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Friday, April 24, 2009

Police Academy

"Police Academy"

Inhalt: In einer US-Großstadt herrscht Mangel an Nachwuchs-Polizisten. Um diesen Mangel abzuwenden, lockert die Bürgermeisterin die Aufnahmebedingungen an der Polizei Akademie. Jeder - wirklich jeder! - darf sich nun dort einschreiben, um Polizist zu werden.

Und so dauert es nicht lange, bis sich die merkwürdigsten Gestalten bei der Akademie melden, um sich als Ordnungshüter ausbilden zu lassen. Die Akademie steht nun offen für Durchgeknallte, Deppen usw. Auch Carey Mahoney muß sich dort melden, da ihm anderenfalls eine Gefängnisstrafe blüht.

Sein Plan, wegen ungebührlichen Verhaltens gleich wieder von der Akademie zu fliegen, schlägt aber fehl, da sich die Ausbilder in den Kopf gesetzt haben, die neuen Kadetten auf ihre Weise wieder loszuwerden.

Man will sie also nicht selber rauswerfen, sondern sie dazu bringen, selber zu kündigen. Etwas, was Mahoney aber nicht darf. Und so muß er bleiben und findet irgendwann Gefallen daran.


USA, 1984
Original-Titel: POLICE ACADEMY

Darsteller:
Steve Guttenberg (Carey Mahoney)
Kim Cattral (Karen Thompson)
G. W. Bailey (Lieutenant Harris)
Bubba Smith (Moses Hightower)
Donovan Scott (Leslie Barbara)
George Gaynes (Commandant Eric Lassard)
Andrew Rubin (George Martin)
David Graf (Eugene Tacklebury)
Leslie Easterbrook (Sergeant Callahan)
Michael Winslow (Larvelle Jones)

Drehbuch: Neal Israel & Pat Proft und Hugh Wilson
Story: Neal Israel & Pat Proft
Produzent: Paul Maslansky
Regie: Hugh Wilson


HINTER DEN KULISSEN

1984 wurde ein Film ein riesiger Kassenerfolg (allein in den USA ca. 80 Millionen Dollar Einnahmen), von dem es wohl niemand wirklich ernsthaft angenommen hatte. Ein Film, der mit sehr viel unbekannten Schauspielern besetzt war, mit einem nicht sehr großen Budget ausgestattet und mit noch kleineren Hoffnungen auf Erfolg ging "Police Academy" ("Police Academy - Dümmer als die Polizei") an den Kinostart. Und wurde zu einem der erfolgreichsten Filme des Jahres 1984.

Inszeniert wurde das Ganze nach einer Idee von Produzent Paul Maslansky von Hugh Wilson. Dazu erdachten sich Neil Isreal und Pat Proft eine filmgerechte Story und das letztliche Drehbuch schrieben Irsael und Proft zusammen mit Regisseur Hugh Wilson.

Steve Guttenberg als Carey Mahoney, Bubba Smith als Moses Hightower, George Gaynes als Commandant Lassard, David Graf als Tacklebury, Michael Winslow als Larvelle Jones und G.W. Bailey als Sergeant Harrison spielten die Hauptrollen.

Der Humor dieses (wie auch der folgenden) Filme ist natürlich nicht jedermanns Geschmack. Slapstick gemischt mit etwas derberen Späßen waren die Markenzeichen dieser Filme, von denen es aufgrund des Erfolges des ersten Teils bald Fortsetzungen gab.



DIE FORTSETZUNGEN

Pläne für Fortsetzungen nahmen dann bald Gestalt an und so kam schon ein Jahr später "Police Academy 2 - Their first Assignment" ("Police Academy 2 - Jetzt geht´s erst richtig los") unter der Regie von Komödien-Spezialist Jerry Paris.

Weitere Fortsetzungen waren "Police Academy 3 - Back in Training" ("Police Academy 3 ... und keiner kann sie bremsen" von 1986 (Regie wiederrum Jerry Paris) und 1987 "Police Academy 4: Citizens on Patrol" ("Police Academy 4 ... Und jetzt geht´s rund"), diesmal von Jim Drake gedreht. Dies wurde der letzte Teil der Reihe, der noch halbwegs an das Original (entfernt) heran kam. Und es war auch der letzte Film, in dem einer der wichtigsten Hauptdarsteller, Steve Guttenberg, noch dabei war, ab dem nächsten Teil sagte er der Produktion: "Nein danke".

Ab dem nächsten Film wurden die Gags dann immer flacher, der Humor immer vorhersagbarer und einfallsloser - kurz gesagt: es machte bald keinen Spaß mehr, die Reihe weiter zu sehen. Diese drei Werke hießen: "Police Academy 5: Assignment Miami Beach" ("Police Academy 5 - Auftrag: Miami Beach") von 1987, 88 in der Regie von Alan Myerson, "Police Academy 6: City under Siege" ("Police Academy 6 - Widerstand zwecklos") von 1989 und "Police Academy: Mission to Moscow" "(Police Academy 7 - Mission in Moskau") von 1994.


DIE DARSTELLER
Von allen Hauptdarstellern waren nur drei vom ersten bis zum letzten Film dabei: David Graf als durchgeknallter Sergeant Eugene Tacklebury, George Gaynes als Commandant Lassard und Michael Winslow als Jones. Bubba Smith als Hightower war nur im letzten Teil nicht mit dabei, Leslie Easterbrook als Sergeant Callahan spielte sechsmal mit, Marion Ramsey als Hooks fünfmal, ebenso wie G.W. Bailey als Harris.

Viermal verkörperte Steve Guttenberg die Rolle des Carey Mahoney und mit seinem Ausstieg verlor die Reihe einen wichtigen Bestandteil ihrer Haupt-Besetzung. David Graf übrigens verstarb völlig überraschend am 7. April 2001 an einer Herzattacke, 7 Tage vor seinem 51. Geburtstag.



AUSSERHALB DER FILM-REIHE

1988, noch während der Laufzeit der Film-Reihe, ging in den USA die TV-Animations-Serie "Police Academy" an den Start, die aber kein großer Erfolg wurde. Die Sprecher waren in der Original-Version auch nicht die Darsteller der Figuren aus der Film-Reihe, sondern komplett neue. Hierzulande lief die Serie - wenn überhaupt - im Vormittagsprogramm.

Aber das Ende der Polizei Akademie war noch nicht erreicht: 1997 ging die TV-Serie "Police Academy: The Series" im September in den USA an den Start. Von der Besetzung aus den Filmen aber war nur Michael Winslow noch dabei, David Graf spielte seine Rolle ein letztes Mal als Gast-Star. Die Hauptrollen in der Serie spielten bei uns weitgehend unbekannte Darsteller wie Matthew Borlenghi, Rod Crawford, Toby Proctor, Heather Campbell, Christine Gonzales u.a.

Der Serie war allerdings kein großer Erfolg beschieden, in Amerika wurde sie 1998 nach 26 produzierten Episoden wieder eingestellt. Hierzulande lief sie leider noch nicht, wenn ich richtig informiert bin, obwohl es schon mal reizvoll wäre, diese Serie zu sehen.


FAZIT

Zugegeben, dies ist nicht das erste Mal, dass dieser Film im Fernsehen läuft. Aber auch nach ca. 15 Wiederholungen macht dieser Film doch irgendwie noch immer Spaß.


Die Film-Reihe gibt es auch auf DVD, dieser Link führt zu Teil 1.

Thursday, February 5, 2009

The Day After - Der Tag danach


"The Day After - Der Tag danach"

Inhalt: Kansas, an einem ruhigen Sonntag: der Kalte Krieg erreicht seinen wahnwitzigen Höhepunkt. Eine Atombombe detoniert in Kansas.

Während die US-Militärs den Gegenschlag vorbereiten, müssen die Überlebenden, die der ersten Welle entkommen sind, nun einer Welt begegenen, die sie so nicht kennen. Gefahren lauern überall, nicht nur durch die Verstrahlung, sondern auch durch verzweifelte Menschen.

USA (TV), 1983
Original-Titel: THE DAY AFTER

Darsteller:
Jason Robards (Dr. Russell Oakes)
JoBeth Williams (Krankenschwester Nancy Bauer)
Steve Guttenberg (Stephen Klein)
John Cullum (Jim Dahlberg)
John Lithgow (Joe Huxley)
Bibi Besch (Eve Dahlberg)
Lori Lethin (Denise Dahlberg)
Amy Madigan (Alison Ransom)
Jeff East (Bruce Gallatin)
Georgann Johnson (Helen Oakes)
William Allen Young (Billy McCoy)

Drehbuch: Edward Hume
Produzent: Robert Papazian
Regie: Nicholas Meyer


HINTER DEN KULISSEN
"The day after" startete bei uns am 2. Dezember 1983 in den Kinos, an sich schon ein merkwürdiges Ereignis, denn dieser amerikanische Film ist eigentlich ein Fernseh-Film, nur in einigen Ländern in Europa lief er im Kino; auch in Schweden war er ab dem 10. Dezember 1983 in den Lichtspielhäusern zu sehen. Hierzulande war der Film später auch unter dem Titel "Der Tag danach" zu sehen.

In diesem von Nichoals Meyer gedrehten Werk kommt es durch unglückselige Fügung (und die Dummheit der Menschen) zum letzten atomaren Schlag. Zwei Raketen auf beiden Seiten der Welt zerstören das bis dato bekannte Bild der Erde. Der Film erzählt die Geschehniss davor, während und danach auf sehr eindringliche Weise, die versucht, das zu schildern, was danach passiert.

Es gibt hier keine großen Effekte und auch keine großen Action-Szenen, dennoch wird "The Day after" seinen Zuschauer in seinen Bann ziehen und ihm eine schreckliche "Welt" zeigen, wie sie vielleicht passieren könnte, wenn die Menschen in ihrer Dummheit und Arroganz tatsächlich so weit gehen sollte.


Jason Robards, JoBeth Williams, Steve Guttenberg, John Cullum und John Lithgow spielten sehr überzeugend die Hauptrollen in diesem Film, der bei seiner Ausstrahlung in den USA am 20. November 1983 nicht nur sehr hohe Einschaltquoten erzielte, sondern auch anderweitig Interesse weckte.

An die 100 Millionen Zuschauer hatten sich vor den Bildschirmen versammelt. Der Film sollte ursprünglich 4 Stunden lang werden, erst vor Drehbeginn wurde die Spielzeit auf knapp über 2 Stunden gesenkt. Anders als in den USA üblich, hatte keine Firma in der letzten Hälfte des Films Sendezeit gekauft, so dass diese letzte Hälfte ohne Werbeunterbrechungen lief.

Nach dem Film hatte die "ABC" eine Telefonleitung geschaltet, bei der die Zuschauer anrufen und sich über den Film erkundigen konnten. Unmittelbar im Anschluß an diesen Film wurde eine Diskussion ausgestrahlt, in der sich der Forscher Dr. Carl Sagan und der Autor William F.Buckley, jr. unterhielten.


Manche Kritiker gingen in ihren Besprechungen zu diesem Film etwas anders an die Sache heran, sie kritisierten, dass der Film überhaupt noch Leben nach dem Einschlag der Bombe schildert; dass also überhaupt noch etwas existiert.

Denn nach einem solchen verheerenden atomaren Schlag wird nichts - wirklich nichts mehr - so sein, wie es einmal war; vorausgesetzt, da  ist noch etwas, was so sein kann, wie es einmal war. Wie also kann man etwas in einem Film zeigen, wo aller Wahrscheinlichkeit nach gar nichts mehr sein wird?

Man sollte "The Day after" nicht als eine solche Verharmlosung ansehen, sondern als eine Warnung; eine Warnung vor dem, was passieren kann, wenn der Mensch wirklich einmal so weit gehen wird.



Auch "The Day After" gibt es schon auf DVD, zu bestellen hier.