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Thursday, October 29, 2009

Imagine That


Zu Hause ist der Zauber los
Original-Titel: IMAGINE THAT
USA, Deutschland, 2009

US-Kino-Start: 12. Juni 2009
Deutscher Kino-Start: 29. Oktober 2009

Darsteller:
Eddie Murphy (Evan Danielson)
Thomas Haden Church (Johnny Whitefeather)
Yara Shadihi (Olivia Danielson)
Ronny Cox (Tom Stevens)
Stephen Rannazzisi (Noah)
Nicole Ari Parker (Tricia Danielson)
DeRay Davis (John Strother)
Vanessa Williams (Lori Strother)



Drehbuch: Ed Solomon & Chris Matheson
Ausführender Produzent: Ric Kidney
Produzenten: Lorenzo di Bonaventura, Ed Solomon
Regie: Karey Kirkpatrick


Der Finanzberater Evan Danielson ist in seiner Firma nicht mehr sehr gut angesehen. Seine Arbeit ist immer weniger erfolgreich und Kollegen und auch sein Chef warten nur auf Gelegenheiten, ihn loszuwerden.

Die Prognosen seiner kleinen Tochter machen ihn bald stutzig, ihre Voraussagungen auf Aktien treffen immer wieder zu. Und bald sorgt eine dieser Prognosen dafür, dass Evan in seiner Firma mit seinem Rat bezüglich einer Aktie wieder erfolgreich wird.

Evan, der bisher als Vater nicht sehr gut war, bemerkt schließlich, dass sich seine Tochter Olivia oft unter ihr geliebtes Handtuch flüchtet, und dort die Tipps bekommt. Bald darauf lässt sich auch Evan unter dem Handtuch blicken.


"Imagine That" (dümmlicher deutscher Titel: "Zu Hause ist der Teufel los") ist der aktuelle Film von Komiker Eddie Murphy. Murphy hatte in den letzten Jahren nicht immer ein glückliches Händchen bei der Auswahl seiner Rollen bewiesen. Sein letzter Film "Meet Dave" ("Mensch, Dave", 2007, 08) wurde in den USA ein Flop. Gerade mal 11 Millionen Dollar spielte der Film in Amerika ein bei einem Etat von 60 Millionen.

Und auch "Imagine That" erging es in seiner Heimat nicht besser. Der Film startete dort bereits im Juni dieses Jahres, konnte bis August erst Einspielergebnisse von 16 Millionen Dollar aufweisen - bei Kosten von ca. 55 Millionen.

Die Komödie ist eine Co-Produktion zwischen Amerika und Deutschland (die deutsche Firma "Internationale Filmproduktion" investierte hier). Im Internet und auch in Kino-Magazinen spricht man nicht sehr wohlwollend über Murphy's neuen Film.

Die Gags wären stets dieselben, die Situationen hätte man schon mehrmals vorher gesehen und Murphy's Spiel werde auch nicht gerade den Film retten können. Gelobt wird allgemein die Darstellung von Yara Shadihi, die Murphy's Filmtochter Olivia spielte.

Trailer, die man schon im Netz sehen kann, zeigen nur Szenen, die nicht unbedingt schlecht wirken. Die Grundidee des Films ist nicht gerade von Logik erfüllt, doch ist die für eine Komödie immer unbedingt schlecht.

Für Fans von Eddie Murphy ist der Film ohnehin Pflichtprogramm. "Imagine That" startet heute in den Kinos.

Tuesday, January 6, 2009

Beverly Hills Cop


“Beverly Hills Cop”

Inhalt: Der ehemalige Häftling Mikey Tandino besucht in Detroit seinen Freund Axel Foley, der nun bei der Polizei ist. Noch am selben Abend wird Tandino ermordet. Foley begibt sich anhand von Wertpapieren, die der Ermordete bei sich hatte, auf die Spur nach Beverly Hills.

Dort hatte Tandino bei dem Geschäftsmann und Kunsthändler Victor Maitland gearbeitet und von dort hatte er auch die Wertpapiere mitgehen lassen. Bei Maitland arbeitet seine ehemalige Freundin Jeanette Summers. Foley besucht Maitland, wird aber von diesem rausgeworfen und wegen Ruhestörung von der Polizei verhaftet.

Auf dem Revier lernt er die Polizisten Rosewood und Taggart kennen, die bald mit ihm gemeinsam gegen Maitland ermitteln.

USA, 1984
Original-Titel:  BEVERLY HILLS COP

Darsteller:
Eddie Murphy (Detective Axel Foley)
Judge Reinhold (Detective Billy Rosewood)
John Ashton (Detective Sergeant John Taggart)
Lisa Eilbacher (Jeanette “Jenny” Summers)
Ronny Cox (Lieutenant Andrew Bogomil)
Steven Berkoff (Victor Maitland)
James Russo (Mikey Tandino)
Jonathan Banks (Zack)
Stephen Elliott (Police Chief Hubbard)
Gilbert R.Hill (Inspector Douglas Todd)

Drehbuch: Daniel Petrie Jr.
Story: Danilo Bach, Daniel Petrie Jr.
Ausführender Produzent: Mike Moder
Produzenten: Don Simpson, Jerry Bruckheimer
Regie: Martin Brest


HINTER DEN KULISSEN
Nach den beiden erfolgreichen Filmen “48 Hrs.” (”Nur 48 Stunden”, 1982) und “Trading Places” (”Die Glücksritter”, 1983) schaffte Eddie Murphy 1984 mit “Beverly Hills Cop” den endgültigen - auch internationalen - Durchbruch. Auch in Deutschland wurde er mit diesem Film endgültig zum Star.

Autor Danilo Bach hatte sein vorläufiges Drehbuch bereits 1977 fertiggestellt, doch dauerte es noch sieben Jahre, bis es endlich losgehen konnte. Als es aber soweit war, wurde nur noch sein Grundgerüst der Handlung benutzt, das fertige Drehbuch schrieb dann Daniel Petrie Jr. allein.

Als Regisseur war eigentlich David Cronenberg vorgesehen, doch daraus wurde nichts und an seiner Stelle übernahm Martin Brest den Job.

Das Skript war eigentlich für Sylvester Stallone geschrieben worden, der die Rolle des Axel Foley spielen sollte. Eine Drehbuch-Version (davon gab es mehrere) sah vor, dass Mikey Tandino sein Bruder war und Jenny Summers seine ehemalige Affäre. Es wäre auch so gedreht worden, allerdings verließ Stallone den Film zwei Wochen vor Drehbeginn.

Nun musste schnell Ersatz gefunden werden und als dieser Ersatz waren Namen im Gespräch wie Al Pacino, James Caan oder Mickey Rourke. Dann ging der Part schließlich an Eddie Murphy und es wurde erneut eine neue Drehbuch-Version angefertigt, die dann letztlich auch so verfilmt wurde.


DIE FORTSETZUNGEN
Der Film war einer der erfolgreichsten in den 80er Jahren und stand noch eine ziemliche Zeit auf der Liste der zehn kassenstärksten Filme aller Zeiten. Bereits am Eröffnungswochenende (am 9. Dezember 1984) in den USA spielte der Film die Summe von 15,2 Millionen Dollar ein - bei einem geschätzten Budget von 14 Millionen Dollar.

Bis zum Juli 1985 verzeichnete man in den USA ein Einspielergebnis von 229,9 Millionen Dollar - die damaligen weltweiten Ergebnisse beliefen sich auf 316,3 Millionen Dollar - damals eine gewaltige Summe für einen Kinofilm.


Dass bei derartigen Gewinnen über eine Fortsetzung nachgedacht wurde, dürfte klar sein. Die erste Fortsetzung kam dann auch. Tony Scott inszenierte 1986, 87 “Beverly Hills Cop II” (”Beverly Hills Cop II”), in dem erneut neben Eddie Murphy Judge Reinhold als Rosewood, John Ashton als Taggart sowie Gilbert R.Hill als Inspector Todd spielten. Als die Obergangster spielten hier Jürgen Prochnow als Maxwell Dent und Brigitte Nielsen als Karla Fry mit, die aber weniger überzeugend spielten als Steven Berkoff im ersten Teil.

Larry Ferguson und Warren Skaaren (sowie David Giler und Dennis Klein, aber im Vorspann ungenannt) schrieb das Drehbuch für diesen Film nach einer Story von Eddie Murphy und Robert D.Wachs. Allgemein schnitt die Fortsetzung schlechter ab als Teil eins. Ideenlosigkeit und viele Darsteller, die nur als Murphy’s Stichwortgeber fungieren sollten, waren die Hauptkritikpunkte - und meiner Meinung nach stimmen beide Kritikpunkte.

In den USA war der Film dann auch wesentlich erfolgloser als Teil eins, er spielte “nur” 153,6 Millionen Dollar ein, insgesamt kamen aber an weltweiten Einnahmen noch eine Summe von ca. 300 Millionen Dollar zusammen - also alles andere als ein finanzielles Debakel.

Bei solchen Einnahmen wundert es dann auch nicht, dass Teil 3 der Reihe schon beschlossene Sache war. John Landis drehte 1994 “Beverly Hills Cop III” (”Beverly Hills Cop III”), doch ab diesem Film war dann - jedenfalls in den USA - Schluß mit lustig.

Bei einem Budget von ca. 50 Millionen Dollar (mehr als doppelt so viel wie beim ersten Teil) spielte der Film (zu dem Steven E.de Souza das Drehbuch schrieb) in Amerika lediglich 42,6 Millionen Dollar ein; war dort also ein Flop. Aus der Stammbesetzung war neben Murphy auch nur noch Judge Reinhold als Rosewood dabei, John Ashton spielte nicht mehr mit.

Regisseur John Landis hatte vor diesem Film schon zweimal mit Eddie Murphy zusammen gearbeitet; 1983 in “Trading places” (”Die Glücksritter”) und 1988 in “Coming to America” (”Der Prinz aus Zamunda”).

Für 2010 ist Teil 4 der “Beverly Hills Cop”-Reihe angekündigt, in der wieder Eddie Murphy mit von der Partie sein soll. Doch nähere Informationen gibt es dazu noch nicht. Es ist noch nicht mal sicher, ob diese “Neuigkeit” über das Stadium eines Gerüchtes hinaus gehen wird - aber lassen wir uns überraschen.



Zur Bestellung von Teil 1 auf DVD geht es hier.

Sunday, November 23, 2008

Die Glücksritter


”Die Glücksritter”

Inhalt: Die Brüder Duke haben mit Warentermingeschäften ein Vermögen gemacht und die Leitung ihrer Firma in die Hände von Louis Winthorpe III. gelegt. Alle drei sind Experten auf ihrem Gebiet, aber ebenso sind alle drei von sich eingenommen und sehen auf andere nur herab.

Eines Tages gerät der Obdachlose Billy Ray Valentine in den vornehmen Club, in dem die Brüder Randolph und Mortimer Duke sind. Durch ein Versehen wird Valentine eines versuchten Diebstahls beschuldigt. Die Duke-Brüder beschliessen, eine Wette zu machen.

Sie wetten, dass der obdachlose Valentine ihre Firma ebenso gut leiten könnte, wie Winthorpe es tut, wenn er die richtigen  Gelegenheiten dafür bekommen würde. Um das durchführen zu können, lassen sie Winthorpe durch einen Trick in den Verdacht geraten, er sei ein Drogendealer und er wird nicht nur verhaftet, sondern auch entlassen und seine Verlobte trennt sich von ihm.

Als Winthorpe und Valentine dahinter kommen, das die Brüder Duke für ihre Situationen verantwortlich sind, wollen sie sich rächen. Und das tun sie auf eine Art und Weise, die auch reichen Leuten weh tut…..

USA, 1982, 83
Original-Titel: TRADING PLACES

Darsteller:
Dan Aykroyd (Louis Winthorpe III)
Eddie Murphy (Billy Ray Valentine)
Denholm Elliott (Coleman)
Jamie Lee Curtis (Ophelia)
Don Ameche (Mortimer Duke)
Ralph Bellamy (Randolph Duke)
Paul Gleason (Clarence Beeks)

Drehbuch: Herschel Weingrod, Timothy Harris
Produzent: Aaron Russo
Ausführender Produzent: George Folsey Jr.
Regie: John Landis



HINTER DEN KULISSEN

“Trading Places” war 1983 erst der zweite Kino-Film überhaupt für Eddie Murphy. Nach seinem Debüt 1982 neben Nick Nolte in dem Actionfilm “48 Hrs.” (“Nur 48 Stunden”) schaffte er mit diesem Film schon den Durchbruch, dem er dann 1984 endgültig die Krone des Erfolges aufsetzte mit der Rolle des Axel Foley in “Beverly Hills Cop”.

In der TV-Show “Saturday Night Live” war Murphy als Komiker bereits seit 1980 aufgetreten und er tat dies sporadisch noch bis 1984. In den 80er Jahren war Murphy (geboren am 3. April 1961 unter dem vollen Namen Edward Regan Murphy) einer der bestbezahlten Stars des US-Kinos.

Doch das änderte sich bald. Mit den beiden Fortsetzungen “Beverly Hills Cop” 2 und 3 tat er sich keinen Gefallen, denn beide Filme wurden keine großen Erfolge. Obwohl Teil 2 von 1987 noch einiges an Summen einspielte, fanden viele Kritiker und auch Fans, das dieser Film kein würdiger Nachfolger sei.

Teil drei entwickelte sich dann in den USA zum Flop. Bei einem Budget von geschätzten 50 Millionen Dollar spielte der Film 1994 in den USA nur 42 Millionen wieder ein.


Solche Filme kamen nun öfter, Murphy lieferte noch so manchen Flop. Erfolge feierte er mit seiner Neuverfilmung von “Dr. Doolittle” von 1998. In dieser wirklich gelungenen und herausragenden Komödie spielte er den Doktor, der mit Tieren reden kann. Unterstützt wurde er dabei von einer Menge Experten in Sachen Animation.  Mit Puppen-Animationen gelang es tatsächlich überzeugend, die Tiere zum sprechen zu bringen.

Auch hier war es ähnlich; während der erste Teil in den USA 144 Millionen Dollar einspielte, kam die 2001 produzierte Fortsetzung “Dr. Doolittle 2” nur auf 112 Millionen – beide Filme hatten ein Budget von ca. 70 Millionen Dollar. Seit 2001 ist Eddie Murphy auch verstärkt als Sprecher in Animationsfilmen tätig, so sprach er beispielsweise den Esel in den “Shrek”-Filmen.



ABSCHLIESSEND

Insgesamt ist “Die Glücksritter” eine sehr gute Komödie. Die Geschichte und die gesamte Optik sind sozusagen der Boden, auf dem die ausgezeichneten Darsteller ihr Können zeigen.

Neben Eddie Murphy als Obdachloser Billy Ray Valentine und Dan Aykroyd als Winthorpe überzeugen vor allem Denholm Elliott als Butler Coleman und Jamie Lee Curtis als Prostituierte Ophelia, die Louis zunächst gegen Geld helfen will und sich dann in ihn verliebt.

Die Gags entstehen aus der Situation an sich und werden meistens von Murphy und Aykroyd passend und genau serviert. Alles in allem also ein unterhaltsamer und spaßiger Film, den man sich wohl auch öfter ansehen wird.


“Die Glücksritter” gibt es bereits auf DVD zu kaufen, unter anderem auch hier.