Mitternacht im Garten von Gut und Böse
Der Reporter John Kelso ist auf dem Weg nach Georgia, wo er den Auftrag hat, über das Leben des exzentrischen Millionärs Jim Williams zu berichten. Der ist u.a. für seine aufwendigen und extravaganten Partys bekannt. Mittern auf dieser Party wird Kelso und viele andere Gäste Zeuge einer Auseinandersetzung zwischen dem homosexuellen Williams und seinem Geliebten Billy Hanson.
Hanson wird kurz darauf ermordet aufgefunden. Wenige Tage danach wird Williams als Hauptverdächtiger verhaftet. Der Prozeß scheint sich mehr und mehr zu einem Medienspektakel auszuweiten.
Kelso, der ein Tatsachenbuch schreiben will, wird bei seinen Nachforschungen mehr und mehr in den Fall hineingezogen.
USA, 1997
Original-Titel: MIDNIGHT IN THE GARDEN OF GOOD AND EVIL
Darsteller:
John Cusack (John Kelso)
Kevin Spacey (Jim Williams)
Jack Thompson (Sonny Seiler)
Irma P. Hall (Minerva)
Jude Law (Billy Hanson)
Alison Eastwood (Mandy Nicholls)
Paul Hipp (Joe Odom)
Lady Chablis (Chablis Deveau)
Dorothy Loudon (Serena Dawes)
Anne Haney (Margaret Williams)
Kim Hunter (Betty Harty)
Drehbuch: John Lee Hancock
nach dem gleichnamigen Roman von John Berendt
Ausführende Produzentin: Anita Zuckerman
Produzenten: Clint Eastwood, Arnold Stiefel
Regie: Clint Eastwood
HINTER DEN KULISSEN
Dieser Film (den ich noch nicht selber kenne) ist einer der wenigen Regiearbeiten von Clint Eastwood, in denen er nicht selber als Schauspieler zu sehen war. Er war hier "nur" Produzent und Regisseur.
Der Film ist ein Kriminaldrama (könnte man, denke ich, sagen). Er weicht von den üblichen Filmen dieses Genres durch seinen Aufbau und seine Erzählweise etwas ab. Nicht nur dadurch ist er gewöhnungsbedürftig und dürfte nicht jeden Krimi-Fan begeistern können - dazu kommt auch die ungewöhnliche lange Laufzeit von ca. 150 Minuten.
Eastwood verfilmt den Roman "Midnight in the Garden of Good and Evil" von John Berendt (geboren 1941), der mit diesem Werk sein Debüt vorlegte. Es erschien im Januar 1994 in den USA und gewann schon 1995 den "Boeke Prize". Berendt veröffentlichte erst 2005 seinen zweiten Roman "The City of Falling Angels".
Der Verfilmung des Buches war finanziell gesehen aber kein großer Erfolg beschieden. Mit einem Budget von immerhin ca. 30 Millionen Dollar hergestellt, spielte der Film in den USA lediglich 25 Millionen wieder ein.
CLINT EASTWOOD ALS REGISSEUR
In über 40 Filmen war Eastwood als Darsteller zu sehen gewesen, als Regisseur begann er schon 1971 mit dem Film "The Beguiled: The Storyteller". In den meisten seiner über 20 Filme, die er inszenierte, war er auch als Darsteller zu sehen gewesen. Nur in sieben war dem nicht so. In "Breezy" (1973, hier hatte er nur einen ungenannten Statistenauftritt), "Bird" ("Bird", 1988), "Midnight in the Garden of Good and Evil" (1997), "Mystic River" ("Mystic River", 2003), "Flags of Our Fathers" (2006), "Letters from Iwo Jima" (2006) und "Changeling" war er nur hinter der Kamera tätig.
Zur Zeit ist der achte Film in der Nachbearbeitung, in der er nicht als Schauspieler dabei war: "The Human Factor", ein Film über das Leben von Nelson Mandela, ist in den USA für Dezember 2009 angekündigt.
In der Rolle von Mandy Nicholls ist Alison Eastwood zu sehen, die am 22. Mai 1972 in Carmel geborene Tochter Clint Eastwood's. Sie hatte mit 8 Jahren als Darstellerin angefangen, aber vorerst nur in Filmen ihres Vaters, in denen sie auch nur winzige Rollen hatte, so in "Bronco Billy" (1980) oder in "Tightrope" (1984), wo sie die Tochter des Hauptdarstellers - Eastwood - spielte.
Erst 1997 kamen dann weitere Auftritte von ihr, in denen sie dann auch in Filmen zu sehen war, die ohne Clint Eastwood entstanden. So kamen bis heute schon eine Reihe von Filmen (auch TV-Filmen) zusammen, in denen sie spielte. Zur Zeit ist der Film "Once Fallen" in der Nachbearbeitung, in der sie zu sehen war.
Alison Eastwood war von März 1999 bis 2000 mit Kirk Fox verheiratet.

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