns zu einem Geheimtip, aber der große Erfolg blieb noch aus. Weitere gute Songs dieser LP sind "Change of Heart", "Hope you love me like you say yo do" oder "Workin' for a Livin'".


Im August 1983 erschien als Vorab-Veröffentlichung die Single "Heart and Soul". Mit diesem Lied schafften sie in den USA eine Nummer 1 in den Charts und das Lied machte sie auch in Deutschland bekannter. Sie kamen aus dem Schatten eines Geheimtips heraus. Das Lied war der Beginn der erfolgreichsten Zeit der Band.

Einen Monat später, am 15. September 1983, kam ihr drittes Album auf den Markt: "Sports". Damit schafften sie erstmals auch außerhalb der USA Erfolge. Die LP kam in Kanada bis auf Rang 3 und in England bis auf Rang 23. Sie bekamen für diese LP in England Gold-, in Kanada Diamant- und in den USA mehrfach Platin-Auszeichnungen überreicht.

Ihre Popularität stieg aber noch weiter an: die Band veröffentlichte noch die Single "The Heart of Rock & Roll" und "I Want a new Drug", mit denen sie bei uns jedenfalls gewaltige Erfolge vorlegten. Beide Singles kamen in den USA bis auf Rang 6. Es folgten noch die Single "Walking on a Thin Line", die aber bei uns nicht mehr den großen Erfolg brachte - was nachvollziehbar war, da um diese Zeit schon die ersten drei Singles aus dem Album veröffentlicht worden waren und diejenigen, die Interesse hatten, sich ohnehin schon die LP gekauft hatten.

Dann mussten die Fans etwas warten. Die Band steuerte für den 1985 entstandenen Film "Back to the Future" ("Zurück in die Zukunft") den Song "Power of Love" bei, der für sie ebenfalls ein Erfolg wurde. Michael J. Fox, Christopher Lloyd und Lea Thompson spielten die Hauptrollen in diesem Film, den Robert Zemeckis nach einem Drehbuch von ihm selber und Bob Gale drehte.

Die Mischung aus Science Fiction und Komödie war so erfolgreich, dass vier Jahre später die Fortsetzung "Back to the Future 2" in die Kinos kam. 1990 wurde noch "Back to the Future 3" fertiggestellt.

Für den Song "Power of Love" wurden Huey Lewis als Texter und Chris Hayes und Johnny Colla als Komponisten 1986 für den Oscar vorgeschlagen. Sie bekamen den Preis aber nicht, der an Lionel Richie für sein Lied "Say you, Say me" ging. Erschienen war dieses Lied für den Film "White Nights" ("White Nights - Die Nacht der Entscheidung") von 1985.


ALBUM NR. 4
Erst 1986 kam mit "Fore!" ihr viertes Studio-Album heraus. Und obwohl auf dieser LP Lieder wie "Stuck with you" oder "Hip to be square" waren, hatte die Band zumindest in Deutschland den Zenit ihres Erfolges bereits hinter sich gelassen. Sie kamen danach nie mehr in solche Höhen wie noch 1983, 84 oder 85.

In anderen Ländern sah es allerdings völlig anders aus: in den USA und in Kanada schafften sie mit dieser LP den ersten Rang in den Charts, in England kamen sie bis auf Platz 8, in der Schweiz auf Rang 4, in Norwegen auf Rang 6 und in Schweden noch auf einen 7. Platz. Mehrfach wurde die Band für diese LP mit Gold und Platin-Auszeichnungen überhäuft.

Single-Auskopplungen wie "Jacob's Ladder, "Stuck with you", oder eben "Hip to be square" verschafften ihnen anderenorts noch Erfolge, bei uns aber nicht mehr.

Mit ihrem nächsten Album begann dann auch langsam der Abgesang aus den Charts in anderen Ländern. "Small World" erschien 1988 und wurde die letzte LP, die bei ihrem alten Label "Chrysalis Records" erschien. Ein siebenter Rang in Kanada war das höchste, das sie mit diesem Album schafften, sogar in den USA kamen sie "nur" auf Rang 11.

Dass diese LP überhaupt noch erschien, davon bekam man hierzulande oft auch gar nichts mehr mit, so dass einige Fans schon dachten, die Band hätte sich aufgelöst. Aber auch die, die das Album kauften, waren nicht gerade begeistert (so wie ich). Zu sehr hatten sie sich von ihrem schnörkellosen und geradlinigen Stil entfernt, der vor allem ihr zweites und drittes Album so erfolgreich gemacht hatte.


DER ERFOLG BLEIBT AUS
1991 kam das Album "Hard at Play" heraus, von dem man hierzulande dann fast gar nichts mehr mitbekam. Der Erfolg aber stellte sich nicht mehr so ein, wie noch Jahre zuvor. In England kamen sie bis auf Rang 20 und in den USA auf Platz 27. Noch schlechter erging es dem Folge-Album "Four Chords & Several Years ago", das in Kanada (wo sie zuvor noch sehr erfolgreich waren) gar nicht mehr in den Charts auftauchte. In den USA stoppte das Album bereits auf Rang 55.

2001 kam mit "Plan B" ihr bis heute letztes Studio-Album, das in den USA bereits auf Rang 165 stoppte. In vielen anderen Ländern (England, Kanada) erschien das Werk gar nicht mehr in den Hitlisten.


NACHSPIEL
Seit dem letzten Studio-Album ist 2005 noch das Live-Album "Live at 25" erschienen und der offizielle Sampler "Greatest Hits". Die Band ist weiterhin aktiv. In der Besetzung Huey Lewis, Sean Hopper, Bill Gibson, Johnny Colla, John Pierce und Stef Burns geben sie noch Live-Auftritte, aber von einem neuen Studio-Album ist momentan noch nichts zu hören.


BESETZUNGEN
Huey Lewis (Gesang, Harmonika) 1979 -
Sean Hopper (Keyboards) 1979 -
Bill Gibson (Schlagzeug) 1979 -
Johnny Colla (Saxophon, Gitarre) 1979 -
Mario Cipollina (Bass) 1979 - 1995
Chris Hayes (Gitarre) 1980 - 2001
John Pierce (Bass) 1996 -
Stef Burns (Gitarre) 2001 -

AKTUELLE BESETZUNG
Huey Lewis (Gesang, Harmonika)
Sean Hopper (Keyboards)
Bill Gibson (Schlagzeug)
Johnny Colla (Saxophon, Gitarre)
John Pierce (Bass)
Stef Burns (Gitarre)


DISCOGRAPHIE
1980: Huey Lewis And The News
1982: Picture this
1983: Sports
1986: Fore!
1988: Small World
1991: Hard at Play
1992: The Heart of Rock & Roll (offizieller Sampler)
1994: Four Chords & Several Years ago
1996: Time Flies... The Best of (offizieller Sampler)
1997: The Power of Love - Best 1980 - 92 (Sampler)
2000: This is it - The Collection (Sampler)
2001: Plan B
2005: Live at 25 (Live Album)
2006: Greatest Hits (offizieller Sampler)

"Sports" gibt es schon länger auf CD zu kaufen. Dieser Link führt zur Bestellung der CD-Version mit den Bonus-Liedern.

Thursday, December 24, 2009

One Hit Wonder (1)


"One-Hit-Wonder" - dies war und ist eine Band oder ein Sänger, der einmal einen großen Hit hat und danach fast völlig wieder aus der Musikszene verschwindet.


In dieser (sporadisch kommenden) Reihe möchte ich nun Bands oder Interpreten vorstellen, die einmal einen solchen großen Hit hatten und dann nicht mehr in den Charts auftauchten.


Dabei wird die Auswahl der Lieder oder Interpreten auch einmal Titel vorstellen, die heute längst nicht mehr so bekannt sind wie früher, aber dennoch im Gedächtnis geblieben sind. Ein solches Beispiel ist auch:


OPUS
"Live Is Life"
von 1984
(aus dem gleichnamigen Album)
(Musik und Text: Edwald Pfleger, Kurt Rene Plisnier, Gunter Grasmuck, Niki Gruber, Herwid Rödisser)
Produzent: Peter J. Müller


Wenn man heute jemanden in Deutschland nach der Band "Opus" fragt, wird man wohl nur Achselzucken und Kopfschütteln ernten. Bei der Nennung des Titel "Live is Life" aber wird bei vielen ein Licht aufgehen.

"Live is Life" (aufgenommen von der Band "Opus" während eines Live-Konzertes) wurde ab 1985 nicht nur in Deutschland zu einem Riesen-Erfolg. Der Song wurde im Radio rauf und runter gespielt und zwar so lange, bis er manchen irgendwann aus den Ohren rauskam.

In vielen Ländern konnte die Band mit diesem Song auf Spitzen-Positionen in den Charts landen, etwa in Norwegen (Platz 2), der Schweiz (ebenfalls Platz 2), England (Rang 6), Irland (Platz 4) und sogar in den USA kamen sie mit diesem Lied bis auf einen 32. Platz.

Auf die Nummer 1 der Hitlisten kamen sie damit in Österreich, Frankreich, Schweden und in Deutschland, wo das Lied am 15. April 1985 die Nummer 1 erreichte und dort sieben Wochen lang blieb.

Das damalige Musikvideo der Band zu ihrem Erfolgssong:



OPUS
Mit "Live is Life" hatte die Band ihren Gipfel erreicht und auch gleichzeitig bereits überschritten, denn keine folgende Single konnte auch nur annähernd diesen Erfolg vorweisen.

Einzig die Single "Flyin' High (Live)" kam in Deutschland noch auf den Rang 37, ansonsten schafften sie mit dieser Single keinen weitern Erfolg, ebenso wie mit folgenden, wie etwa "Whiteland" (1987), "Faster and Faster" (1988), "Gimme Love" (1992), "The Power of Live is Life" (1994) oder mit "Live is Life 08" (2008).

Entgegen ihren Mißerfolgen im Ausland, schafften sie in ihrer Heimat Österreich immer wieder Hit- und Chart-Erfolge. Die Band wurde 1973 in Österreich von Kurt Rene Plisnier, Ewald Pfleger und Walter Bachkönig gegründet. Die ersten Jahre spielte die Band nur auf lokalem Raum begrenzt und war zu Anfang nur als Cover-Band unterwegs; erst später kamen eigene Kompositionen dazu.

Bassist Bachkönig verließ die Band bald und wurde durch Niki Gruber ersetzt. 1978 kam Sänger Herweig Rüdisser dazu und erst zwei Jahre später konnte die Band ihr erstes Album aufnehmen.

Nachdem 1984 "Live is Life" in Österreich ein Erfolg wurde, ließ die Plattenfirma den Song auch im Ausland auf den Markt bringen und der Erfolg stellte sich bald ein.

Nach dem großen Erfolg machte "Opus" wieder auf lokalem Raum weiter, internationale Erfolge blieben auch weiterhin aus. Die Band ist in der Besetzung Ewald Pfleger, Herwig Rüdisser, Kurt Rene Plisnier und Schlagzeuger Günter Grasmuck bis heute aktiv.


DISCOGRAPHIE
1980: Daydreams
1981: Eleven
1983: Opusition
1984: Up and Down
1984: Live if Life (Live-Album)
1985: Solo
1987: Opus
1990: Magical Touch
1992: Walkin' on Air
1993: Jubilee (Live-Album)
1996: Love, God and Radio
2003: Flyin' Higher - Greatest Hits (Sampler)
2004: The Beat Goes on
2008: Back to the Future - The Ultimate Best of (Sampler)