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Sunday, August 16, 2009

Pale Rider


"Pale Rider – Der namenlose Reiter"

Inhalt
In einem kleinen Tal in Kalifornien hat man Gold gefunden. Im Tal hat sich eine Gruppe Menschen angesiedelt, die nach dem Gold schürfen.

Die nahegelegene Stadt ist fest in der Hand des Großgrundbesitzers Coy LaHood. Als die Goldfunde bekannt werden, will auch er seinen Teil des Reichtums haben.

Er bietet den Schürfern an, ihren Grund und Boden abzukaufen, unter Wert, was diese ablehnen. Daraufhin holt er sich Hilfe von einem Profikiller, der sich selber als Marshal bezeichnet.


USA, 1985
Original-Titel: PALE RIDER

Darsteller

  • Clint Eastwood (Prediger)
  • Michael Moriarty (Hull Barret)
  • Carrie Snodgress (Sarah Wheeler)
  • Chris Penn (Josh LaHood)
  • Richard Dysart (Coy LaHood)
  • Sydney Penny (Megan Wheeler)
  • Richard Kiel (Club)
  • Doug McGrath (Conway)
  • John Russell (Stockburn)


Drehbuch: Michael Butler & Dennis Shryack
Ausführender Produzent: Fritz Manes
Produzent und Regie: Clint Eastwood


Hinter den Kulissen
„Pale Rider” entstand zu einer Zeit, in der der Western als Genre von vielen schon abgeschrieben war. Es kamen in dieser Zeit auch schon seit langem keine Western mehr.

In den 80er Jahren war daher fast jeder Western, der dennoch produziert wurde, schon als „Spät-Western” angesehen. Die Blütezeit dieses Genres jedenfalls war definitiv vorbei. Was nicht heißt, dass nicht ab und an wieder sehr gute Filme in die Kinos kamen.

Auch Clint Eastwood hatte mit diesem Film nach fast zehnjähriger Wartezeit wieder in das Genre gefunden, mit dem er erste Erfolge feierte – im Fernsehen und im Kino. Im Fernsehen durch die TV-Serie „Rawhide” und im Kino durch die „Italo”-Western und seine ersten Kino-Western wieder in den USA.

Vor „Pale Rider” war Eastwood zum letztenmal 1976 in diesem Genre zu sehen gewesen. Als Titelheld spielte er damals unter seiner eigenen Regie in „The Outlaw Josey Wales” (”Der Texaner”).

Auch bei „Pale Rider” war er ausser dem Darsteller der Hauptrolle auch Regisseur und Produzent.

Entgegen den Unkenrufen mancher damaliger Kritiker wurde „Pale Rider” nicht nur bei Western-Fans ein ansehnlicher Erfolg, auch finanziell sollte sich sein Versuch, ein „totgeglaubtes” Genre wiederzubeleben, auszahlen. Über 40 Millionen Dollar Einspielergebnis erzielt der Film allein in den USA.

Bei einem Budget von auch für damalige Verhältnisse kleinen Budget von ca. 7 Millionen Dollar ein Riesen-Erfolg.


Fazit
Clint Eastwood hat so manchen Western gedreht, doch gefallen mir Filme wie „Paint your Wagon” (1969) oder „Two Mules for Sister Sara” (1970) nicht so sehr. Viel besser fand ich Eastwood da in „Hang ‘em High” (”Hängt ihn höher”, 1968) und in „Pale Rider”, wo er den geheimnisvollen Fremden sehr gut spielt.



Ein ziemlich guter Western mit allen Zutaten, die man von diesem Genre erwarten kann und darf. Und ein Western, in dem Eastwood wieder einmal bewies, dass er als Regisseur beinahe ebenso gut ist wie als Schauspieler.

Monday, June 1, 2009

Dirty Harry

"Dirty Harry"

Inhalt: Harry Callahan ist Inspector bei der Mordkommission in San Francisco. Bei Kritikern und Kollegen ist er nur als "Dirty Harry" bekannt, weil er Gangster nicht unbedingt mit Samthandschuhen anfasst. Mehrmals hatte er deswegen schon Ärger mit seinen Vorgesetzen bekommen.

Als ein offenbar geistig gestörter Mann einen Mord begeht und 100.000 Dollar verlangt, um weitere Morde zu verhindern, macht sich Callahan an die Ermittlungen. Die Suche nach dem Mörder wird jedoch nicht sehr einfach und der Mann schlägt wieder zu.

Der Mörder, der sich Scorpio nennt, hat ein Mädchen entführt und will erneut eine Summe Geld haben. Diesmal kann Callahan ihn fassen, doch er wird mangels Beweise wieder freigelassen.

Bald schon ist der Mann wieder unterwegs. Er entführt einen Schulbus mit Kindern an Bord und stellt dann erneut seine Forderungen: 200.000 Dollar und einen Freiflug oder er will die Kinder umbringen.


USA, 1971
Original-Titel: DIRTY HARRY

Darsteller:
Clint Eastwood (Inspector Harry Callahan)
Harry Guardino (Lieutenant Al Bressler)
Reni Santoni (Inspector Chico Gonzalez)
John Vernon (Bürgermeister)
Andrew Robinson (Scorpio)
John Larch (Chief)
John Mitchum (Inspector Frank DiGiorgio)
Mae Mercer (Mrs. Russell)
Lyn Edington (Norma)
Ruth Kobart (Busfahrerin)

Drehbuch: Harry Julian Fink & R. M. Fink und Dean Riesner
sowie John Milius (im Vorspann ungenannt)
Story: Harry Julian Fink & R. M. Fink
Ausführender Produzent: Robert Daley
Produzent und Regie: Don Siegel


HINTER DEN KULISSEN

Clint Eastwood kann man ohne Übertreibung als Phänomen bezeichnen. Seit über 40 Jahren ist er erfolgreich im Filmgeschäft tätig. Erst als Schauspieler, dann als Produzent und als Regisseur konnte er international erfolgreiche Filme vorlegen.

Dabei schaffte er es auch noch, aus seinem Image als Actionheld, das er sich anfangs seiner Karriere aufgebaut hatte, zu entkommen und auch in Charakterrollen zu glänzen. Es gibt kaum ein Genre (außer dem Horror), in dem er nicht gespielt oder Regie geführt hat.

Eastwood (geboren am 31. Mai 1930 in San Francisco als Clinton Eastwood Jr.) begann Mitte der 50er Jahre mit winzigen Rollen in Filmen und später als Gast in diversen Fernseh-Serien. Erste Erfolge hatte er ab 1959, als er die Rolle des Rowdy Yates in der TV-Serie "Rawhide" übernahm.

Diese Rolle spielte er in 217 Episoden bis 1965. Davor schon wurde er nach Italien engagiert, wo er seinen europäischen Durchbruch in den beiden sogenannten "Dollar"-Filmen schaffte: 1964 in "Per un Pugno di Dollari" ("Für eine Handvoll Dollar", 1964) und "Per qualche Dollaro in piu" ("Für ein paar Dollar mehr", 1965).

Diese Filme ebneten ihm aber auch den Weg zum Erfolg in den USA, wo er nach einigen weiteren Western 1971 den Part des Callahan in "Dirty Harry" annahm. Dieser Film machte ihn zum Star, verschaffte ihm aber auch einiges an Kritik. Denn seiner Rollenfigur wurde Selbstjustiz und noch Schlimmeres vorgeworfen.

Bei Action-Fans aber wurde Eastwood mit diesem Film und dieser Rolle bekannt und beliebt. Der Film ebnete ihm die Chance auf andere interessante Rollen.


DER FILM
Die erste Drehbuchfassung von "Dirty Harry" entstand unter dem Titel "Dead Right" und sollte eigentlich in New York spielen. Als Regisseur waren Irvin Kershner oder Sydney Pollack im Gespräch, doch bei beiden kam es nicht dazu. Als Don Siegel für die Regie verpflichtet wurde, bestand er darauf, dass der Schauplatz geändert werden sollte. Er hatte davor schon einige Filme in New York gedreht und wollte nun woanders arbeiten.

Als Clint Eastwood zu dem Projekt stieß, einigte man sich schließlich auf San Fransisco als Handlungsort. Eastwood aber war nicht die erste Wahl für die Rolle des "Dirty Harry".

Viele bekannte Darsteller wurden angesprochen - und lehnten ab. Darsteller wie John Wayne, Robert Mitchum, Steve McQueen, Marlon Brando oder Burt Lancaster, der die Rolle letztlich wegen der Gewalt im Film ablehnte.

Frank Sinatra wurde nun angesprochen und es wäre auch beinahe dazu gekommen, doch musste er schließlich wegen einer Verletzung an der Hand absagen. Das war der Zeitpunkt, zu dem Irvin Kershner das Projekt verließ.

Clint Eastwood kam erst ins Gespräch, als auch Paul Newman die Titelrolle ablehnte, dafür aber Eastwood als Ersatz vorschlug - und so kam es dann auch.

Zunächst aber stand auch Eastwood's Engagement auf wackeligen Füßen. Zu dieser Zeit befand er sich noch in den Arbeiten für seine erste Regiearbeit fürs Kino, für "Play Misty for me" ("Sadistico"), in dem er auch als Schauspieler in Doppelfunktion arbeitete.

Zum Glück für alle Eastwood-Fans schaffte er die Arbeiten an seinem Regiedebüt noch rechtzeitig, so dass er doch die Rolle in "Dirty Harry" annehmen konnte. "Play Misty for me" startete in den USA am 12. November 1971 - einen Monat später, am 23. Dezember 1971, ging "Dirty Harry" an den Kinostart.

Es gibt in "Dirty Harry" übrigens einen kleinen, versteckten Hinweis auf Eastwood's Kinofilm-Debüt als Regisseur. In der Szene, in der er die Bankräuber stellt, geht er an einem Kino vorbei. Wenn man genau hinsieht, kann man dort die Ankündigung für den Film entdecken.

Für den Part des durchgeknallten Killer Scorpio war eigentich Audie Murphy vorgesehen, der aus zahlreichen Western in den USA bekannt war. Doch kam er bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Als Ersatz engagierte Siegel auf Vorschlag von Eastwood selber Andrew Robinson, der ihn am Broadway in dem Stock "The Idiot" ("Der Idio") von Fyodor Dostoyewski gesehen hatte.

Robinson war überzeugter Pazifist und für seine Rolle musste er mit Filmwaffen schießen. Doch bei den Aufnahmen schloß er jedesmal nervös die Augen, wenn er abdrückte. Don Siegel unterbrach seine Aufnahmen für eine Woche und ließ Robinson von einem Waffenexperten ein Trainingskurs absolvieren, bevor er die Aufnahmen mit ihm fortsetzte.


FORTSETZUNGEN

"Dirty Harry" wurde mit einem Budget von 4 Millionen Dollar hergestellt und spielte allein in den USA 28,1 Millionen wieder ein - wurde also zu einem ziemlichen Erfolg.

Teil 2 entstand aber erst 1974 und nicht mehr zusammen mit Regisseur Don Siegel. Ted Post drehte "Magnum Force" ("Callahan") natürlich wieder mit Eastwood und Hal Holbrook, Mitch Ryan, David Soul und Tim Matheson. John Milius (ungenannter Co-Autor des ersten Films) und Michael Cimino schrieben diesmal das Drehbuch nach einer Story von Milius selber.

Teil 2 wurde noch erfolgreicher als der Vorgänger. Auf 44,6 Millionen Dollar beliefen sich die Einnahmen - nur in den USA, hinzu kamen die Auslandseinnahmen.

Der dritte Film ließ nicht mehr so lange auf sich warten: bereits 1976 war Eastwood wieder als Inspector Callahan unterwegs in "The Enforcer" ("Dirty Harry III - Der Unerbittliche"), den diesmal James Fargo inszenierte. Für das Drehbuch holte man sich bekannte Namen: Stirling Silliphant und Dean Riesner verarbeiteten eine Story von Gail Morgan Hickman und S. W. Schurr.

Als Co-Stars agierten diesmal Tyne Daly (bekannt aus "Cagney & Lacey"), Harry Guardino, Bradford Dillman und John Mitchum. Teil 3 war mit 46 Millionen Dollar Einspielergebnis in den USA ebenso erfolgreich wie sein Vorgänger.

Der Erfolg ließ "Callahan" nicht alleine. Nach mehrjähriger Pause kam 1983 mit "Sudden Impact" ("Dirty Harry kommt zurück") der vierte und bis dato erfolgreichste Film der Reihe. Satte 67,6 Millionen Dollar flossen in den USA in die Kassen.

Teil 4 entstand diesmal erstmals in dieser Reihe unter der Regie des Hauptdarstellers Eastwood selber - und er lieferte eine verdammt gute Arbeit ab. Bei vielen Fans (auch bei mir) gilt der vierte Film als einer der besten.

Sondra Locke, Pat Hingle, Bradford Dillman und Paul Drake waren die weiteren Schauspieler in diesem Film, den Eastwood nach einem Drehbuch von Joseph Stinson drehte.

Teil 4 sollte dann auch (finanziell gesehen) der erfolgreichste bleiben. 1988 kam der fünfte und bis heute letzte Film der Reihe: "The Dead Pool" ("Dirty Harry V - Das Todesspiel") in der Regie von Buddy Van Horn. Hier ging es dann rapide abwärst. Bei 37,9 Millionen Dollar stoppten die US-Einnahmen und machten diesen Film erfolgloser als die meisten anderen Teile.

Zusammen mit Eastwood spielten hier Patricia Clarkson, Liam Neeson, Evan C. Kim und Michael Currie (Drehbuch: Steve Sharon).



Über diesen Link kann man den Film auf DVD bestellen.
Über diesen Link kann man "Dirty Harry" auch auf VHS bestellen. 

Friday, January 2, 2009

Hängt ihn höher


"Hängt ihn höher"


Inhalt: Jed Cooper wird von einer Gruppe Männer irrtümlich für einen Viehdieb gehalten. Trotz all seiner Beteuerungen wollen ihn die Männer lynchen, was sie auch tun. Im letzten Moment wird Cooper von einem Gesetzeshüter gerettet und in die nächste Stadt gebracht.

Dort wird von Richter Fenton Cooper's Unschuld festgestellt und er ist frei. Da der Richter weiß, dass Cooper auf Rache aus ist, macht er ihn zum Marshal. Cooper will nun die suchen, die ihn beinahe das Leben gekostet hätten.

USA, 1968
Original-Titel:  HANG 'EM HIGH

Darsteller:
Clint Eastwood (Jed Cooper)
Inger Stevens (Rachel Warren)
Ed Begley (Captain Wilson)
Pat Hingle (Richter Adam Fenton)
Ben Johnson (Marshal Dave Bliss)
Charles McGraw (Sheriff Ray Calhoun)
Ruth White (Sophie)
Bruce Dern (Miller)
Arlene Golonka (Jennifer)

Drehbuch: Leonard Freeman und Mel Goldberg
Supervising Produzent: Robert Stambler
Produzent: Leonard Freeman
Regie: Ted Post



HINTER DEN KULISSEN
Clint Eastwood hatte nach Jahren der Kleinstrollen in den USA mit der TV-Serie "Rawhide" den großen Erfolg gehabt (die Serie lief bei uns unter den Titeln "Cowboys" oder "Tausend Meilen Staub"). Diese Western-Serie brachte ihm von 1959 bis 1966 dauerhaftes Engagement und eine stetig steigende Bekanntheit. Allerdings drohte er auch auf ein bestimmtes Rollen-Image festgelegt zu werden, wogegen er sich von Anfang an wehrte.

Die Rettung kam aus Italien, als der Regisseur Sergio Leone mit ihm in der Hauptrolle den sogenannten Spaghetti-Western "Per un pugno di Dollari" ("Für eine Handvoll Dollar", 1964) noch in der Produktionszeit der TV-Serie drehte. Aufgrund des großen Erfolges, den der Film nicht nur in Europa, sondern auch in den USA hatte, folgte schon 1965 "Per qualche Dollaro in piu" ("Für ein paar Dollar mehr"), für den Leone neben Eastwood auch noch Lee Van Cleef vor seine Kameras bekam; beide Filme waren übrigens deutsch-italienisch-spanische Co-Produktionen.

Den Erfolg ausnutzend drehte er in Europa gleich noch "Il buono, il brutto, il cattivo" ("Zwei glorreiche Halunken", 1966), bevor er in die USA zurückging. Sein erster Film nach seiner Ankunft wurde dann "Hang 'em high" ("Hängt ihn höher"), der in Amerika (nach der Premiere am 31. Juli) am 3. August 1968 an den Kinostart ging. In Deutschland war der Film ab dem 18. Dezember zu sehen.

Obwohl Eastwood hier also im selben Genre wie seine Erfolgsfilme in Europa und wie in seiner TV-Serie war, spielte er hier doch einen etwas anderen Charakter. Seine Rollenfigur will nach dem Unrecht, das man ihm angetan hat, unbedingt Rache, die er auch bekommt, wobei er sich aber auch nach dem Gesetz richten muss, das er nun vertritt



ABSCHLIESSEND
"Hang 'em high" ist ein etwas härterer Western, aber dennoch ein Film, der sehr viel Unterhaltung und Spannung bietet. (Durch die Bank weg) alle Darsteller liefern gute bis sehr gute Arbeit ab; vor allem Pat Hingle als Richter Fenton, Inger Stevens und natürlich Clint Eastwood als Rächer, der zum Gesetzeshüter wird.

Für alle Western-Fans ist dieser Film ein Garant für gute Unterhaltung und alle Nicht-Fans könnten durch diesen Film vielleicht zu Fans werden.



INGER STEVENS
Inger Stevens ist bei uns leider nie so richtig bekannt geworden; wie gut sie als Darstellerin war, kann man u.a. auch in "Hang 'em high" sehen, wo sie die geheimnisvolle Rachel Warren spielt. Inger Stevens ist gebürtige Schwedin, dort wurde sie am 18. Oktober 1934 in Stockholm unter dem Namen Inger Stensland geboren.

Im Alter von 6 Jahren ging sie nach der Scheidung ihrer Eltern mit ihrem Vater und ihrem Bruder in die USA. Ihre Kindheit war nicht sehr glücklich durch die Heirat ihres Vaters, mit dessen neuer Frau sie nicht zurecht kam. 1953 ging sie nach New York, um dort den Beruf der Schauspielerin zu ergreifen.


Es folgten die ersten kleinen Rollen in Fernseh-Serien. 1957 spielte sie erstmals in einem Kinofilm, in "Man on Fire" mit Bing Crosby. Nach weiteren Rollen, die sie aber fast ausschließlich im Fernsehen spielte, kam dann endlich - wiederrum im Fernsehen - der erhoffte Erfolg. Sie spielte die weibliche Hauptrolle in der Serie "The Farmer's Daughter", wo sie ein schwedisches Kindermädchen namens Katy spielte, das im Haus eines Politikers (gespielt von William Windom) dessen Kinder hüten sollte. Die Serie lief ab 1967 auch bei uns unter dem Titel "Katy" (scheint aber schon lange nicht mehr gesendet worden zu sein).

Mit dieser Serie schaffte sie in den USA den Sprung zur bekannten Schauspielerin. Die Rolle in der Serie spielte sie bis zum Ende der Show im Jahre 1966, nachdem sie in immerhin 101 Episoden aufgetreten war.

Nach dem Ende der Serie spielte sie wieder mehr im Kino und war zusammen mit vielen bekannten Stars der damaligen Zeit zu sehen. Sie spielte u.a. in "A Guide to the Married Man" (1967), "Firecreek" ("Die fünf Vogelfreien", 1967, mit James Stewart und Henry Fonda), "Madigan" (1968), "5 Card Stud" (1968), "House of Cards" (1968) oder "A Dream of Kings" (1969).


Zu Beginn der 70er Jahre hatte sie einen Vertrag über ein Engagement in der von Aron Spelling (auch damals schon erfolgreich im Fernsehgeschäft tätig) geplanten Serie "The most Deadly Game" in der Tasche, die im Herbst 1970 auf Sendung gehen sollte. Die Serie wurde auch produziert, doch nach nur 13 Episoden wurde sie bereits wieder gestoppt.

Nach den Dreharbeiten zum TV-Film "Run, Simon, run" (1970 mit Burt Reynolds) wurde Inger Stevens am Morgen des 30. April 1970 in ihrem Haus in der Küche tot aufgefunden. Die Todesursache war eine Überdosis Barbiturate. Ab und an kamen noch Gerüchte auf, dass sie umgebracht worden war, doch die abschließende Ursache wurde mit Selbstmord angegeben.

Warum sie aus dem Leben schied, steht bis heute nicht fest. Private Probleme wurden und werden als die Ursache dafür angegeben. Inger Stevens wurde nur 35 Jahre alt.


Auf DVD kann man den Film hier bestellen.