Monday, December 15, 2008

Der 200 Jahre Mann

"Der 200 Jahre Mann"

Inhalt: Irgendwann in einer (vielleicht nicht allzu fernen) Zukunft: Der erfoglreiche Richard Martin überrascht seine Familie eines Tages mit dem Androiden NDR 114, einem Haushaltsroboter, der für alle Arbeiten im Haus eingesetzt werden kann. Seine Familie steht der neuen "Maschine" zunächst skeptsich gegenüber, erst nach und nach verlieren auch seine Frau und die jüngste Tochter die Scheu vor dem Roboter.

Richard Martin entdeckt eines Tages völlig überrascht, dass "Andrew", wie der Roboter nun genannt wird, künstlerische Fähigkeiten entwickelt. Er ist imstande, selbstständig Dinge zu reparieren und auch völlig neue Dinge zu bauen. Obwohl dies ganz entgegen seiner Programmierung steht, weigert Martin sich, den Roboter umzutauschen und unterstützt Andrew sogar noch in seinen Fähigkeiten.

Der Roboter wird immer mehr als Familienmitglied angesehen und eines Tages kann er durch seine Fähigkeiten sein eigenes Geld verdienen und wird unabhängig. Bald möchte er aber seinen größten Wunsch verwirklicht sehen: er will ein Mensch - und somit sterblich - werden.

USA, Deutschland, 1999
Original-Titel: BICENTENNIAL MAN

Darsteller:
Robin Williams (Andrew Martin)
Embeth Davidtz (Miss Amanda Martin / Portia Charney)
Sam Neill (Richard Martin)
Oliver Platt (Rupert Burns)
Kiersten Warren (Galatea)
Wendy Crewson (Mrs. Martin)
Hallie Katge Eisenberg (Amanda Martin im Alter von 7 Jahren)
Lindze Letherman (Grace Martin im Alter von 9 Jahren)
Angela Landis (Grace Martin)
John Michael Higgins (Bill Feingold, Anwalt)

Drehbuch: Nicholas Kazan
nach der Kurzgeschichte "The Bicentennial Man" von Isaac Asimov
und dem Roman "The Positronic Man" von Isaac Asimov und Robert Silverberg
Ausführender Produzent: Dan Kolsrud
Produzenten: Michael Barnathan, Chris Columbus, Gail Katz, Laurence Mark, Neal Miller, Wolfgang Petersen, Mark Radcliffe
Regie: Chris Columbus


HINTER DEN KULISSEN
Robin Williams war Ende der 80er / Anfang der 90er Jahre für seine teils sehr erfolgreichen Komödien bekannt. Er baute sich einen Ruf als Darsteller mit erfolgreichen Rollen in Filmen wie "Good Morning Vietnam" (1987), "Cadillac Man" (1990), "Hook" (1991), "Toys" (1992), "Mrs. Doubtfire" (1993), "Jumanji" (1995), "The Birdcage" (1996) oder der Disney-Produktion "Flubber" (1997) auf.

Und dann kam 1999 "Bicentennial Man", einer Rolle, die etwas ausserhalb seiner Erfolgsfilme lag. "Bicentennial Man" ist keine Komödie im Stile der Filme, die Williams bis dato Erfolg gebracht hatten. Es ist eine Mischung aus Science Fiction (es spielt in der Zukunft), Komödie und auch etwas Drama.

Eine ungewöhnliche Genre-Mischung, wie man meinen könnte und das stimmt auch irgendwie. Trotzdem funktioniert sie in diesem Film. Die Geschichte wird ohne grossen Längen erzählt und die Art und Weise, wie Drehbuch-Autor Nicholas Kazan zwei Werke von Isaac Asimov zu einem machte, geht hier voll auf.


Zu sehen, wie der Roboter immer mehr zu einem Menschen mit eigenem Charakter, Stärken und Schwächen wird, kann den interessierten Zuschauer die Spielzeit des Films hindurch gut bis sehr gut unterhalten.

Ich sage aber extra: den "interessierten Zuschauer". Leute, die Robin Williams aus seinen bekannteren Filmen her kennen, werden beim Sehen dieses Werkes vielleicht etwas enttäuscht werden, da es hier nicht den offenen und deutlichen Humor gibt, sondern den etwas leiseren.

Allen aber, die sich für solche Filme begeistern können, stehen knapp 2 Stunden gute Unterhaltung bevor. Neben der sehr guten Ausstattung und der gesamten Optik des Films können die Darsteller hier überzeugen. Außer Robin Williams überzeugten mich persönlich vor allem Sam Neill als Richard Martin, der sich von Andrew zunächst lossagt, als dieser allein leben will, und Embeth Davidtz in der Rolle der Amanda Martin und Portia Charney. Aber auch fast alle anderen Darsteller machten ihre Sache sehr gut.

Ein Erfolg war diesem Film allerdings nicht beschieden; bei einem geschätzten Budget von 100 Millionen Dollar spielte er (weltweit!) gerade mal 93,7 Millionen wieder ein - war also deutlich gesagt ein Flop. Etwas, was dieser Film nicht verdient hat.

Bei der Oscar-Verleihung im Jahre 2000 wurde Greg Cannom für das beste Make-up für den Oscar vorgeschlagen, er verlor aber gegen Christine Blundell und Trefor Proud, die den Preis für ihre Arbeit in "Topsy-Turvy" ("Topsy Turvy - Auf den Kopf gestellt", 1999) bekamen.




REGISSEUR CHRIS COLUMBUS
Chris Columbus (geboren am 10. September 1958 in Spangler, Pennsylvania) begann als Drehbuch-Autor im Filmgeschäft. Einen ersten Erfolg konnte er landen, als er 1984 am Skript des Films "Gremlins" beteiligt war und ein Riesenerfolg wurde.

Als Regisseur begann er 1987 mit dem Film "Adventures in Babysitting", einen Erfolg hatte er 1990 mit "Home alone" ("Kevin - Allein zuhause") und 1992 mit der Fortsetzung "Home alone 2: Lost in New York". 1993 arbeitete er bereits mit Robin Williams in dessen Film "Mrs. Doubtfire" zusammen. Weitere Erfolge hatte er 2001 mit "Harry Potter and the Sorcerer's Stone" ("Harry Potter und der Stein der Weisen") und 2002 mit "Harry Potter and the Chamber of Secrets" ("Harry Potter und die Kammer des Schreckens").




SCHRIFTSTELLER ISAAC ASIMOV
Der im russischen Petrowitschi (am 2. Januar 1920) geborene Isaac Asimov hinterließ seinen Anhängern ein sehr umfangreiches Werk, das aber nicht nur fiktive Arbeiten enthielt, sondern auch Fachbücher wie "Die exakten Geheimnisse unserer Welt", "Der lange Marsch durch die Zeit" oder "Außerirdische Zivilisationen".

Aus seinem literarischem Werk etwas hervorzuheben, ist nicht leicht, weil es sehr umfangreich ist. Unter Fans bekannt sind z.B. die "Lucky Starr"-Romane oder die "Foundation" Trilogie, sowie der Roman "I, Robot", der erst 2004 wieder mit Will Smith und Bridget Moynahan verfilmt wurde. Asimov starb im Alter von 72 Jahren am 6. April 1992 in New York.


Man muss etwas suchen, bis man "Der 200 Jahre Mann" auf DVD findet, aber es gibt ihn. Bestellen kann man ihn hier.

Sunday, December 14, 2008

Werwolf-Filme (9/13)

Nach "Wolfen" von 1981 kam 1984 "The Company of Wolves" ("Die Zeit der Wölfe", 1984). Dieser Film ist unter Fans aber sehr umstritten. Während einige das Werk wegen seiner ungewöhnlichen Machart und der märchenhaften (im wörtlichen Sinne) Geschichte mögen, lehnen ihn die anderen gerade aus diesen Gründen komplett ab.

1985 kam dann die Klamotte (ebenfalls im wörtlichen Sinne) "Teen Wolf" ("Teen Wolf", 1985) mit Michael J.Fox als Teenager, der sich in einen Werwolf verwandelt und an seiner Schule eine Sportskanone wird. Der Film wurde nicht nur bei uns ein Erfolg, ist aber doch sehr auf ein bestimmtes Publikum zugeschnitten.


Im selben Jahr erschien dann endlich wieder ein Werwolf-Film, wie er sein sollte: "Silver Bullet" ("Werwolf von Tarker Mills", 1984, 85) von Regisseur Daniel Attias.

Der Inhalt: In der amerikanischen Kleinstadt Tarker´s Mills beginnt eines Nachts bei Vollmond mit einem grauenhaften Mord eine ganze Serie solcher Untaten. Die Bürger rüsten auf und gehen nachts auf Streife, doch aufhalten können sie die Verbrechen nicht, die immer nur bei Vollmond geschehen.

Der Teenager Marty, der an den Rollstuhl gefesselt ist, hat eine Theorie, das diese Morde von einem Werwolf begangen wurden. Er erzählt seinem Onkel Red davon, doch der glaubt ihm natürlich kein Wort. Eines Nachts fährt Marty mit seinem von seinem Onkel frisierten Rollstuhl los, um Feuerwerkskörper loszulassen. Dabei wird er von einem Werwolf angegriffen, den er aber mit einem abgeschossenen Feuerwerkskörper aufhalten und verletzten kann.

Ihm gelingt die Flucht und am nächsten Tag erzählt er seiner Schwester Jane und auch Onkel Red davon. Jane glaubt ihm und hilft ihm bei der Suche nach dem Werwolf, der ja jetzt eine Verletzung haben muß. Als die beiden in dem Reverend Lowe die Bestie erkennen, verspricht Red Maßnahmen zu ergreifen, um einen Werwolf bekämpfen zu können. Obwohl er noch immer nicht an die Erkenntnisse der beiden Kinder glauben kann, läßt er eine silberne Kugel herstellen.

"Silver Bullet" ist zwar längst nicht so gut wie "American Werewolf" oder "Das Tier", aber damit konnte man wohl auch nicht rechnen. Obwohl der Film in der Mitte etwas durchhängt, und es teilweise recht drastisch bei manchen Attacken des Werwolfs zugeht, beitet "Silver Bullet" ganz spannende 90 Minuten. Auf jeden Fall bietet er gepflegte Gruselunterhaltung, die nur stellenweie ins Merkwürdige oder Dämliche abrutscht.

DIE ARBEITEN

Das gelungene Drehbuch zu diesem Film schrieb Autor Stephen King selber, das auf der Kurzgeschichten-Sammlung "Cycle of the Werewolf" ("Das Jahr des Werwolfs") basierte (die mir nicht besonders gefielen). Für die filmische Bearbeitung wurde der Inhalt leinwandgerecht aufgeblasen und bekam so alle Zutaten, die ein Gruselfilm haben muß.

Den Originaltitel "Silver Bullet" kann man in zweierlei Hinsicht verstehen: zum einen bedeutet es natürlich wörtlich übersetzt "Silberkugel". "Silver Bullet" ist aber auch der Name des speziellen Rollstuhls, mit dem Marty sogar dem Werwolf in seiner menschlichen Gestalt entkommen kann.

Die Vorlage zum Film, "Cycle of the Werewolf" (bei uns erschienen unter dem Titel "Das Jahr des Werwolfs") waren  eigentlich 12 lose zusammenhängende Kalendergeschichten, von denen jede nicht mehr als 500 Wörter hatte. Die erste Ideen hatte Stephen King dazu schon 1979, doch erst 1983 erschien das Werk in einer kleinen Auflage.


1985 kam dann eine Taschenbuchausgabe auf den Markt. Der Produzent Dino De Laurentiis sicherte sich die Rechte an  der Geschichte und fragte bei King an, ob er nicht selber das Drehbuch schreiben wolle. Zunächst ungern machte sich der Autor daran, weil er nicht so recht wußte, wie er die 12 einzelnen Geschichten in einen Handlungsstrang unterbringen sollte.

Schließlich ließ er das Geschehen dann aus der Sicht der älteren Schwester erzählen und konnte so alle einzelnen  Geschichten unter einen Hut bringen. Das hatte auch zum Ergebnis, das King den Hauptpersonen mehr Raum im Skript geben konnte, als es in der Vorlage der Fall war. Der Onkel der beiden, der in der Geschichte nur mehr kurz auftaucht, bekam nun einen Hintergrund.

Corey Haim als Marty Coslaw mußte sich an verschiedene Rollstühle gewöhnen, die er im Film benutzte. Zu Anfang fuhr er in einem normalen, dann baute ihm sein Onkel Red einen silbernen, aufgemotzen; eine silberne Kugel = "Silver Bullet".

Dieser frisierte Rollstuhl funktionierte auch in der Realität, er war auch erheblich schneller als ein normaler.  Auch wenn Corey Haim in gefährlichen Momenten gedoubelt wurde, spielte er fast alle Szenen in diesem "Feuerstuhl" selbst.

Die Hauptfiguren des Films sind die Geschwister Jane und Marty Coslaw (gespielt von Megan Follows und Corey Haim) und ihr Onkel Red (Gary Busey). Alle anderen handelnden Personen sind nur Nebenrollen und haben nicht viele Szenen im Film.

Everett McGill spielt einen Pfarrer, der des Nachts als Werwolf umherwandelt. Und da haben wir eine kleine inhaltliche Schwäche. Ein Werwolf ist ein Geschöpf des Bösen, es kann daher also niemals eine Kirche betreten, ganz zu schweiden davon, das es in einer arbeitet. So jedenfalls galt bis dato die (ungeschriebene) Regel. Aber das ist nur eine Kleinigkeit, an der man sich nicht stören sollte.

Außerdem wird die Identität des Werwolfes erst weit nach der Hälfte des Films offenbart, King beließ es also bei dieser Auflösung aus dramaturgischen Gründen.

DIE EFFEKTE

Die Trickeffekte sind recht ansehnlich, vielleicht auch, weil sie nicht sehr oft eingesetzt werden. Meistens sieht man den Werwolf schon in der fertigen Verwandlung - aber selten im Ganzen. Für die Gestaltung des Werwolfs engagierte man Carlo Rambaldi, der schon den Außerirdischen "E.T." erschaffen hatte und den Troll in der King-Verfilmung "Katzenaugen".

Rambaldi begann zunächst mit dem Bau von Masken und einer lebensgroßen Puppe, um einen Überbilck zu bekommen. Der Werwolf sollte so "real" wie möglich aussehen. Drei Monate vor Beginn der eigentlichen Arbeiten begannen Rambaldi  und sein Team mit allen möglichen Ideen, um der Beschreibung des Werwolfes aus Stephen King´s Drehbuch so nahe wie möglich zu kommen. Dabei verging immer mehr Zeit und man hatte sich immer noch nicht entschieden.

Der Termin rückte aber immer näher, so das sich Daniel Attais fünf Wochen vor Drehbeginn entschied, die ursprünglich geplante Anzahl der Werwolf-Szenen zu kürzen und sich auf Nah- bzw. Teilaufnahmen der Bestie zu  beschränken. Viele, viele Möglichkeiten sind dadurch allerdings leichtfertig verschenkt worden.

Bei den verbleibenen Aufnahmen schließlich war das Schwierigste der Kopf, in dem nicht immer Everett McGill steckte. Manche Szenen (z. B., wenn der Werwolf "Mimik" zeigen sollte) wurden mit einem mechanischen Kopf gedreht, der über ein Kabelsystem gesteuert wurde. Mehrere Leute waren jeweils bei den Aufnahmen für die Kontrolledes Kopfes zuständig.


Eine der am schwersten umzusetzenden Szenen war eine Traumsequenz, in der Reverends Lowe träumt, das sich alle Kirchenbesucher in Werwölfe verwandeln würden. Für diese Szenen wurden über 10 komplette Werwolf-Masken hergestellt für die Leute, die ganz im Bild zu sehen waren. Je weiter die Leute in der Kirche entfernt saßen, desto weniger mußten sie geschminkt werden.

Allerdings waren die zehn kompletten Masken, die man dafür brauchte, auch Arbeit genug. Die Darsteller waren bei den Dreharbeiten für diese Szenen in Gruppen aufgeteilt: die erste Gruppe waren die, für die man eine ganze Maske benötigt, da sie auch ganz im Bild zu sehen sein sollten. Für manche der Darsteller mußten es auch regelrechte Werwolf-Kostüme sein, da man bei manchen nicht nur das Gesicht sehen sollte.

Die nächste Gruppe waren die, die schon etwas weiter hinten in der Kirche saßen und die schon nicht mehr ganz so deutlich zu sehen ein würden; für diese brauchten die Masken auch nicht mehr so detailiert zu sein. Die letzte Gruppe saß dann nur noch im Hintergrund und war nur noch als Komparsen dafür gedacht, um das "Innere der Kirche" zu füllen. Die Masken für diese Darsteller waren entsprechend weniger aufwendig.

Verwandlungen in Werwölfe in der Art, wie sie bei "Das Tier" oder "American Werewolf" zu sehen waren, gab es bei "Werwolf von Tarker Mills" nicht, man sieht immer nur Teilansichten von sich immer mehr verwandelnden Menschen. Nur am Schluß gibt es eine Rückverwandlung in einen Menschen, in dem es auch manche Szenen zu sehen gibt, wo man Teilverwandlungen ohne Schnitte sehen konnte.

Und bei dieser Sequenz am Ende des Films gibt es eine kurze, nur wenige Sekunden dauernde Stelle, die vieles von dem guten Eindruck, den der Film allgemein bis dahin aufgebaut hatte, wieder zunichte machte (jedenfalls empfand ich dies so).


Im Finale wird der Werwolf mit einer Silberkugel erschossen, die schon erwähnte Rückverwandlung setzt ein, die stellenweise ziemlich überzeugend ist, dann liegt der Mann auf dem Boden und ist, wie am annehmen kann, darf, soll und muß, tot.

Dann dauert es einige Sekunden und der Liegende kommt noch einmal schnell hoch, faucht ein bißchen, fuchtelt albern vor der Kamera herum und fällt dann wieder um. Diese Szene ist absoluter und totaler Schwachsinn, sie erfüllt keinerlei inhaltichen Sinn oder Zweck. Nur, um noch einmal einen letzten Schockmoment herauszuholen.

Allerdings ging dieser Schuß bei mir nach hinten los, denn er erzeugte nur Ärger - Ärger über einen krampfhaft erzeugten Schreckmoment, der aber die ganze aufgebaute Spannung des Finales um ein Haar zerstörte. Wer auch immer diesen dusseligen Einfall gehabt hatte, man möge ihn auf die Strafbank schicken.

Regisseur Daniel Attias begann mit den Hauptdreharbeiten im Okotber 1984, die bis Anfang Dezember dauerten. Die Suche nach den Darstellern der Geschwister Coslaw gestaltete sich schwierig und dauerte Wochen, bis man auf  Corey Haim und Megan Follows traf. Die Besetzung von Onkel Red war mit Gary Busey allerdings eine  Wunschbesetzung.

Corey Haim (geboren am 23. Dezember 1971 im kanadischen Toronto) begann 1982 mit einer wiederkehrenden Rolle in der TV-Serie "The Edison Twins". Der Part als Marty war erst sein dritter Einsatz in einem Kinofilm. Er ist bis heute als Darsteller aktiv.

Megan Follows (geboren am 14. März 1968 im kanadischen Toronto) war schon länger beim Film beschäftigt. Sie begann 1978 mit einer Rolle in "Clare's Wish", bevor sie ebenfalls eine wiederkehrende Rolle in der TV-Serie "Matt and Jenny" (1979) spielte. Sie war schon in mehreren Filmen, sowie in Fernseh-Arbeiten aufgetreten, bevor die Rolle der Jane in "Silver Bullet" kam.

Daniel Attias' "Silver Bullet" ist bestimmt nicht der beste Horror-Film, den es gibt und in der Reihe der Werwolf-Filme hat er gegen "The Howling" oder "An american Werewolf in London" keine Chance. Dennoch ist der Film für Fans unterhaltsam, interessant und auch spannend und kann seine interessierten Zuschauer durchaus 90 Minuten lang in seinen Bann ziehen.


Teil 10 der “Werwolf”-Filme folgt demnächst.

Saturday, December 13, 2008

Das fliegende Auge


Das fliegende Auge

Frank Murphy ist Polizist beim Astro-Kommando, einer Hubschrauber-Staffel in Los Angeles. Nach einem Routineflug  mit seinem neuen Kollegen Richard Lymangood bekommt er von seinem Chef Ärger, weil er von seiner üblichen Route abgewichen ist. Während dieser Zeit wurde Commissioner Diana McNeely ermordet aufgefunden. Nach Feierabend fährt Murphy noch einmal zum Tatort, wo er einen Zettel mit den Worten "Projekt Thor" findet. Am nächsten Tag werden er und sein Vorgesetzer, Captain Braddock, zu einem geheimen Treffen beordert. Dort wird ihnen der neue Prototyp eines Hubschraubers vorgestellt, der den Spitznamen "Blue Thunder" bekam. Er verfügt über Nachtsichtgeräte, Infrarot-Kameras, 20 Millimeter-Geschütze und einen Computer, mit dem man zu vielen Datenbänken  Zugang hat.


Der Pilot, der den Helikopter vorstellt, ist Colonel Cochrane, ein alter ungeliebter Bekannter Murphys aus Vietnam-Tagen. Murphy und Lymangood sollen den neuen Hubschrauber testen und beginnen mit ihrem ersten Flug. Dabei verfolgen sie Cochrane und geraten mitten in ein geheimes Treffen. Mit den Außenmikrofonen des Hubschraubers schneiden sie ein Gespräch auf Video mit, nach dem Murphy die Bedeutung von Projekt "Thor" klar wird. Lymangood  holt das Videoband aus dem Rekorder des Hubschraubers und versteckt es, unmittelbar danach wird er überfallen und ermordet. Daraufhin will Murphy um jeden Preis die Angelegenheit publik machen. Mit Hilfe seiner Freundin Kate schafft er es, das brisante Videoband zu einem Fernseh-Sender zu bringen, er selber aber wird an Bord von "Blue Thunder" wie ein Verbrecher gejagt und nach mehreren Auseinandersetzungen mit Polizeihubschraubern und Kampfjets auch von Colonel Cochrane verfolgt, der ihm eine regelrechte Verfolgungsjagd per Hubschrauber aufzwingt.

USA, 1982, 83
Original-Titel: BLUE THUNDER

Darsteller:
  • Roy Scheider (Officer Frank Murphy)
  • Malcolm McDowell (Colonel F.E. Cochrane)
  • Warren Oates (Captain Jack Braddock)
  • Candy Clark (Kate)
  • Daniel Stern (Officer Richard Lymangood)
  • Paul Roebling (Icelan)
  • David Sheiner (Fletcher)
Drehbuch: Dan O’Bannon & Don Jakoby
sowie Dean Riesner (blieb im Vorspann ungenannt)
Produzent: Gordon Carroll
Regie: John Badham


HINTER DEN KULISSEN

“Blue Thunder” ("Das fliegende Auge") ist ein Actionfilm mit einer nicht sonderlich ausgefallenen Geschichte, die aber dennoch genug Handlungen und Neben-Handlungen bietet, um neben der Action zu unterhalten. Das Besondere an dem Film ist (neben Hauptdarsteller Roy Scheider) der Hubschrauber und die damit verbundenen Flug-Szenen. Der deutsche Titel "Das fliegende Auge" soll wohl so eine Art Anspielung auf die Eigenschaften des Helikopters darstellen, der ja immerhin über besonders empfindliche Richtmikrofone und Kameras verfügt, der also ein "fliegendes Auge" ist.

Obwohl "Blue Thunder" im "Lexikon des Science Fiction-Films" besprochen wird, ist er eigentlich kein SF-Film. Das, was im Film als SF gelten könnte, ist die besondere Ausstattung des Hubschraubers, doch diese Technik war damals beileibe keine Science Fiction mehr, sondern bereits Realität. Die Überwachungstechniken, die gezeigt werden, waren real und befanden sich damals schon in den USA im Einsatz. "Das fliegende Auge" also als Science Fiction-Film zu bezeichnen, wäre etwas daneben gegriffen, als Actionfilm sticht er aber aus der Masse des Genres hervor.


Die Szenen mit den Hubschraubern sind stellenweise wirklich derart beeindruckend, das man alles um sich herum  vergißt. Kameramann Frank Holgate und der Regisseur der Luftaufnahmen, Jim Gavin, leisteten Erstklassiges, die beiden hatten auch später noch öfter zusammen gearbeitet. Daneben vergißt man bald die Leistungen der Schauspieler, allen voran Roy Scheider, der seine Rolle mit gewohnter Brillanz über die Bühne bringt. Wenn er auch nicht der große Superstar wurde, spielte er doch schon seit über 30 Jahren in Filmen mit, von denen nicht wenige heute Klassiker sind. Der Schauspieler starb am 10. Februar dieses Jahres im Krankenhaus. Warren Oates als Vorgesetzer Captgain Braddock hat nicht sehr viele Szenen zum Überzeugen, was wohl vor allem  daran lag, das er noch während der Dreharbeiten verstarb - der Film "Blue Thunder" ist ihm gewidmet worden.


DER HUBSCHRAUBER

Das Hubschrauber-Modell, das man als "Blue Thunder" benutzte, war eine aufgemöbelte "Aérospatiale Gazelle", und manche der Zusatzgeräte, die im Film benutzt wurden, funktionierten wirklich. Durch diese zusätzliche Ladung aber geriet Chef-Pilot Jim Gavin teilweise sogar in Lebensgefahr, da die Flugeigenschaften des Helikopters so drastisch verändert wurden, dass sich die Piloten sehr schwer darauf einstellen konnten. Die Firma "Aérospatiale" war Ende des 20. Jahrhunderts (nach der Firma "Sikorsky") der grösste Hersteller von Hubschraubern. Das Modell "Gazelle", ein Mehrzweck-Hubschrauber, war das Nachfolgemodell des berühmten Typs "Alouette II", das erstmals 1966 in Vorbereitung ging.

Aérospatiale war zwar auf dem Militärsektor stark vertreten, doch nutzen sie eigene Forschungen auch für den zivilen Bereich. Besonders in Frankreich und England wurde die "Gazelle" häufig verwendet; die Army und die Royal Navy hatten lange dieses Modell in ihren Beständen. Nach dem Vorgänger-Modell, dem SA 340 von 1967, kam schon ein Jahr später das Modell SA 341, das am 17. April 1968 erstmals in die Luft ging. Neben Neuerungen wie einer leistungsstärkeren Turbine, konnten diese Hubschrauber auch in der Realität eine Menge an Bewaffnungen an Bord haben, nicht nur im Militärbereich. Später kam dann noch der SA 342 mit einer noch stärkeren Turbine auf den Markt.


Wenn auch viele Stunt-Szenen im Film mit den Hubschraubern real gedreht waren - der Looping war es nicht. Das war zur damaligen Zeit mit den Hubschraubern nicht möglich (heute ja), jeder Versuch hätte unweigerlich mit dem Absturz der Maschine geendet. Diese Szene wurde mit einem Modell des Hubschraubers mit Roy Scheider "an Bord" gedreht, die Szenen mit dem  echten Hubschrauber wurden aus verschiedenen Winkeln aufgenommen und später mittels Schnitt zur Illusion eines Loopings vollendet. Der große Erfolg von "Das fliegende Auge" blieb nicht ohne Folgen: unter dem Titel "Blue Thunder" wurde eine TV-Serie mit James Farentino in der Hauptrolle produziert, die bei uns auf Videocassetten erschien. Es wurden aber nur 13 Folgen hergestellt. "Das fliegende Auge" gilt auch als Ideengeber und Inspiration für die TV-Serie "Airwolf"  mit dem Hollywood-Veteran Ernest Borgnine, Jan Michael Vincent und Jean Bruce Scott.

80 Episoden wurden von 1984 bis 1986 gedreht, dann nahm man die Serie aus dem Programm - angeblich auch wegen zu hoher Produktionskosten.


ABSCHLIESSEND

"Blue Thunder" ist ein gelungener und spannender Action-Film geworden, der neben den guten Darstellern auch perfekt gefilmte Action zu bieten hat. Die Dreharbeiten zum Film waren übrigens im April 1982 abgeschlossen (Drehbeginn: Januar 1982), dennoch startete der Film in den US-Kinos erst am 13. Mai 1983. In Deutschland ging “Blue Thunder” eigenartigerweise noch früher an den Start: bereits am 5. Februar 1983 war der Film in den heimischen Kinos zu sehen.

Friday, December 12, 2008

Stars des Horror-Films (1)

In dieser Reihe möchte ich Personen kurz vorstellen, die im Horror-Genre eine wichtige oder prägende Rolle hatten. Nicht nur Schauspieler sollen hier erwähnt werden, sondern auch beispielsweise Regisseure, Komponisten oder Autoren, die sich auf das Gebiet des Horrors spezialisiert haben oder hier öfter tätig waren.


Der erste Teil gehört einem Schauspieler, dessen Leinwand-Karriere in den 40er Jahren begann und bis in die 70er hinein ging:



VINCENT PRICE (1911 - 1993)



Titelbild einer Biographie seiner Tochter Victoria Price.



Wohl kaum ein Darsteller wurde (und wird) so eng mit dem Horror-Genre verbunden wie Vincent Price. Noch heute ist er neben Größen wie Peter Cushing, Christopher Lee, Boris Karloff oder Bela Lugosi einer der bekanntesten Darsteller dieses Genres.

Den ersten Kontakt mit dem "unheimlichen Film" hatte er 1940 mit "The invisible Man returns" ("Der Unsichtbare kehrt zurück"), doch war dies ein Film, den man eigentlich nicht mitrechnen kann, da der dort die Rolle des "Unsichtbaren" spielte, also meist nur in Maske auftrat.

Seine erste Hauptrolle in einem "echten" Horrorfilm hatte er 1953 in "House of Wax" ("Das Kabinett des Professor Bondi"), der ein großer Erfolg wurde. Als er dann ab 1960 in einer Reihe von Adaptionen nach Edgar Allan Poe auf der Leinwand erschien, wurde er mehr und mehr im Horror-Genre bekannt.



Geboren wurde Price als viertes Kind von Vincent Leonard Price und dessen Frau Marguerite am 27. Mai 1911 in St. Louis (Missouri) unter dem Namen Vincent Leonard Price, Jr.


Seinen ersten Kontakt mit der "Schauspielerei" hatte er als Fünfjähriger, wo er in einem Weihnachtsstück einen Engel spielte. Schon früh interessierte ihn das Kochen, und dies zusammen mit dem Interesse an der Malerei ließen ihn im Alter von 17 Jahren zu einer Reise nach Europa aufbrechen, wo er sich die Kunstwerke ansah.

Wenn sein Talent zum Malen stärker ausgeprägt gewesen wäre, wäre der Filmwelt wahrscheinlch ein wunderbarer Schauspieler verloren gegangen. Aber seiner Meinung nach reichte seine Begabung zum Malen nun mal nicht aus. Die Begeisterung für das Kochen und die Malerei hielt aber dennoch sein ganzes Leben lang an, er veröffentlichte einige Bücher zum Thema Kochen und gründete später die "Vincent Price Gallery and Art Foundation", eine Stiftung, die er im Jahre 1951 in Los Angeles ins Leben rief und die Kunst im Allgemeinen untersützte.

1929 schrieb Price sich in Yale ein, wo er seine Begeisterung an der Schauspielerei entdeckte. Nach dem Studium arbeitete er in der Welt des Theaters und nahm 1933 auch eine Stelle als Lehrer an. Danach fuhr er erneut nach Europa, um seine Studien zu erweitern.

Seine Reisen führten ihn nach Wien, Nürnberg und London, wo er sich alsbald wieder auf den Bühnen des Theaters wiederfand. Von dort holte ihn ein US-Agent 1935 zurück, wo er dann am Broadway in dem Stück "Victoria Regina" neben Helen Hayes spielte.

In dieser Zeit spielte er auch in dem Stück "The Shoumaker´s Holiday", wo er zusammen mit der Schauspielerin Edith Barrett auftrat. Die beiden verliebten sich ineinander und am 22. April 1938 gaben sie sich das Ja-Wort. Die Traung wurde dort vollzogen, wo sie abend auftraten: auf der Bühne.

Noch im Jahr seiner Heirat - 1938 - nahm ihn die Universal Pictures unter Vertrag, ließen ihm aber die Hälfte des Jahres Zeit für seine Arbeit am Theater. Sein erster Film folgte schon bald: "Service de Luxe". Schon in seiner Anfangszeit spielte er in teils hervorragenden Filmen, die gänzlich außerhalb des Horror-Genres liegen.

Hervorzuheben aus dieser Zeit sind wohl neben Filmen wie "The Song of Bernadette" ("Das Lied von Bernadette", 1943) oder "The Eve of St. Mark" (1944) der sehr gelungene Kriminalfilm "Laura" ("Laura", 1944) von Otto Preminger oder die Dramen "Leave her to Heaven" ("Todsünde", 1945) und "Dragonwyck" ("Weißer Oleander", 1946). In mehreren Filmen spielte Price in dieser Zeit mit der damals sehr bekannten und erfolgreichen Schauspielerin Gene Tierney.

Bald wurde er aber auf die Rolle des Oberfieslings in Filmen festgelegt, so spielte er u.a. die Figur des Richelieu in der 1948er Version von "The three Musketeers" ("Die drei Musketiere"). 1953 kam dann seine erste Hauptrolle in dem (übrigens sehr guten) "House of Wax" ("Das Kabinett des Professor Bondi"), in dem er eine sehr überzeugende Leistung bot. Nebenbei bemerkt: die Rolle des Professor Bondi, die Price spielte, gab es im Original nicht, dort war sein Rollenname Prof. Henry Jarrod.

Sein nächster Auftritt im Horror-Genre kamn dann auch erst etwas später: 1958 spielte er in dem sehr guten "The Fly" ("Die Fliege") mit Al Hedison und Patricia Owens, in dem er aber noch nicht der Bösewicht war, den er sonst oft in seinen Horrorfilmen spielen sollte.

Seine Karriere als Horror-Star begann dann 1960, als der B-Film "House of Usher" ("Die Verfluchten") in die Kinos kam. Dies war der erste eine Reihe von Filmen, die der Produzent/Regisseur Roger Corman als B-Filme drehte, also als kostengünstig hergestellte Filme, die damals noch oft Teil eines Doppelprogramms im Kino waren. Neben diesen Filmen kam der Hauptfilm dann sozusagen obendrauf.

Bei einem Budget von lächerlichen 270.000 Dollar spielte der Film einiges an Gewinn ein, so das Corman bald weitere Filme drehte, die - wie der erste - nach Geschichten des US-Schriftstellers Edgar Allan Poe entstanden. Mit den weiteren Filmen baute sich dann langsam, aber stetig der Ruf Price's als Horror-Darsteller auf. Es entstanden die Filme "The Pit and the Pendulum" ("Das Pendel des Todes", 1961), "Tales of Terror" ("Der grauenvolle Mr. X", 1962), "The Raven" ("Der Rabe - Krieg der Magier", 1963), "The haunted Palace" ("Die Folterkammer des Hexenjägers", 1963), "The Masque of the Red Death" ("Satanas - Das Schloß der blutigen Bestie", 1964) und "Tomb of Ligeia" ("Das Grab der Lygeia", 1964), dann beendete Corman seine Reihe mit Filmen nach Edgar Allan Poe, obwohl auch diese Filme wenig mit den Original-Geschichten des Dichters zu tun hatten.

Auch in den weiteren 60er und 70er Jahren blieb Price dem Horror-Genre treu und in dieser Zeit entstanden teils hervorragende Werke wie "Diary of a Madman" ("Tagebuch eines Mörders", 1962), "Twice told Tales" ("Das Gift des Bösen", 1963), "City under the Sea" ("Stadt im Meer", 1965), "The Witchfinder General" ("Der Hexenjäger", 1968), "The oblong Box" ("Im Todesgriff der roten Maske", 1969), "Cry of the Banshee" ("Der Todesschrei der Hexen", 1969), "The abominable Dr. Phibes" ("Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes", 1971), "Theatre of Blood" ("Theater des Grauens", 1973), "Madhouse" ("Das Schreckenshaus des Dr. Death", 1973) oder "Journey into Fear" (1975).

Ab den 80er Jahren erschien er dann seltener vor der Kamera, war aber sporadisch noch aktiv, so war er von 1980 bis 1989 der Gastgeber der TV-Show "Mystery!" und spielte eine Gast-Rolle in der Serie "Trapper John, M.D.". Bald darauf war er öfter als Sprecher in Animations-Filmen zu hören, so sprach er in 13 Episode der Serie "The 13 Ghosts of Scooby-Doo" 1985 eine Rolle und tat dies ebenso in dem TV-Film "The little Troll Prince" (1975), "The great Mouse Detective" ("Basil, der Mäusedetektiv", 1986), in "Sparky's magic Piano" (1987), in "The Nativity" (1987) oder 1993 in "The Princess and the Cobbler", was seine letzte Arbeit im Filmgeschäft wurde. Eine letzte Rolle in einem Kinofilm spielte Price 1990 in Tim Burton's "Edward Scissorhands" ("Edward mit den Scherenhänden").

Vincent Price hatte zwei Kinder, sein Sohn Vincent Barret Price stammt aus seiner ersten Ehe mit Schauspieler-Kollegin Edith Barret (1938 - 1948). Seine zweite Ehe mit Mary Grant ging von 1949 bis 1973. 1962 wurde ihre gemeinsame Tochter Victoria geboren. Seine letzte Ehe ging er 1974 mit Coral Browne ein, für die zum Katholizismus konvertierte.

Price selber sagte einmal: "I hate being old and ill! Don't get old if you can avoid it!" Was inhaltlich soviel heißt wie: "Ich hasse es, alt und krank zu werden. Werde nicht alt, wenn du es verhindern kannst."

Er wurde alt, aber auch krank. Vincent Price starb im Alter von 82 Jahren am 25. Oktober 1993 in Los Angeles an einem Emphysem in Folge seines Krebsleidens.


VINCENT PRICE-FILMOGRAPHIE
(Nicht vollständig)

1938: Service de Luxe
1939: The private life of Elizabeth and Essex (Günstling der Königin)
1939: Tower of London (Der Henker von London)
1940: The invisible man returns (Der Unsichtbare kehrt zurück)
1940: The house of seven gables
1940: Green hell (Die grüne Hölle)
1940: Brigham Young, frontiersman (Treck nach Utah)
1941: Hudson's Bay
1943: The song of Bernadette (Das Lied von Bernadette)
1944: The eve of St. Mark
1944: Wilson
1944: Laura (Laura)
1945: The keys of the kingdom (Schlüssel zum Himmelreich)
1945: A royal scandal
1945: Leave her to heaven (Todsünde)
1946: Shock
1946: Dragonwyck (Weißer Oleander)
1947: The web (Das Netz)
1947: Moss rose
1947: The long night (Die lange Nacht)
1948: Up in Central Park
1948: Abbott and Costello meet Frankenstein (Abbott und Costello treffen Frankenstein)
1948: The three musketeers (Die drei Musketiere)
1948: Rogue's regiment (Der Mann ohne Gesicht)
1949: The bribe (Geheimaktion Carlotta)
1949: Bagdad (Badgag)
1950: Champagner for Caesar
1950: The baron of Arizona (Der Baron von Arizona)
1950: Curtain call at Cactus Creek
1951: His kind of woman (Ein Satansweib)
1951: Adventures of captain fabian
1952: The Las Vegas story (Die Spielhölle von Las Vegas)
1953: House of wax (Das Kabinett des Professor Bondi)
1954: Dangerous mission (Blut im Schnee)
1954: Casanova's big night (Der Schürzenjäger von Venedig)
1954: Tha mad magician (Der wahnsinnige Zauberkünstler)
1955: Son of Sinbad (Sindbads Sohn)
1956: Serenade (Serenade)
1956: White the city sleeps (Die Bestie)
1956: The ten commandments (Die zehn Gebote)
1957: The story of mankind
1958: The fly (Die Fliege)
1958: House on haunted hill (Das Haus auf dem Geisterhügel)
1959: The big circus (Die Welt der Sensationen)
1959: The bat (Das Biest)
1959: The return of the fly (Rückkehr der Fliege)
1960: House of Usher (Die Verfluchten)
1960: The tingler (Schrei, wenn der Tingler kommt)
1961: The pit and the pendulum (Das Pendel des Todes)
1961: Master of the world (Robur, der Herr der sieben Kontinente)
1961: Nefertite, regina del nilo (Nofretete, Königin vom Nil)
1961: Gordon, il pirata nero (Der schwarze Seeteufel)
1961: The last man on earth
1962: Tales of terror (Der grauenvolle Mr. X)
1962: Confessions of an opium eater
1962: Diary of a madman (Tagebuch eines Mörders)
1962: Tower of London (Der Massenmörder von London)
1963: The raven (Der Rabe - Krieg der Magier)
1963: Beach party
1963: Twice told tales (Das Gift des Bösen)
1963: the haunted palace (Die Folterkammer des Hexenjägers)
1963: The comedy of terror ("Ruhe sanft" GmbH)
1964: The masque of the red death (Satanas - Das Schloß der blutigen Bestie)
1964: Tomb of ligeia (Das Grab der Lygeia)
1965: City under the sea (Stadt im Meer)
1965: Dr. Goldfoot and the bikini-machine
1966: Dr. Goldfoot and the girl bombs
1967: La casa de las mil munecas (Das Haus der tausend Freuden)
1967: The jackals
1968: The witchfinder general (Der Hexenjäger)
1969: The oblong box (Im Todesgriff der roten Maske)
1969: More dead than alive (Killer Cain)
1969: The trouble with girls
1969: scream and scream again (Die lebenden Leichen des Dr. Mabuse)
1969: Cry of the banshee (Der Todesschrei der Hexen)
1971: The abominable Dr. Phibes (Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes)
1972: Dr. Phibes rises again (Die Rückkehr des Dr. Phibes)
1972: Theatre of Blood (Theater des Grauens)
1973: Madhouse (Das Schreckenshaus des Dr. Death)
1974: Percy's Progress
1975: Journey into Fear
1979: The strange Xase of Alice Cooper (Erzähler)
1979: Scavenger Hunt
1980: The Monster Club (Monster Club)
1980: Pogo for President (als Sprecher)
1982: Vincent (als Sprecher)
1982: House of the long Shadows (Das Haus der langen Schatten)
1985: The little Troll Prince (als Sprecher)
1986: The great Mouse Detective (Basil, der Mäusedetektiv) (als Sprecher)
1986: From a Whisper to a Scream (Die Nacht der Schreie)
1987: Sparky's magic Piano (als Sprecher)
1987: The Nativity (als Sprecher)
1987: The Whales of August
1988: Dead Heat (Dead Heat)
1989: Backtrack (Catchfire)
1990: Edward Scissorhands (Edward mit den Scherenhänden)
1993: The Princess and the Cobbler (als Sprecher)

Wednesday, December 10, 2008

Werwolf-Filme (8/13)


Um es gleich vorwegzunehmen: "Wolfen" ("Wolfen", 1981) gehört in diese Aufzählung eigentlich nicht mit hinein. Es ist kein Werwolf-Film im eigentlichen Sinne, es spielen zwar veränderte Wölfe mit, aber Werwölfe sind es nicht. Ich habe diesen Film hier trotzdem erwähnt, weil er es meiner Ansicht nach einfach wert ist. Kurz zum Inhalt: New York: im Battersea Park werden die Leichen des Industriellen Christopher Van der Veer, seiner Frau Pauline und seines Chauffeurs gefunden, entsetzlich entstellt. Die Polizei setzt den Detektiv Dewey Wilson auf die Sache an, da Van der Veer aber ein hohes Tier war, will man mehr unternehmen, so wird die Terror-Expertin Rebecca Neff dem Polizisten zur Seite gestellt. Aus der Gerichtsmedizin erfährt Wilson eigenartiges. Die Wunden an den Opfern stammen von scharfen Gegenständen, es sind aber keine Metallpartikel nachzuweisen. Durch Haare, die von einem Wolf stammen, kommt Wilson auf eine Spur, die ihm ganz und gar nicht behagt, und die er zunächst als absurd ablehnt. Doch mehren sich immer wieder die Hinweise in diese eine Richtung.




Es ist ein ungewöhnlicher, aber auch interessanter Film, der es schafft, eine spannende Geschichte gut und eindrucksvoll zu erzählen und dabei auch eine deutliche Kritik anzubringen - Kritik an dem Tun der Menschen.

Nicht nur in diesem Film, sondern auch in der Realität gab der Wolf dem Menschen schon seit ewigen Zeiten Anlaß zum Fürchten - und leider auch "Grund" genug, um ihn zu hassen. In den USA wurde der Wolf seit der  "Zivilisierung" beinahe gänzlich ausgerottet, aber nicht nur in den USA, auch in Europa vertrieb man den Wolf aus fast allen Gebieten, nur in den Weiten Sibiriens gab es noch welche.

Das hat sich in den letzten Jahren etwas geändert, nachdem man mit der Wiedereingliederung von Wolfsrudel begonnen hatte. Tierforscher haben in den letzten Jahren längst bewiesen, das der Ruf des Wolfes, ein hinterlistiges, mordlüsternes und angriffslustiges Tier zu sein, völlig falsch und ebenso haltlos ist.

Der Wolf hat ein ausgeprägtes Sozialverhalten innerhalb seiner geordneten Rudel, und er erfüllt im Kreislauf der Natur eine wichtige Aufgabe. Bevor ein Wolf einen Menschen angreift, muss dieser ihn schon reizen oder seinen  Nachwuchs bedrohen, sonst wird sich ein Wolf einem Menschen nicht nähern.

Natürlich sollte man einen Wolf niemals reizen oder provozieren, dann hat man einen furchteinflößenden Gegner. Man darf sicher einen Wolf nicht mit einem Hund oder einem Haustier verwechseln, es ist nun mal ein Raubtier; aber das Bild, das man vom Wolf seit vielen Jahren hatte und weswegen man ihn beinahe gänzlich ausgerottet hätte, ist ganz einfach falsch.

Wieder zurück zu "Wolfen", und damit auch zum Grund, warum ich das angeführt habe: auf dieser Grundlage baut die Handlung des Films auf. Hier sind die Wölfe - da sie aus der freien Natur vom Menschen vertrieben wurden - in die Städte gegangen, um sich dort ihre Beute zu holen. Wie in der Natur sind auch hier ihre Beute Schwache und Kranke, die sie zuerst erwischen - wie in der freien Natur. In den Städten überleben aber nur noch die klügsten und stärksten der Gattung Wolf.


DER FILM

"Wolfen" ist auf seine Art ein gelungener Horrorfilm, der nur etwas "aus der Art" gefallen ist. Wie Regisseur Michael Wadleigh in seinem Werk die Spannung ganz langsam aufbaut und mehr und mehr des Geheimnisses lüftet,  verdient etwas mehr Anerkennung, als dem Film bisher zuteil wurde.

So mancher Kritiker hatte an diesem Werk etwas zu meckern, finanziell gesehen war der Film zwar kein Riesenerfolg, aber alles andere als ein Reinfall. Nach dem Start am 26. Juli 1981 spielte der Film bis Mitte August ca. 8,8 Millionen Dollar ein - bei einem Budget von 3 Millionen Dollar.

Ganz ohne Meckern geht es allerdings hier auch nicht, ein paar Minuspunkte sind mir doch aufgefallen: zum einen die manchmal ziemlich drastischen Szenen, die vor allem zum Schluß hin eine gerade aufgebaute Atmosphäre der Erwartung und Spannung fast gänzlich versauen. Auch an anderen Stellen gibt es ähnliche Szenen (nur nicht so schlimm wie hier), die aber auch einen alles andere als positiven Eindruck hinterlassen.

Der andere Punkt, der mir sauer aufstieß, ist der, das "Wolfen" mit seinen 110 Minuten einfach ein bißchen zu lang ist. Schon im ersten Drittel hat die Handlung ein paar Stellen, in denen man sich dabei ertappt, das man noch überlegt, was man am nächsten Tag zu erledigen hat. Auch in der Mitte gibt es solche Stellen.

Der Film hätte um mindestens 15 Minuten kürzer sein sollen, dann hätte man einen Spannungsbogen erreicht, der sich bis zum Ende hin nicht wieder auflöst; so aber braucht man mehrere Anläufe, um wieder in die Handlung einzusteigen - einsteigen zu wollen. Das aber sollte einem den Spaß an diesem Film nicht verderben, der es mehr als wert ist, angesehen zu werden.


In "Wolfen" kann Michael Wadleigh nicht nur mit erstklassigen Schauspielern wie Albert Finney, Diane Venora oder Gregory Hines aufwarten, eine Besonderheit war die Steadicam-Führung von Garret Brown, der damit das Geschehen aus der Sicht der Wölfe zeigt. Klartext: man sieht auf der Leinwand (oder im Fernsehen), was die Wölfe sehen und wie sie es sehen. Um dies noch optisch und akustisch zu unterstreichen, entwickelte Robert Blalack ein Verfahren, dass das Bild des Fims veränderte.

Neun Monate lang hatte man damals experimentiert, bis man endlich das Richtige gefunden hatte: Auf speziellem Filmmaterial wurden Farbfilter aufgesetzt, die das fertige Bild dann völlig entfremdeten, die Farben sahen aus,  als seien sie verzerrt worden.

Die Tiere hatten sich in der Geschichte (des Films) verändert und so sahen und hörten sie eben nun alles weitaus besser und klarer als der Mensch. Im Roman "The Wolfen" (der bei uns unter dem merkwürdigen Titel "Wolfsbrut" erschien) hatte Autor Whitley Strieber dem Umstand der veränderten Wölfe anders beschrieben, dort konnten sich die intelligenten Wölfe auf ihre Art "unterhalten", nicht mit Worten natürlich. Das konnte man im Film nicht umsetzen, so ließ man sich etwas anderes einfallen.

"The Wolfen" war ein frühes Werk von Autor Whitley Strieber (geboren am 13. Juni 1945 im texanischen San Antonio), der 1978 erschienen. Strieber schrieb danach weiter und konnte sich mit Büchern wie "The Hunger" ("Der Kuß des Todes", 1981), "The Night Church" (Die Kirche der Nacht", 1983), "The Wild", "Wolf of Shadows" oder "Unholy Fire" ("Unheiliges Feuer", 1992) unter Horror-Fans einen Namen machen.

Mit James Kunetka schrieb Strieber die Bücher "Nature´s End" ("Schwarzer Horizont", 1986) und "Warday". 1989 verfaßte er nach seinem Roman das Drehbuch zum Film "Communion" ("Die Besucher - Communion"), in dem es um Besuche von Außerirdischen geht. Es soll tatsächlich so passiert sein und es soll Whitley Strieber selber passiert sein, so spielte im Film Christopher Walken auch den Autoren. Philippe More drehte diesen Film, der bei uns Ende Januar 1991 an den Videostart ging.


MICHAEL WADLEIGH

Regisseur Michael Wadleigh wurde berühmt mit seinem 1969 entstandenen Dokumentarfilm "Woodstock - Threee Days of Peace and Music" ("Woodstock"), der auch in die Kinos kam. Der Film "erzählt" den Verlauf des legendären Konzerts in Woodstock, das über drei Tage im August 1969 lief. Woodstock übrigens ist ein kleiner Ort in der Nähe New Yorks.

Wadleigh und sein Team belichteten damals 123 Stunden Film, hauptsächlich natürlich die Auftritte der verschiedenen Bands, aber auch Berichte und Interviews. An Musikern war damals viel vertreten, was Rang und Namen hatte: Arlo Guthrie, Joan Baez, Joe Cocker, "Crosby, Stills, Nash & Young", "Santana", "Ten Years After", "The Who" oder Jimi Hendrix, der ein Jahr nach diesem Ereignis starb.

Nach "Woodstock", der bei uns am 3. September 1970 mit einer Länge von 169 Minuten in den Kinos startete, zog sich Michael Wadleigh zurück und kam erst mit "Wolfen" wieder ins Filmgeschäft. Nachdem der Film aber nicht der Erfolg wurde, den Wadleigh sich wahrscheinlich ausgedacht hatte, kehrte er dem Film wieder den Rücken zu.

Er trat Anfang der 90er Jahre noch einmal in Aktion, als er als Regisseur die Video-Dokumentation "Woodstock: The lost Performances" veröffentlichte, danach aber ward er als Filmschaffender nicht mehr gesehen. Einigen Quellen nach soll Michael Wadleigh heute als Busfahrer in Akron, im US-Bundesstaat Ohio, arbeiten.

ACHTUNG!! WER DEN FILM NOCH NICHT KENNT

..........sollte diesen Absatz überspringen!!

Die Autoren des Films, Michael Wadleigh und David Eyre, hatten ein ungewöhnliches Ende für "Wolfen" erdacht:  nachdem die Wölfe Wilson´s Vorgesetzen Warren (in einer schon beanstandeten überdeutlichen Szene) umbrachten, laufen Wilson und Rebecca Neff in das Bürohaus von Van der Veer.

In dessen Etage werden sie schließlich von den Wölfen aufgesucht und von den Tieren bedroht. Erst, nachdem Wilson  das Modell eines neu geplanten Bauprojektes Van der Veer's zerstört (in dessen Gebiet die Wölfe leben und es als ihr Revier ansehen) verschwinden die Wölfe wieder.

Es wurde aber teilweise so gedreht, das man den Eindruck haben könnte, die Wölfe würden sich auflösen, also von jetzt auf gleich verschwinden. Dass sie also gar nicht wirklich vorhanden waren? Ein offenes Ende also, zu dem sich jeder seine eigenen Gedanken, Vorstellungen und Erklärungen machen kann - und muss.


“Wolfen” ist auch bei uns endlich auf DVD zu finden. Man muss aber etwas suchen, bis man den Film findet. Bestellen kann man ihn hier.
Die Werwolf Filme - Wolfen02



Wer den Film lieber als VHS-Kassette haben möchte, kann diese hier bestellen.
Die Werwolf Filme - Wolfen03


Teil 9 der “Werwolf”-Filme folgt demnächst.

Tuesday, December 9, 2008

Cocktail für eine Leiche


”Cocktail für eine Leiche”

Inhalt: Die Studenten Brandon Shaw und Phillip Morgan geben eine Cocktail-Party, zu der sie unterschiedliche Menschen eingeladen haben. Vor der Party haben sie allerdings ihren Freund David umgebracht, um zu zeigen, dass sie es können und auch um den perfekten Mord zu begehen.

Sie verstecken David's Leiche in einer großen Truhe, die sie in dem Zimmer stehen lassen, in dem später die Gäste der Party versammelt sein sollen. Um ihre Tat mit Ironie zu "krönen", laden sie außerdem Janet Walker, die jetztige Freundin des Toten dazu ein.

Die ersten Gäste treffen zur Party ein und es läuft für Shaw und Morgan zunächst alles einwandfrei, bis erste dumme Mißgeschicke passieren. Als ihr ehemaliger Lehrer Rupert Cadell eingetroffen ist, entsteht zwischen den drei eine angeregte Unterhaltung darüber, dass einige Menschen das Privileg haben sollten, andere umbringen zu können, weil manche Menschen eben für die Überpriviligierten entbehrlich sind.

Rupert Cadell schöpft irgendwann Verdacht und wundert sich mehr als die anderen über David's Ausbleiben, der ebenfalls zur Party eingeladen war. Als die Gäste sich verabschieden, kommt Cadell unter einem Vorwand zu den beiden Studenten zurück und will sie zur Rede stellen.....

USA, 1948
Original-Titel: ROPE

Darsteller:
James Stewart (Rupert Cadell)
John Dall (Brandon Shaw)
Farley Granger (Phillip Morgan)
Cedric Hardwicke (Mr. Kentley)
Constance Colier (Mrs. Atwater)
Douglas Dick (Kenneth Lawrence)
Edith Evanson (Mrs. Wilson)
Dick Hogan (David Kentley)
Joan Chandler (Janet Walker)

Drehbuch: Arthur Laurents, Ben Hecht (Ben Hecht blieb im Vorspann ungenannt)
nach dem Theaterstück "Rope's End" von Patrick Hamilton
Adaption: Hume Cronyn
Produzenten: Alfred Hitchcock, Sidney Bernstein (beide im Vorspann ungenannt)
Regie: Alfred Hitchcock


HINTER DEN KULISSEN

"Rope" ist ein Kriminalfilm der anderen Art. Er unterscheidet sich von vielen dadurch, dass die Handlung eigentlich nur in einer einzigen "Wohnung" stattfindet. Haupthandlungsort ist das Wohnzimmer der beiden Studenten, in dem die "Leiche" liegt, was der Zuschauer weiß, die übrigen Protagonisten aber nicht.

In diesem Film (aber nur in diesem!), der Hitchcock's erster Farbfilm war, wollte er von Anfang an mit so wenig Schnitten auskommen wie es eben ging. Da damals eine einzige Einstellung aufgrund von Kamerabeschränkungen aber nur 10 Minuten lang sein konnte (länger waren die Filmrollen damals nicht), musste er Schnitte anbringen.

Die aber tarnte er mit geschickt angebrachten Kamerafahrten und -einstellungen, so dass man schon genau hinsehen muss, um die Schnitte zu erkennen. Diese Methode verlangte aber von den Darstellern damals einiges an Können, denn sie mussten ihre Dialoge für die nächsten 10 Minuten komplett in einem durch aufsagen und hatten keine Zeit für weitere Einstellungen, da ansonsten wieder alles von vorne (innerhalb dieser 10 Minuten) hätte beginnen müssen.



"COCKTAIL FÜR EINE LEICHE"

Der Film ging in den USA am 28. August 1948 an den Kinostart, bei uns war er erst ab dem 25. Juli 1963 in den Kinos zu sehen. Und da lief er dann unter dem "glorreichen" Titel "Cocktail für eine Leiche".

Dieser Titel hat nichts - wirklich gar nichts mit dem Original-Titel zu tun, er ergibt nicht mal einen inhaltlichen oder logischen Sinn, er ist einfach nur albern. Der Original-Titel ist "Rope", das heißt übersetzt Leine, Strick, Tau oder Seil. Es hat weder etwas mit einem Cocktail, noch mit einer Leiche zu tun.



DIE VORLAGE

Der Film basiert auf dem Theaterstück "Rope's End" von Patrick Hamilton (geboren am 17. März 1904 im englischen Hassocks, in Sussex). Das Stück wurde in London unter dem Titel "Rope" uraufgeführt und erst als es in den USA aufgeführt wurde, änderte Hamilton den Titel in "Rope's End".

Die Uraufführung in New York fand am 19. September 1929 statt, damals spielten Sebastian Shaw die Rolle von Wyndham Brandon, sowie Ivan Brandt als sein Wohnungsgenosse Charles Granillo. Den Part des Rupert Cadell übernahm Ernest Milton. Das Stück wurde genau 100mal aufgeführt, bis sich am 14. Dezember 1929 der Vorhang ein letztes Mal senkte.

Streng genommen ist Hitchcock's "Rope" auch nur ein Remake, denn der Stoff wurde bereits einmal verfilmt. Am 8. März 1939 lief im englischen Fernsehen der TV-Film "Rope", in dem Ernest Milton seine Rolle aus den US-Theaterstücken als Rupert Cadell wieder aufnahm. Weitere Darsteller waren Oliver Burt als Wyndham Brandon, Basil Langton als Charles Granillo, sowie Stuart Latham, Dennis Price oder Sandra Storme. Regie bei diesem Film führte damals Dallas Bower.


Man nahm damals und auch heute noch an, dass Patrick Hamilton (er starb am 23. September 1962 im englischen Sheringham, in Norfolk) bei seinem Stück durch den realen Mord an Bobby Franks die Idee für sein Stück hatte - etwas was Hamilton zeitlebens von sich wies, doch sind die Übereinstimmungen ein bißchen zu viel, um Zufall zu sein.

1924 hatten die beiden Studenten Nathan Leopold, jr. und Richard Loeb den damals 14jährigen Bobby Franks entführt und ermordet. Nach dem Mord hatten sie der Familie des Opfers noch Lösegeldforderungen zukommen lassen, doch beide wurden bald erwischt.

Sie gaben zu, dass das einzige Motiv für diese Tat nur der Nervenkitzel war und das Gefühl zu bekommen, als Priviligierte den perfekten Mord an einem niederen Menschen begangen zu haben. Beide hatten reiche Familien, die ihnen das Luxuxleben in Chicago ermöglichten und beide galten als überdurchschnittlich intelligent.

Nach einem aufsehenerregenden Verfahren wurden Nathan Leopold jr. (geboren am 19. November 1904) und Richard Loeb (geboren am 11. Juni 1905) zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Nur ihre noch nicht erlangte Volljährigkeit rettete sie wahrscheinlich damals vor einem Todesurteil.

Loeb wurde am 28. Januar 1936 im Gefängnis von einem Mithäftling ermordet und Leopold starb am 29. August 1971 an einer Herzattacke. Er war 1958 auf Bewährung entlassen worden.


JAMES STEWART UND ALFRED HITCHCOCK

"Rope" war die erste Zusammenarbeit von Alfred Hitchcock mit James Stewart, der damals schon das war, was man heute einen Mega- oder Super-Star nennen würde. Viele Fans der beiden sehen "Rope" nicht unbedingt als einen ihrer besten Filme an.

Das aber liegt im Sinne des Betrachters, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Die weiteren Filme, die beide gemeinsam drehten, waren "Rear Window" ("Das Fenster zum Hof", 1954), "The Man who knew too much" ("Der Mann, der zuviel wußte", 1956) und "Vertigo" ("Vertigo", 1958).

Für mich persönlich ist "Rope" auf jeden Fall besser als zum Beispiel "The Man who knew too much", da mir dieser allgemein nicht sehr gut gefiel, weiler zu lang und stellenweise zu langatmig ist. Es dauert zu lange, bis die Geschichte in Fahrt kommt - aber das ist nur meine persönliche Meinung.

Monday, December 8, 2008

Deep Purple


Made in Japan
(von 1972)

Es gibt Alben, die gehören einfach in jede gute Rockmusik-Sammlung. So ein Album ist auch "Made in Japan" von "Deep Purple".

Die Band ist (neben "Uriah Heep", "Led Zeppelin", "Nazareth" oder "Black Sabbath") auch heute zu Recht noch die Band, die als wegweisend im Heavy Metal- oder Hard-Rock-Bereich zählt. Der Begriff "Heavy Metal" war zu Glanzzeiten der Band noch nicht so verbreitet wie er heute ist - damals hieß solche Musik schlicht und einfach Hard-Rock.

Viele bekannte und erfolgreiche Bands nennen "Deep Purple" als ihre Inspiration oder Vorbilder für ihre Musik; Bands und Musiker wie Ronnie James Dio, Yngwie Malmsteen oder auch "Iron Maiden" nennen die Band oft als Inspiration für ihre eigene Musik. Gitarristen geben "Purple"-Gitarrist Richie Blackmore oft als Vorbild an.

So manches Lied von "Deep Purple" wurde von anderen Bands neu aufgenommen - gecovert, wie man heute so (un)schön sagt. "Thin Lizzy" veröffentlichte 1973 ein Album mit dem Titel "Funky Junction", auf dem sich Cover-Version von "Purple"-Songs befinden. Bekannte Künstler wie "Van Halen", "Black Sabbath", "Southfly", "Overkill" oder Bruce Dickinson (Sänger von "Iron Maiden") spielten Cover-Versionen der Songs ein.

DAS ALBUM
Titelliste der Doppel-LP:
LP 1
Seite 1:
Highway Star (6:50)
(aufgenommen am 16. August 1972 in Osaka)
Child in Time (12:24)
(aufgenommen am 16. August 1972 in Osaka)
Seite 2:
Smoke on the Water (7:31)
(aufgenommen am 15. August 1972 in Osaka)
The Mule (9:49)
(aufgenommen am 17. August 1972 in Tokio)

LP 2
Seite 3:
Strange Kind of Woman (9:35)
(aufgenommen am 16. August 1972 in Osaka)
Lazy (10:50)
(aufgenommen am 17. August 1972 in Tokio)
Seite 4:
Space Truckin' (19:41)
(aufgenommen am 16. August 1972 in Osaka)


"Made in Japan" ist ein Live-Album, dass die Band im August 1972 im (titelgebenden) Japan einspielte. Die Songs des Doppel-Albums wurden am 15. und 16. August 1972 in Osaka und am 17. August in Tokio eingespielt.

Die Doppel-LP wurde für "Deep Purple" die erfolgreichste ihrer Karriere: sie erreichten damit einen sechsten Platz in den LP-Charts in Amerika und ihre höchste Plazierung in den USA überhaupt. In Deutschland schafften sie damit eine Nr. 1 in den Charts, was bei uns aber nicht ihre einzigste blieb. In England allerdings kamen sie damit "nur" bis Rang 16, was ungewöhnlich war, denn noch 1971 und 1972 waren sie mit den Alben "Fireball" (1971) und "Machine Head" (1972) auf der Nummer 1 in England gelandet.

Das Album beginnt mit "Highway Star", einem Lied, das unter Rock-Fans in dieser Version einen besonderen Status hat. Mal ganz platt ausgedrückt: hier geht es richtig ab! Nach dem Intro geht das Lied sofort schnell und schnörkellos von dannen, der treibende Rhythmus läßt wohl keinen Rock-Fan los.

"Child in Time" beginnt etwas ruhiger, wird aber ab dem ersten Drittel schneller und reiht sich in die Liste der guten Songs auf diesem Album ein, kann aber mit der Eröffnungsnummer nicht mithalten.

Die zweite Seite der LP begann mit "Smoke on the Water", einem Lied, dass nicht nur für "Deep Purple" zu so etwas wie einer Hymne wurde. Es gibt wohl nur wenige Rock-Fans, die Ritchie Blackmore's Einleitung dieses Liedes nicht kennen. Auf dem Live-Album verwandelt die Band das Lied zu einem echten Erlebnis - einem derartigen Erlebnis, dass die normale Studio-Version dagegen fast ein bißchen abstinkt.

"The Mule", knapp 10 Minuten lang, ist als Lied für sich genommen, eigentlich nicht relevant, da es nur als Aufhänger benutzt wird - als Aufhänger für ein Schlagzeug-Solo. Jeder Schlagzeug-Fan hört wohl gerne ein richtig gutes Solo, aber was Ian Paice hier an seiner "Schießbude" fertig brachte, suchte damals seinesgleichen.

Mit einem vergleichsweise kleinen Schlagzeug (wenn man die monströsen Dinger sieht, die manche Bands heute benutzen) schuf Paice damals eine Glanzleistung, die jedem Fan dieses Instruments vor Staunen den Mund offen läßt - einfach brillant.

Allein schon wegen der Songs, die bisher auf dem Album waren, lohnte sich der Kauf dieser LP schon.

Die zweite LP des Doppel-Album beinhaltete auf Seite 3 die Lieder "Strange Kind of Woman" und "Lazy"; auf Seite 4 gab es noch "Space Truckin'", dass mit knappen 20 Minuten Laufzeit die gesamte vierte Seite beanspruchte. Diese Lieder sind für sich genommen nicht schlecht, können aber an die Seiten 1 und 2 nicht heranreichen.


DEEP PURPLE
Die Band wurde im April 1968 gegründet, weil Tony Edwards und John Coletta (zwei Geschäftsleute aus London) eine Rock-Band auf die Beine stellen wollten. So suchte sich Jon Lord einige Leute zusammen und fand schließlich Ritchie Blackmore (Keyboard), Ian Paice (Schlagzeug), Rod Evans (Sänger) und Bassist Nick Simper - "Deep Purple" war aus der Taufe gehoben worden.

"Deep Purple" bedeutet wörtlich übersetzt "tiefes purpur", wurde damals im Slang aber auch mit LSD gleichgesetzt. Den Namen holte die Band sich allerdings aus dem Titel eines Songs von Peter DeRose (geboren am 10. März 1900). DeRose war damals ein bekannter Komponist und Songschreiber, der 1934 ein Lied mit dem Titel "When the deep Purple Falls" komponiert hatte. Aus diesem Lied nahm die Band "Deep Purple" als ihren Namen.

Der Song übrigens war zu Anfang nur instrumental gespielt worden, erst später kam von Mitchell Parish Text dazu. Ab 1939 wurde es ein Hit für verschiedene Künstler (Duke Ellington, Glen Miller u.a.) und 1957 erreichten "Billy Ward & the Dominoes" damit einen Hit. Nach weiteren Erfolgen nahmen es Donny und Marie Osmond 1976 noch einmal auf. Peter DeRose starb am 23. April 1953 in seiner Geburtsstadt New York.

Die Band nahm 1968 unter dem Titel "Shades of Deep Purple" ihr Debüt-Album auf; diese LP aber war noch etwas entfernt von dem Stil, der die Gruppe später bekannt und berühmt machen sollte. Noch 1968 folgten dann schon "The Book of Taliesyn" und 1969 "Deep Purple", aber alle drei ersten Alben der Band schafften nur in den USA Chart-Plazierungen, in England und Deutschland erreichten sie damit nichts.

Das änderte sich, als 1970 "Deep Purpe in Rock" erschien, mit dem sie in England auf Rang 4 und bei uns gar auf Rang 1 kamen. Dann erschienen "Fireball" (1971) und "Machine Head" (1972), mit denen sie beide in England und in Deutschland auf Platz 1 kamen. Auch in den USA waren sie damit erfolgreich, mit "Machine Head" schafften sie sogar einen siebenten Rang in Amerika.

Ihr Erfolg mit diesen Alben wuchs immer mehr, da vor allem "Machine Head" mit "Highway Star" und "Smoke on the Water" zwei ihrer auch heute noch bekanntesten Lieder enthielt. Den Gipfel ihres Erfolges erreichen sie dann 1974 mit der LP "Burn", die in den USA auf Rang 9, in England auf Rang 3 und bei uns auf Platz 1 kam.

Doch dann begann schon bald der Abstieg. Schon vorher hatte es einige Personalwechsel in der Band gegeben, doch Streitereien unter den Mitgliedern sorgten dafür, dass Ritchie Blackmore Mitte 1975 die Band verließ. Für ihn kam Gitarrist Tommy Bolin, doch das einzige mit ihm eingespielte Album, "Come taste the Band" von 1975, wird unter Fans heute als nicht sehr gelungen bezeichnet. Es wurde gleichzeitig auch das vorerst letzte, denn die Band trennte sich 1976.


Ritchie Blackmore gründete 1975 die Band "Rainbow" und hatte damit sehr großen Erfolg. Die ersten beiden Alben, "Rainbow" von 1975 und "Rising" von 1976 mit Sänger Ronnie James Dio gelten heute völlig zu Recht als Glanzpunkte nicht nur der Band, sondern des Hard-Rock allgemein. Beide Alben sind auf ihre Art einfach genial.

Blackmore veröffentlichte mit "Rainbow" noch die Alben "On Stage" (1977), "Long live Rock 'n' Roll" (1978), "Down to Earth" (1979), "Difficult to cure" (1981), "Straight between the Eyes", 1982) und "Bent out of Shape" (1983), bevor "Rainbow" leider auseinander ging.

Der Grund dafür aber war für die Fans ein Grund zum Jubeln, denn "Deep Purple" fanden sich 1984 zu einem glanzvollen Comeback zusammen: die LP "Perfect Strangers" legt davon ein höchst eindrucksvolles Zeugnis ab. Von "Rainbow" übrigens erschienen später noch einige Live-Alben und 1995 veröffentlichte Blackmore mit einer neuen Mannschaft ein neues Album unter dem Titel "Stranger in us all".

"Perfect Strangers" wurde von den Fans mit offenen Armen aufgenommen. Die Band war hier wieder in ihrer erfolgreichen Besetzung zusammen gekommen, mit Ritchie Blackmore, Ian Gillan, Jon LOrd, Roger Glover und Ian Paice. Diese Besetzung hielt noch ein weiteres Album durch, das 1987 veröffentlichte "The House of blue Light".

Dann verließ Sänger Ian Gillan (wieder wegen interner Streitigkeiten) die Band und wurde ab 1989 durch Sänger Joe Lynn Turner ersetzt, der auch schon bei Blackmore's "Rainbow" gesungen hatte. Doch die Fans kamen mit dem neuen Sänger wohl nicht zurecht, so das diese Besetzung auch nur das Album "Slaves & Masters" überstand.

Gegen Blackmore's Willen wurde dann wieder Sänger Ian Gillan zurückgeholt und es entstand das Album "The Battle rages on" von 1993. Noch in diesem Jahr verließ dann Blackmore wieder die Band und ging eigene Wege, die u.a. auch eine Wiederbelbung seiner Band "Rainbow" beinhaltete.

Für eine laufende Tournee wurde Blackmore dann durch Joe Satriani ersetzt, der auch von den anderen Mitgliedern der Band gern behalten worden wäre, doch war er damals vertraglich anderweitig gebunden. 1994 kam Gitarrist Steve Morse in die Band, der heute noch dabei ist.

Seit 1994 bestand die Band dann aus Ian Gillan, Steve Morse, Roger Glover und Ian Paice; nur Jon Lord verließ 2002 "Deep Purple" und wurde durch Don Airey ersetzt. Seit 1996 entstanden noch die Alben "Purpendicular" (1996), "Abandon" (1998), "Bananas" (2003) und "Rapture of the Deep" (2005).


BESETZUNG
1968 - 1969: Rod Evans, Ritchie Blackmore, Jon Lord, Nick Simper, Ian Paice
1969 - 1973: Ian Gillan, Ritchie Blackmore, Jon Lord, Roger Glover, Ian Paice
1973 - 1975: David Coverdale, Ritchie Blackmore, Jon Lord, Glenn Hughes, Ian Paice
1975 - 1976: David Coverdale, Tommy Bolin, Jon Lord, Glenn Hughes, Ian Paice
1984 - 1989: Ian Gillan, Ritchie Blackmore, Jon Lord, Roger Glover, Ian Paice
1989 - 1992: Joe Lynn Turner, Ritchie Blackmore, Jon Lord, Roger Glover, Ian Paice
1992 - 1993: Ian Gillan, Ritchie Blackmore, Jon Lord, Roger Glover, Ian Paice
1993 - 1994: Ian Gillan, Joe Satriani, Jon Lord, Roger Glover, Ian Paice
1994 - 2002: Ian Gillan, Steve Morse, Jon Lord, Roger Glover, Ian Paice
2002 -     : Ian Gillan, Steve Morse, Don Airey, Roger Glover, Ian Paice


Rod Evans (Sänger; 1968 - 1969)
Ritchie Blackmore (Gitarre; 1968 - 1975 und 1984 - 1993)
Jon Lord (Keyboards; 1968 - 2002)
Nick Simper (Bass; 1968 - 1969)
Ian Paice (Schlagzeug; 1968 - )
Ian Gillan (Sänger; 1969 - 1973 und 1984 - 1989 sowie 1992 - )
Roger Glover (Bass; 1969 - 1973 und 1984 - )
David Coverdale (Sänger; 1973 - 1976)
Glenn Hughes (Bass; 1973 - 1976)
Tommy Bolin (Gitarre; 1975 - 1976)
Joe Lynn Turner (Sänger; 1989 - 1992)
Joe Satriani (Gitarre; 1993 - 1994)
Steve Morse (Gitarre; 1994 - )
Don Airey (Keyboards; 2002 - )

AKTUELLE BESETZUNG
IAN GILLAN (Sänger)
IAN PAICE (Schlagzeug)
ROGER GLOVER (Bass)
STEVE MORSE (Gitarre)
DON AIREY (Keyboards)

DISCOGRAPHIE
1968: Shades of Deep Purple
1968: The Book of Taliesyn
1969: Concerto for Group and Orchestra (Live Album)
1969: Deep Purple
1970: Deep Purple in Rock
1971: Fireball
1972: Machine Head
1972: Made in Japan (Live Album)
1973: Who do we think we are
1974: Live in London (Live Album)
1974: Burn
1974: Stormbringer
1975: Made in Europa (Live Album)
1975: Come taste the Band
1975: Last Concert in Japan (Live Album)
1984: Perfect Strangers
1987: The House of blue Light
1988: Nobody's perfect (Live Album)
1990: Slaves & Masters
1993: The Battle rages on
1994: Come Hell or high Water (Live Album)
1996: Purpendicular
1996: Live at the Olympia '96 (Live Album)
1998: Abandon
1999: Live at the Royal Albert Hall (Live Album)
1999: Total Abandon: Live in Australia (Live Album)
2000: Live at the Rotterdam Ahoy (Live Album)
2001: The Soundboard Series (Live Album)
2003: Bananas
2005: Rapture of the Deep
2007: They all came down to Montreux (Live Album)

DISCOGRAPHY VON "RAINBOW"
1975: Rainbow
1976: Rising
1977: On Stage (Live Album)
1978: Long live Rock 'n' Roll
1979: Down to Earth
1981: Difficult to cure
1982: Straight between the Eyes
1983: Bent our ouf Shape
1986: Finyl Vinyl
1990: Live in Germany 1976 (Live Album)
1995: Stranger in us all
2003: Catch the Rainbow: The Anthology (Sampler)
2006: Live - Kölner Sporthalle 25. September 1976 (Live Album)
2007: Live - Düsseldorf Philipshalle 27. September 1976 (Live Album)
2007: Live - München Olympiahalle 20. Oktober 1977 (Live Album)
2007: Live - Nürnberg Messezentrum 28. September 1976 (Live Album)


Ende der 90er Jahre erschien das "Made in Japan" (zu bestellen u.a. hier) als erweiterte Doppel-CD auf dem Markt. Dieses enthält auf CD 1 die normalen Titel des Albums, von "Highway Star" bis "Space Truckin'".

Auf CD 2 befinden sich noch die Lieder "Black Night", "Speed King" und "Lucille", die damals ebenfalls mitgeschnitten, jedoch bis dato nie veröffentlicht wurden. Für Sammler ist dieses erweiterte Album deshalb schon interessant.