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Thursday, April 8, 2010

Todesstille

Am Samstag, 10. April, läuft
um 01:00 Uhr in der ARD
"Todesstille"

Inhalt: Der kleine Sohn von John und Rae Ingram ist bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommen. Rae, die am Steuer des Wagens sass, macht sich schwere Vorwürfe.

Um ihre Trauer bewältigen zu können, fahren beide auf einer Segeljacht aufs Meer hinaus. Eine Zeit lang geht es ihnen besser, sie können die Situaton besser bewältigen.

Dann treffen sie auf hoher See den in einem kleinen Boot rudernden Hughie. Sie nehmen ihn an Bord und er erzählt ihnen, er sei auf einem Boot gewesen, auf dem alle irgendwann ausgeflippt sind und sich gegenseitig umgebracht haben.

Sie glauben ihm zunächst, doch bald wird klar, dass Hughie derjenige ist, der anscheinend ausgeflippt. Er setzt John Ingram auf dem offenen Meer aus und fährt mit Rae davon, die sich mehr und mehr in Gefahr befindet.

Australien, 1989
Original-Titel: DEAD CALM

Darsteller:
Nicole Kidman (Rae Ingram)
Sam Neill (John Ingram)
Billy Zane (Hughie Warriner)
Rod Mullinar (Russell Bellows)
Joshua Tilden (Danny)
George Shevtsov (Doktor)
Michael Long (Facharzt)

Drehbuch: Terry Hayes
nach dem Roman "Dead Calm" von Charlies Williams
Produzenten: George Miller, Terry Hayes, Doug Mitchell
Regie: Phillip Noyce


HINTER DEN KULISSEN
Gegen Ende der 80er Jahre kannten nur wenige die Namen Sam Neill und Nicole Kidman. Nicole Kidman hatte in Australien schon einige Zeit als Darstellerin gearbeitet und Sam Neill war ebenfalls schon länger dabei, hatte aber noch keinen durchschlagenden Erfolg gehabt.

Das änderte sich - für beide - mit dem Psychothriller "Dead Calm", den Phillip Noyce in Szene setzte. Der Film spielt hauptsächlich auf dem Schiff, dass die beiden Hauptfiguren nutzen, um aufs Meer zu fahren. Nur am Anfang gibt es Szenen außerhalb der Yacht und einige Aufnahmen von Sam Neill auf einem anderen Schiff.

Die Enge an Bord und die Gefahr, in der sich Nicole Kidman als Rae Ingram bald befindet, machen den Reiz des Films aus. Das und die hervorragende Leistungen aller drei Hauptdarsteller. Das ist neben Sam Neill und Nicole Kidman noch Billy Zane, der den durchgeknallten Hughie sehr überzeugend spielte.


Der Film entstand nach dem gleichnamigen Roman von Charles Williams (1909 - 1975). Der Stoff wurde aber schon mal verfilmt; jedenfalls in Angriff genommen. Orson Wells begann Ende der 60er Jahre nach seinem eigenen Drehbuch eine erste Version unter dem Titel "The Deep" zu drehen.

Michael Bryant spielte damals John Ingram, Laurence Harvey übernahm den Part von Hughie Warriner und Oja Kodar war als Rae Ingram zu sehen. In der ersten Version gab es noch mehrere Hauptpersonen zu sehen, so spielte Jeanne Moreau die Rolle von Ruth Warriner und Orseon Welles selber war als Russ Brewer zu sehen - beide zuletzt genannten Figuren gibt es in der 1989er Version nicht mehr.

Aber dieser Film wurde nie zu Ende gedreht. Obwohl er knapp vor der Fertigstellung war, wurden die Arbeiten 1970 beendet. Grund dafür waren finanzieller Natur, aber auch der Tod von Laurence Harvey soll damit zu tun gehabt haben, so liest man in einigen Quellen.

Bedauerlich, dass es nur wenige Szenen waren, die hier die Fertigstellung verhindert haben. 1997 kamen Gerüchte auf, dass Orson Welles' Verion doch noch gefunden und restauriert werden konnte. Der Film soll so gut wie vollständig sein und kurz vor der Veröffentlichung stehen - daraus wurde aber bis heute nichts.


FAZIT
"Todesstille" ist ein mitreissender, spannender, teils sogar beklemmender Film mit erstklassigen Schauspielern und einem hervorragenden Team hinter der Kamera, geleitet von Regisseur Philip Noyce. Man fiebert - je länger der Film dauert - regelrecht mit. Besser kann ein Spannungsfilm kaum sein.


Auf DVD bekommt man den Film u.a. hier.

Saturday, November 21, 2009

Gesetz der Rache

 

Gesetz der Rache

Original-Titel: LAW ABIDING CITIZEN
USA, 2009
US-Premiere: 23. September 2009 auf dem "Urbanworld Film Festival"weitere US-Premiere: 6. Oktober 2009 in Hollywood

US-Kino-Start: 16. Oktober 2009

Deutscher Kino-Start: 19. November 2009

 

Clyde Shelton führt mit seiner Ehefrau und seiner Tochter ein normales Leben, bis sie eines Abends Opfer eines Verbrechens werden. Shelton muß miterleben, wie seine Familie von Gangster umgebracht wird. Als die Täter gefasst werden, wird der Anwalt Nick Rice zu einem Deal zwischen Staatsanwaltschaft und den Gangstern gezwungen.

 

 

Einer der beiden sagt gegen seinen Komplizen aus, der daraufhin in der Todeszelle endet, während der andere eine bedeutend mildere Strafe erhält.

Shelton will das so nicht hinnehmen und startet einen Rachefeldzug. Er bringt nicht nur den Komplizen des Mörders um, sondern will auch alle anderen ausschalten, die irgendwie mit dem Prozess zu tun gehabt haben. Shelton entwickelt sich mehr und mehr zu einem ebenso eiskalten Mörder.


Darsteller
Jamie Foxx (Nick Rice)
Gerard Butler (Clyde Shelton)
Colm Meaney (Detective Dunnigan)
Bruce McGill (Jonas Cantrell)
Leslie Bibb (Sarah Lowell)
Michael Irby (Detective Garza)
Gregory Itzin (Iger)
Regina Hall (Kelly Rice)
Emerald-Angel Young (Denise Rice)

Drehbuch: Kurt Wimmer
Ausführende Produzenten: Michael Goguen, Neil Sacker
Produzenten: Gerard Butler, Kurt Wimmer, Lucas Foster, Mark Gill, Robert Katz, Alan Siegel
Regie: F. Gary Gray


Filme mit dem Thema Selbstjustiz gab es in den USA immer wieder mal zu sehen. Einige dieser Film, wie "Death Wish" ("Ein Mann sieht rot") mit Charles Bronson wurden gar zu großen Erfolgen. Um dieses Thema geht es auch in "Law Abiding Citizen" ("Gesetz der Rache").

Wie meistens ist auch hier übrigens der Original-Titel weitaus besser als der deutsche: "Law Abiding Citizen" kann man mit "Gesetzestreue Bürger" übersetzen - ein Titel, der den Inhalt des Films erheblich treffender ausdrückt.

Dem Trailer nach, scheint "Gesetz der Rache" ein actionlastiger Film zu sein, der aber durchaus an seiner Aussage - der Frage nach der Selbstjustiz - festhält. In den USA entwikelt sich das Werk jetzt schon mehr und mehr zu einem Erfolg. Bis Anfang November konnten bereits über 60 Millionen Dollar eingenommen werden bei einem Budget von 40 Millionen.

In Amerika startete der Film zunächst auf dem "Urbanworld Film Festival" (am 23. September), bevor es ab dem 16. Oktober an den normalen Kinostart ging. Hierzulande ist "Gesetz der Rache" seit dem 19. November in den Kinos zu sehen.

Sunday, November 1, 2009

The Fourth Kind


Seit den 60er Jahren verschwinden in Alaska immer wieder spurlos Menschen, ohne dass ihr Verschwinden restlos aufgeklärt werden kann. Die Psychologin Dr. Tyler beginnt einige der Betroffenen zu untersuchen.

Sie führt lange Gespräche und nimmt diese auf Band auf. Bald findet sie bei ihren Patienten heraus, dass alle angeben, sie seien von Außerirdischen entführt worden. Mehrere Übereinstimmungen in den Aussagen lassen sie aufhorchen.





Das grob der Inhalt des Films "The Fourth Kind" (2008, 09) von Olatunde Osunsanmi. Der Trailer, den man schon im Interet sehen kann, macht Lust auf mehr. Es sind Ausschnitte eines Films, der scheinbar in teils dokumentarischer Art gedreht wurde, so sieht man "Ausschnitte" von Interviews mit den Leuten, die bei Dr. Tyler in Behandlung sind.

Die Hauptrollen spielten Milla Jovovich als Dr. Abby Tyler, Elias Koteas, Will Patton oder Corey Johnson. Einer der Produzenten des Films war Joe Carnahan, der zur Zeit als Regisseur die Neuverfilmung "The A-Team" dreht.

"The Fourth Kind" war am 24. Oktober 2009 auf dem "Screamfest Film Festival" zu sehen und soll am 6. November dieses Jahres in den US-Kinos anlaufen. Ein deutscher Kino-Start steht noch nicht fest.

Tuesday, October 6, 2009

Jennifer's Body


Die Schauspielerin Megan Fox ist zur Zeit sehr erfolgreich im Filmgeschäft tätig. Nach ersten Filmen hatte sie von 2004 bis 2006 in der TV-Serie "Hope & Faith" als Sydney Shanowski gespielt und unmittelbar im Anschluss daran kamen die ersten Kinoerfolge. 2007 war sie als Mikaela Banes in "Transformers" zu sehen, spielte 2008 in "How to lose Friends & Alienate People" und spielte in dem vor kurzem angelaufenen "Transformers: Revenge of the Fallen" (2009) erneut ihren Part als Mikaela Banes. Noch bevor sie 2009 in dieser Fortsetzung spielte, hatte sie davor noch (von März bis Mai 2008) die Arbeiten an dem Horrorfilm "Jennifer's Body" abgeschlossen. Dieser Film ist nun vor kurzer Zeit, am 18. September, in den amerikanischen Kinos angelaufen und soll bei uns ab dem 5. November 2009 zu sehen sein.





Megan Fox spielt hier Jennifer Check, das schönste Mädchen an ihrer High-School, das aber einen kleinen Schönheitsfehler hat: sie ist ein Vampir. Sie lockt mit ihren körperlichen Reizen jede Menge Jungs an, die ihr auch sofort und ohne Widerstand auf den Leim gehen. Statt eine Liebesnacht zu erleben, werden sie dann Opfer ihrer vampirischen Angewohnheiten. Ihre Mitschülerin Needy Lesnicky kommt ihr aber irgendwann auf die Spur. Neben Megan Fox spielen in weiteren Rollen Amandra Seyfried als Mitschülerin Needy, Johnny Simmons, Adam Brody, Sal Cortez und Ryan Levine. Das Drehbuch schrieb Diablo Cody, die auch als ausführende Produzentin dabei war. Für sie war dieser Film erst die zweite Arbeit an einem Kinofilm.

Für ihre erste Arbeit an dem Film "Juno" wurde sie bereits mit einem Oscar ausgezeichnet. Diablo Cody ist natürlich nicht ihr richtiger Name. Geboren wurde sie am 14. Juni 1978 in Chicago als Brook Busey.

Auch Regisseurin Karyn Kusama (geboren am 21. März 1968 in Brooklyn) ist noch relativ neu im Filmgeschäft: "Jennifer's Body" ist ihr dritter Kinofilm, ihr Debüt entstand 2000 unter dem Titel "Girlfight". Dann kamen "AEon Flux" (2005) und eine Episode der Serie "The L Word" (2007), bevor sie 2008 mit den Arbeiten an ihrem Horrorfilm begann. "Jennifer Body's" wurde letztes Jahr mit einem - für heutige Verhältnisse - sehr kleinen Budget von ca. 16 Millionen Dollar produziert. Fast die Hälfte davon konnte der Film bereits am Startwochenende in den USA wieder einspielen. Noch vor dem offiziellen US-Start war der Film bereits am 10. September 2009 auf dem "Toronto Film Festival" zu sehen gewesen. Angesetzter deutscher Start-Termin ist der 5. November, es gibt aber anscheinend noch keinen deutschen Titel.

Lassen wir uns also überraschen.

Wednesday, September 23, 2009

U-Bahn Pelham 1 2 3


Die Entführung der U-Bahn Pelham 1 2 3
Original-Titel: THE TAKING OF PELHAM 1 2 3
USA, England, 2009

Die U-Bahn Pelham 123 in New York wird von dem Gangster Ryder und seinen Leuten mit Waffengewalt aufgehalten. Ryder droht dem Fahrdienstleiter Garber an, er werde Geiseln erschiessen, wenn man ihm nicht ein Lösegeld in Höhe von 10 Millionen Dollar zahlt. Garber schafft es mit dem Verbrecher in Kontakt zu treten und mit ihm zu verhandeln. Der U-Bahn-Fahrer Ramos, der Teil von Ryder's Bande ist, wird während der Entführung erschossen. Ryder braucht nun einen neuen Fahrer. Um diesen zu bekommen, soll Garber das Lösegeld selber überbringen.



US-Premiere: 4. Juni 2009
US-Kino-Start: 12. Juni 2009
Deutscher Kino-Start: 24. September 2009

Darsteller:
Denzel Washington (Walter Garber)
John Travolta (Ryder)
Luis Guzman (Phil Ramos)
Victor Gojcaj (Bashkim)
John Turturro (Camonetti)
James Gandolfini (Bürgermeister)
Michael Rispoli (John Johnson)
Ramon Rodriguez (Delgado)

Drehbuch: Brian Helgeland
nach dem gleichnamigen Roman von John Godey
Ausführende Produzenten: Michael Costigan, Barry Waldman
Produzenten: Todd Black, Tony Scott, Steve Tisch, Jason Blumenthal
Regie: Tony Scott


"The Taking of Pelham 1 2 3" ist ein Mittelding zwischen Entführungsdrama und Actionfilm. Hierzulande liest man öfters positive Sachen über den Film. So wird besonders das Spiel von Denzel Washington und John Travolta gelobt, die sich im Laufe des Films anscheinend einen Zweikampf mit Worten liefern. In den USA wurde der "Pelham 1 2 3", der ein Remake eines Films von 1974 ist, nicht sehr wohlwollend aufgenommen. Bis Ende August waren lediglich 65 Millionen Dollar eingenommen worden. Bei einem Budget von ca. 100 Millionen alles andere als ein gutes Geschäft. Walter Matthau spielte 1974 in "The Taking of Pelham One Two Three" ("Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 1-2-3") die Hauptrolle als Lt. Garber. Sein Gegenspieler war damals Robert Shaw - weitere Schauspieler: Martin Balsam, Hector Elizondo, Earl Hindman und James Broderick.

Eine der wenigen Gelegenheiten, in denen Matthau bewies, das er auch in ernsten Rollen überzeugen konnte. Regie führte bei diesem Film (nach einem Drehbuch von Peter Stone) Joseph Sargent. Eine weitere Verfilmung gab es dann noch 1998: Regisseur Felix Enriquez Alcala drehte für das US-Fernsehen "The Taking of Pelham One Two Three" mit Edward James Olmos als Det. Piscotti und Vincent D'Onofrio als Gegenspieler. Der Film lief meines Wissens nach noch nicht bei uns.


Die Verfilmungen entstanden nach dem gleichnamigen Roman von John Godey (geboren am 20. Juli 1912 in Brooklyn als Morton Freedgood), der 1973 in den USA veröffentlicht wurde - ein Jahr später kam bereits der Film in die Kinos (Godey starb 93jährig am 16. April 2006). Der US-Start des Films war bereits am 12. Juni und eigentlich sollte der Film bei uns auch bereits Ende Juli 2009 in den Kinos anlaufen - so zumindest war es vor wenigen Monaten noch zu lesen.

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Coma


"Coma"

Susan Wheeler, Ärztin im Boston Memorial, entdeckt durch Zufall, dass im letzten Jahr bei zehn verschiedenen Patienten nach harmlosen Routineeingriffen ein plötzliches und unerklärliches Koma aufgetreten ist. Aufmerksam geworden durch ein solches Koma bei ihrer Freundin Nancy Greenly, die wegen einer Abtreibung in der Klinik war, wird sie noch mehr beunruhigt, als kurze Zeit danach erneut ein junger Mann in ein ebenso unerklärliches Koma fällt. Sie geht der Sache nach, muß dabei aber feststellen, dass ihr erstens niemand glaubt und dass man ihr zweitens, wo es nur geht, Steine in den Weg legt. Als sie herausfindet, dass die Koma-Patienten in eine Einrichtung namens "Jefferson Institut" gebracht wurden, will sie unbedingt dorthin und sich umsehen. Der Zugang für Besucher ist aber streng geregelt, nur einmal in regelmäßigen Abständen werden für Interessierte Führungen durch das Institut organisiert.


Susan schließt sich einer solchen Führung an, geht dann aber in einem unbeobachteten Moment allein auf Entdeckungsreise. Was sie dann dort findet und herausfindet, übersteigt alle ihre Befürchtungen und bringt sie selbst in akute Lebensgefahr.

USA, 1977, 78
Original-Titel: COMA

Darsteller:
Geneviéve Bujold (Dr. Susan Wheeler)
Michael Douglas (Dr. Mark Bellows)
Elizabeth Ashley (Mrs. Emerson)
Rip Torn (Dr. George)
Richard Widmark (Dr. Harris)
Lois Chiles (Nancy Greenly)
Hari Rhodes (Dr. Morelind)
Gary Barton (Computer Techniker)

Drehbuch: Michael Crichton
nach dem Roman "Coma" (1977) von Robin Cook
Produzent: Martin Erlichman
Regie: Michael Crichton


HINTER DEN KULISSEN
Das Thema des Films ist der Organhandel, der als Robin Cook's Buch erschien (1977), zwar keine Utopie mehr war, aber noch nicht so in den Vordergrund gerückt war, wie er es heute ist.

Die medizinischen Möglichkeiten, was Operationen angeht, sind in dieser Zeit mehr und mehr gewachsen, so das heute Transplantationen von allen möglichen Organen zwar keine Routine ist (sollten sie jedenfalls niemals sein), aber doch kein so großes "Wunder" mehr sind, wie sie es vielleicht noch vor 30 Jahren waren.


"COMA"-NACHFOLGER
Es gab natürlich schon vor "Coma" Filme, die im Krankenhaus spielten, aber mit diesem Themenhintergrund kamen erst später ähnlich gelagerte Filme.

Nach den positiven Echos, die "Coma" hervorrief, blieb es nicht aus, dass noch Filme entstanden, die thematisch ähnlich waren. Ein Beispiel ist der 1979 in Deutschland produzierte Film "Fleisch", in dem es ebenfalls um illegalen Organhandel geht. Jutta Speidel, Wolf Roth und Herbert Herrmann spielten damals die Hauptrollen.

Oliver Schmitz drehte unter dem selben Titel "Fleisch" (2007, 08) ein fürs Fernsehen produziertes Remake, in dem Theresa Scholze, Sebastian Ströbel und Tony Kgoroge die Hauptrollen spielten. Der Film war eine Co-Produktion zwischen Deutschland und Süd-Afrika.

1989 inszenierte Larry Cohen "The Ambulance" ("The Ambulance"), den er mit Eric Roberts, James Earl Jones und Megan Gallagher in den Hauptrollen besetzte. Dieser mehr auf Action eingestimmte Film hat ein ähnliches Thema wie "Coma", auch hier werden Menschen plötzlich entführt oder verschwinden aus ungeklärten Ursachen und auch hier werden bestimmte medizinische Experimente gemacht.

Für sich gesehen ist "The Ambulance" ein eigenständiger Film, dessen Hintergrund sich nicht allzu offensichtlich auf "Coma" stützt - ein Ansehen würde ich hier durchaus empfehlen.


Ein bißchen dreister ging Larry Shaw 1990 an die Sache, als er den TV-Film "Donor" drehte. Das Werk lief bei uns unter verschiedenen Titeln, so zum Beispiel unter "Genetic Killers", was an sich schon völliger Quatsch ist. Als "Skalpell des Schreckens" wurde der Film 1993 in der ARD ausgestrahlt - auch dieser Titel wieder einmal ein Ausbund an Dummfug.

Im österreichischen Fernsehen war er unter dem Titel "Klink ohne Wiederkehr" zu sehen, was am Originaltitel gesehen auch Murks ist, inhaltlich gesehen aber ergibt es wengistens einen Sinn. "Donor" heißt übersetzt schlicht und einfach (Organ)-Spender.

In diesem Film, den Larry Shaw mit Melissa Gilbert, Jack Scalia, Wendy Hughes und Gregory Sierra besetzte, geht es nicht nur um dasselbe Thema wie in "Coma", der Film schrammt sehr knapp an einem Plagiat vorbei. Inhalt, Art der Umsetzung, sogar manche Szenen, spielen in derselben Umgebung, teilweise sogar in denselben Räumen.

Nichtsdestotrotz ist dieses Werk - wenn man "Coma" noch nicht gesehen haben sollte - empfehlenswert, da er seine "geliehenen" Ideen und Geschichten wenigstens gut und spannend umsetzt und mit den Hauptdarstellern auch routinierte Leute vorweisen kann, die ihr Handwerk gelernt haben. Der Film ist nicht so gut wie "Coma", erreicht bei weitem nicht die Spannung, die Eindringlichkeit und die Intensität des Orginals, aber ganz ablehnen würde ich das Werk auch nicht.


ABSCHLIESSEND

"Coma" (Drehbuch-Autor und Regisseur Michael Crichton starb am 4. November 2008 im Alter von 66 Jahren) ist meiner Ansicht nach einer der seltenen Fälle, wo die Vorlage hervorragend ist und die filmische Adaption ebenso fantastisch gemacht wurde. Es kommt nicht einmal, wie man vielleicht annehmen und befürchten könnte, irgendwann Langeweile auf, da die Handlung schnell fortschreitet und für Langeweile einfach "keine Zeit" vorhanden ist. Getragen wird der Film natürlich von den drei Hauptdarstellern, Geneviéve Bujold, Michael Douglas und Richard Widmark, wobei Widmark´s Auftritte nicht so zahlreich sind, wie seine Fans es sch vielleicht gewünscht hätten. Der größte Teil der "Last" lag bei Geneviéve Bujold, die ihre Rolle wirklich brillant darstellte. Das Ansehen des Films lohnt sich auf jeden Fall, auch (und gerade!!) für die, die Robin Cook´s Buch (Bild rechts: Titelbild eines Taschenbuches) schon gelesen haben. Man kann zwar beides für sich genießen, das heißt, wer das Buch nicht kennt, braucht nicht aus inhaltlichen Gründen auf den Film zu verzichten. Und wer den Film gesehen hat, braucht nicht unbedingt zur Aufbesserung von Wissenslücken das Buch zu lesen, aber beides zu genießen, macht die Sache eigentlich rund - und perfekt.


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Tuesday, September 15, 2009

Antichrist


Original-Titel: ANTICHRIST
Dänemark, Deutschland, Frankreich, Schweden, Italien, Polen, 2008, 09


Ein (anscheinend namenloses) Ehepaar hat durch den Tod ihres gemeinsamen Kindes einen schweren Schock erlitten. Die Ehefrau stürzt immer mehr in ein seelisches Loch. Beide beschliessen dann, in einen Wald zu fahren, um in einer einsam gelegenen Hütte zu sich selber zu finden. Doch im Wald tauchen bald neue Probleme auf. Verborgene Ängste und neue Gewaltbereitschaft lassen es bald zu Situationen kommen, die für beide gefährlich werden.






Kino-Premiere in Frankreich: 18. Mai 2009 (auf dem "Cannes Film Festival")
USA-Premiere: September 2009 (auf dem "New York Film Festival")
Deutscher Kino-Start: 10. September 2009
US-Kino-Start: 23. Oktober 2009

Darsteller:
Willem Dafoe (der Mann)
Charlotte Gainsbourg (die Frau)

Ausführende Produzenten: Peter Garde, Peter Aalbrak Jensen
Produzentin: Meta Louise Foldager
Drehbuch und Regie: Lars von Trier


Der dänische Regisseur Lars von Trier (geboren am 30. April 1956 in Kopenhagen) ist für Filme bekannt, die oft die Grenzen des guten Geschmacks berühren - oder überschreiten.

Ebenso scheint es in diesem Film zuzugehen. Gewalt- und Erotikszenen (das liest man jedenfalls öfter) gehen auch hier öfter an die Grenzen.

In den Szenen, die im Wald spielen, kommt augenscheinlich (wenn man Trailer glauben kann) auch eine stimmige Atmosphäre auf, die an einen Horrorfilm erinnert. Jedoch ist "Antichrist" - dem Titel zum Trotze - kein Horrorfilm.

Es ist eine Art Drama mit Anklängen beim Horrorfilm. Lars von Trier drehte seinen Film "Antichrist" vollständig in Deutschland in der Gegend am Rhein. So wurden auch einige Szenen in und um Köln gedreht.

Studio-Aufnahmen fanden in den "MMC" Studios, in Hürth, statt.


Die Fans des Regisseurs werden wissen, welche Art Film sie erwarten wird. Und diesen seinen Fans wird er wohl auch mit seinem neuesten Werk gerecht werden.

Seit dem 10. September ist der Film in Deutschland an den Start gegangen.

Friday, September 11, 2009

Thomas Crown



Inhalt: Thomas Crown ist ein angesehener und erfolgreicher Geschäftsmann. Als Mann im Hintergrund plant er einen effektiven Bankraub und lässt seine Leute diesen ausführen. Ebenso perfekt wie er geplant war, wird er ausgeführt - beinahe jedenfalls.

Die Versicherungsgesellschaft der Bank, die um mehrere Millionen erleichtert wurde, schickt ihren besten Versicherungsagenten auf die Spur der Hintermänner: Vicky Anderson.

Die hat schon bald ihren Verdächtigen ausgemacht und heftet sich an seine Fersen. Dabei muss sie feststellen, dass sowohl der Mann selbst als auch sein Talent ihr gefährlich werden können.

USA, 1968
Original-Titel: THE THOMAS CROWN AFFAIR

Darsteller:
Steve McQueen (Thomas Crown)
Faye Dunaway (Vicki Anderson)
Paul Burke (Lieutenant Malone)
Jack Weston (Erwin)
Biff McGuire (Sandy)
Addison Powell (Abe)
Astrid Heeren (Gwen)
Gordon Pinsent (Jamie)
Yaphet Kotto (Carl)
Sidney Armus (Arnie)

Drehbuch: Alan R. Trustman
Produzent und Regie: Norman Jewison


HINTER DEN KULISSEN
"The Thomas Crown Affair" ist ein Krimi der anderen Art. Es gibt hier keine aufwendigen Action-Szenen, die Spannung entsteht aus der Konstellation der Hauptdarsteller, Steve McQueen und seine Gegenspielerin Faye Dunaway. Jeder will den anderen ausbooten und ausspielen und das macht den Reiz des Films aus - zusammen mit einer Menge sehr guter Nebendarsteller.

Faye Dunaway war hier in ihrer zweiten erfolgreichen Rolle zu sehen. Erst 1967, ein Jahr zuvor, hatte sie in Arthur Penn's Klassiker "Bonnie and Clyde" ("Bonnie und Clyde") gespielt und war durch diesen Film zusammen mit Co-Star Warren Beatty nicht nur in den USA bekannt und berühmt geworden.

Ebenso wie Beatty wurde auch Faye Dunaway 1968 bei der Oscar-Verleihung für diesen Film als beste Hauptdarstellerin nominiert. Sie verlor aber gegen Katharine Hepburn, die den Oscar für "Guess who´s Coming to Dinner" ("Rat mal, wer zum Essen kommt", 1967) bekam.

Dunaway wurde später noch bekannt durch Filme wie "The Arrangement" ("Das Arrangement", 1969), "Little Big Man" (1970), "Chinatown" ("Chinatown", 1974), "The Towering Inferno" ("Flammendes Inferno", 1974), oder "Network" (1976).

"The Thomas Crown Affair" wurde bei der Oscar-Verleihung 1969 für die beste Musik (an Michel Legrand) und für den besten Titelsong für den Preis nominiert.

Der Oscar für die Musik ging allerdings an John Barry für dessen Arbeit in dem Film "The Lion in Winter" ("Der Löwe im Winter", 1968). Der Preis für den besten Song aber, für "The Windmills of your Mind", ging an "The Thomas Crown Affair".

Ausgezeichnet wurden Noel Harrison, der das Lied interpretierte und an Michel Legrand (Musik) und dem Ehepaar Marilyn und Alan Bergman (Text). Die beiden waren noch Jahre danach als Texter für diverse Filme tätig.


DAS REMAKE
Ende der 90er Jahre entstand unter der Regie von John McTiernan das Remake des Films unter dem selben Titel "The Thomas Crown Affair" (1998, 99), der bei uns als "Die Thomas Crown Affäre" (besser übersetzt) an den Start ging.

Der zu dieser Zeit noch "aktive" Bond-Darsteller Pierce Brosnan spielte die Rolle, die Steve McQueen einst übernommen hatte und Rene Russo war als Catherine Banning zu sehen. Weitere Rollen spielten Denis Leary, Ben Gazzara, Frankie Faison oder Fritz Weaver. Auch Faye Dunaway war in einer kleinen Rolle als Psychiaterin dabei. Produziert wurde der Film übrigens von Beau St. Clair und Hauptdarsteller Pierce Brosnan.

Tuesday, September 1, 2009

Psycho III


"Psycho III"

Inhalt: Die junge Nonne Maureen versucht sich das Leben zu nehmen. Sie steigt auf den höchsten Punkt ihrer Kirche und will sich hinunterstürzen. Bei dem Versuch, ihr zu helfen, kommt eine andere Nonne ums Leben und Maureen flüchtet. Sie sucht Unterschlupf in "Bates Motel", in dem Norman Bates lebt. Er ist wieder so, wie er war, als er in die geschlossene Anstalt eingeliefert wurde. Er lebt weiter in dem Wahn, seine Mutter wäre am Leben, obwohl sie längst tot ist. Als Maureen bei ihm ein Zimmer nimmt, will er sie in der Verkleidung einer alten Frau umbringen. Doch er kommt fast zu spät. Maureen liegt in der Badewanne mit aufgeschnittenen Pulsadern. Norman kann sie retten und Maureen lebt fortan weiter bei ihm in dem Glauben, ein Engel hätte sie gerettet. Dabei realisiert sie die Gefahr nicht, in der sie lebt.



USA, 1986
Original-Titel: PSYCHO III

Darsteller:
Anthony Perkins (Norman Bates)
Diana Scarwid (Maureen Coyle)
Jeff Fahey (Duane Duke)
Roberta Maxwell (Tracy Venable)
Hugh Gillin (Sheriff Hunt)
Lee Garlington (Myrna)
Robert Alan Browne (Statler)
Gary Bayer (Pater Brian)
Patience Cleveland (Schwester Margaret)

Drehbuch: Charles Edward Pogue
Produzent: Hilton A. Green
Regie: Anthony Perkins

HINTER DEN KULISSEN
1983 startete die erste Fortsetzung von Alfred Hitchcock's Klassiker "Psycho" (1960) in den Kinos. Künstlerisch und auch finanziell wurde es ein ansehnlicher Erfolg. Drei Jahre später kam dann Teil 3 in die Kinos, den diesmal Anthony Perkins selber in Szene setzte. Im Vergleich zu Teil 2 aber kann dieser Film nicht gewinnen. Obwohl hier oft versucht wurde, das Ganze durch schwarzen Humor und viele Anspielungen an den ersten Teil aufzulockern, ging genau das teilweise nach hinten los.

Sowohl was die Geschichte angeht, als auch die gesamte Optik, gefiel mir Teil 2 wesentlich besser. Dennoch ist Teil 3 sehenswert. Durch Anthony Perkins, der in "seiner" Rolle wieder zu überzeugen weiß, kann der Film doch noch ganz gut unterhalten. Wenn auch die Geschichte nicht so viel an Spannung hervorzuzaubern weiß wie in Teil 2, macht der Film doch Spaß. Nebendarsteller wie Diana Scarwid als Nonne, Jeff Fahey als Widersacher Norman Bates' und Roberta Maxwell als Reporterin Tracy verschaffen dem Film ein zusätzliches Plus.

Abschliessend: nicht so gut wie Teil 2 und längst nicht so gut wie Teil 1, aber dennoch empfehlenswert. Wie Teil 2, gibt es auch den dritten Teil meines Wissens nach nicht einzeln auf DVD zu kaufen. Enthalten ist der Film aber - wie alle anderen Teile auch - in der Sammel-DVD-Box "Psycho Collection I - IV".

Saturday, August 15, 2009

Psycho


"Psycho"


Inhalt: Phoenix, Arizona: die Sekretärin Marion Crane wird von ihrem Chef beauftragt, die Summe von 40.000 Dollar auf die Bank zu bringen. Unterwegs siegt die Versuchung in ihr und sie stiehlt das Geld.


Sie packt ihre Sachen und will nach Fairvale zu ihrem Verlobten fahren. Auf dem Weg dorthin macht sie Rast an "Bates Motel", einem einsam gelegenen Motel an der Landstraße.


Der Besitzer, Norman Bates, lädt sie zu einem späten Abendessen ein und während des Gespräches sieht sie ein, dass sie sich mit dem Diebstahl sehr geschadet hat. Sie will noch am nächsten Morgen umkehren und nach Phoenix zurückfahren.





Als sie an diesem Abend in ihrem Zimmer unter der Dusche steht, wird sie plötzlich ermordet. Ihre Schwester Lila Crane stellt Nachforschungen an.


USA (schwarzweiß), 1959, 60
Original-Titel: PSYCHO

  • Darsteller:
  • Anthony Perkins (Norman Bates)
  • Janet Leigh (Marion Crane)
  • Vera Miles (Lila Crane)
  • John Gavin (Sam Loomis)
  • Martin Balsam (Milton Arbogast)
  • John McIntire (Sheriff Al Chambers)
  • Simon Oakland (Dr. Fred Richmond)
  • Vaughn Taylor (George Lowery)
  • Frank Albertson (Tom Cassidy)
  • Lurene Tuttle (Eliza Chambers)

  • Drehbuch: Joseph Stefano
  • nach dem Roman "Psycho" (1959) von Robert Bloch
  • Produzent: Alfred Hitchcock (im Vorspann ungenannt)
  • Regie: Alfred Hitchcock

HINTER DEN KULISSEN

Alfred Hitchcock's "Psycho" ist ein "immerwährender Klassiker" - einer jener Filme, die fast jeder Kino- und Film-Fan schon irgendwann mal gesehen hat und der es wert ist, immer wieder mal angesehen zu werden.


Jene bekannte Geschichte um den psychisch kranken Norman Bates, der in seinem Haus zusammen mit seiner Mutter lebt - mehr oder weniger jedenfalls. Falls es noch welche gibt, die den Film nicht kennen, werde ich dazu nichts weiter sagen, da sonst einige inhaltliche Überraschungen verraten wären.


Die berühmte Dusch-Szene mit Janet Leigh wurde schon in so vielen weiteren Filmen als Hommage gezeigt und sehr oft auch als Parodie in allen möglichen und unmöglichen Variationen benutzt.




"Psycho" wurde nicht nur ein Klassiker des Kinos, sondern auch obendrein noch ein finanzieller Erfolg. In den USA spielte der Film 32 Millionen Dollar ein, die weltweiten Einnahmen beliefen sich bis 2004 auf ca. 50 Millionen Dollar. Das alles bei einem Budget von 806.000 Dollar.


Der Film wurde 1961 viermal bei den Oscar-Verleihungen nominiert, ging aber in allen Kategorien leer aus: Alfred Hitchcock wurde für die beste Regie nominiert, Janet Leigh als beste Nebendarstellerin, John L.Russell für die Kamera und Joseph Hurley, Robert Clatworthy und George Milo wurden für die beste Ausstattung vorgeschlagen.


Anthony Perkins als Norman Bates spielte seine Rolle so gut, dass er noch Jahre danach immer wieder mit dieser Figur in Zusammenhang gebracht wurde. Die Rolle "klebte" förmlich an ihm seine gesamte weitere Karriere lang.


Eine Teilschuld hat er aber auch selber daran, denn er spielte diese Rolle noch weitere drei Mal. Perkins (geboren am 4. April 1932 in New York starb am 12. September 1992 an den Folgen der AIDS-Erkrankung in Hollywood im Alter von 60 Jahren.





DIE FORTSETZUNGEN

Bis heute kamen drei Nachfolger und ein Remake des Films in die Kinos. Der Hessische Rundfunk sendet am 27. August "Psycho II" um 23:50 Uhr. Mehr zu diesem Film am 25. August in einem neuen TV-Tipp.

Monday, July 20, 2009

Stadt in Angst


"Stadt in Angst"

Black Rock ist eine verschlafene, winzige Kleinstadt im Süden der USA. Nichts Aufregendes ist hier in der letzten Zeit passiert und daran scheint sich auch nichts zu ändern. Bis eines Tages aus dem Zug ein Fremder auftaucht. Ein einarmiger Mann, der sich als Rechtsanwalt Macreedy vorstellt. Er ist auf der Suche nach einem Japaner, Komoko, der in der Stadt gelebt haben soll. Da er ihn nicht findet, beginnt er bei allen Einwohnern, denen er begegnet, Fragen nach dem Japaner zu stellen, doch niemand will ihm antworten, bzw. alle geben vor, diesen Mann nicht gekannt zu haben. Die Ahnung, die Macreedy über den Verbleib des Mannes befällt, wird zur Realität, als er hinter das Gehemnis der Einwohner von Black Rock kommt.




USA, 1954, 55
Original-Titel: BAD DAY AT BLACK ROCK

Darsteller:
  • Spencer Tracy (John Macreedy)
  • Robert Ryan (Reno Smith)
  • Anne Francis (Liz Wirth)
  • Dean Jagger (Sheriff Horn)
  • Walter Brennan (Doc Velie)
  • John Ericson (Pete Wirth)
  • Ernest Borgnine (Coley Trimble)
  • Lee Marvin (Hector)
  • Russell Collins (Mr. Hasting)
  • Walter Sande (Sam)
  • Drehbuch: Millard Kaufman
  • Adaption: Don McGuire
  • nach der Story "Bad Day at Hondo" von Howard Bresling
  • Produzent: Dore Schary
  • Regie: John Sturges


HINTER DEN KULISSEN
"Stadt in Angst" enthält alles, was Hollywood-Filme brauchen, um zu unsterblichen Klassikern zu werden: eine gute Geschichte, eine hervorragende Mannschaft hinter der Kamera, eine spannende Atmosphäre und eine Gruppe ausgezeichneter Schauspieler.


Millard Kaufman schrieb für diesen Film (nach einer Erzählung von Howard Breslin) das Drehbuch, dass John Sturges furios und eindringlich umsetzte.


Dreimal wurde der Film 1956 für den Oscar nominiert: für die beste Regie an John Sturges, für den besten Hauptdarsteller (Spencer Tracy) und für das Drehbuch (Millard Kaufman). Aber in allen drei Kategorien ging der Film leer aus. Alle Preise in diesem Jahr gingen an "Marty" ("Marty", 1955) von Delbert Mann.

"Bad Day at Black Rock" gehört zu den Filmen, die man einfach mal gesehen haben sollte.

Wednesday, July 15, 2009

Cujo

Inhalt: Bei der Verfolgung eines Kanninchens gerät der gutmütige Bernhardiner Cujo in ein Erdloch, in dem er eine Fledermaus stört. Durch den Zwischenfall aufgeschreckt, attackiert das Tier den Hund und versetzt ihm einen Biß in die Nase. Donna und Vic Trenton haben seit kurzer Zeit Eheprobleme, die sich noch vergrössern, als Vic dahinter kommt, das seine Frau ihn betrügt. Während dieser Krise muß Vic beruflich verreisen, wobei er vergißt, den Wagen seiner Frau zu Joe Camber in die Werkstatt zu bringen. Als er schon unterwegs ist, will Donna Trenton selber zu Joe Camber fahren. Dort hat sich aber mittlerweile der Hund Cujo langsam, aber sicher durch den Biß der Fledermaus mit der Tollwut angesteckt.



Als Donna Trenton und ihr Sohn bei Joe Camber ankommen, treffen sie niemanden an, nur den riesigen Bernhardiner Cujo, der sie sofort attackiert, als sie auf den Hof gefahren kommen. Entsetzt will Donna wegfahren, doch der Motor ihres Wagens springt nicht mehr an. Sie können nicht mehr starten und wegfahren, und vor ihrem Auto lauert Cujo, der nun gänzlich von der Tollwut beherrscht wird. Donna und ihr Sohn sitzen in der Falle.



USA, 1983
Original-Titel: CUJO

Darsteller:



  • Dee Wallace (Donna Trenton)
  • Daniel Hugh Kelly (Vic Trenton)
  • Danny Pintauro (Tad Trenton)
  • Christopher Stone (Steve Kemp)
  • Ed Lauter (Joe Camber)
  • Kaiulani Lee (Charity Camber)
  • Billy Jacoby (Brett Camber)
  • Mills Watson (Gary Pervier)
  • Sandy Ward (Bannerman)
  • Jerry Hardin (Masen)
  • Merritt Olsen (Professor)







  • Drehbuch: Don Carlos Dunaway und Lauren Currier
  • nach dem gleichnamigen Roman von Stephen King
  • Produzenten: Daniel H. Blatt, Robert Singer
  • Regie: Lewis Teague






HINTER DEN KULISSEN


Der Roman "Cujo" von Stephen King erschien in den USA bereits 1981, zu einer Zeit, in der der Autor den Weg zu seinen Erfolgen schon beschritten, aber noch nicht seinen Zenit erreicht hatte. Um die damalige Zeit waren bereits seine Romane "Carrie", "Brennen muß Salem", "Shining" und "Creepshow" (ein Episodenfilm) verfilmt worden.


Der Erfolg ging aber weiter, sowohl was die Bücher von King, als auch dessen Verfilmungen betraf. So wurde bald jeder Schnipsel, den er irgendwann mal geschrieben hatte, für die Kinoleinwand oder fürs Fernsehen aufgeblasen und verfilmt.


Und so wandte man sich auch einem Buch zu, das eigentlich sehr schwer filmisch umzusetzen war: "Cujo". Ein familienfreundlicher, harmloser Bernhardiner, wird tollwütig und greift alles um sich heran an - wie sollte man so etwas auf der Leinwand darstellen.




Stephen King selber gab damals der relativ kleinen Film-Firma "Taft Entertainment" die Rechte an seinem Buch, die schon durch Filme wie "The Boogens" aufgefallen waren oder die King-Verfilmung "The Running Man" ("Running Man", 1987, mit Arnold Schwarzenegger) und den Film "Light of Day" ("Light of Day") mit Joan Jett und Michael J.Fox.


Stephen King wollte auch damals schon den Regisseur Lewis Teague haben. Das erste Drehbuch zum Film schrieb King selber, doch die Oberbosse vom Verleih (Warner Bros.) lehnten es ab, zu viel Gewicht sei auf die familiären Probleme gelegt worden.


Mit einem neuen Skript engagierte man dann den am 23. Dezember 1937 in Budapest geborenen Regisseur Peter Medak, der nach seiner Auswanderung 1956 über England in die USA kam und dort erstmals 1979 mit dem stimmungsvollen Horrorfilm "The Changeling" ("Das Grauen") Aufsehen erregen konnte.


Doch Medak verließ die Produktion, noch bevor er einen Tag lang als Regisseur tätig gewesen war. Für ihn wurde nun King´s Wunschregisseur, Lewis Teague, engagiert. Dieser hatte 1980 mit "Alligator" ("Der Horror-Alligator") einen modernen Klassiker des Horrorfilms vorgelegt.


Teague ging nun als erstes daran, das Drehbuch erneut zu ändern, da seiner Ansicht nach die familiäre Seite wiederrum nicht genug herausgearbeitet worden war.




Eine der wesentlichen Änderungen im Film war das Finale, in dem im Buch Donna Trenton ihren Sohn trotz Wiederbelebungen verliert. Im Film geht es als Happy-End aus, eine Änderung, die durchaus auch Kings Einverständnis fand.


Ansonsten aber ist der fertige Film ziemlich eng an die Romanvorlage angelehnt, nur das die familiären Probleme eben nicht zu ausgewalzt wurden.


Ein finanzieller Erfolg wurde es obendrein auch noch: 21,2 Millionen Dollar flossen in die Kassen, nur in den USA. Hinzu kamen die Auslandseinnahmen. Bei einem Budget von ca. 5 Millionen Dollar bestimmt ein lukratives Geschäft.




FAZIT


"Cujo" ist ein ungeheuer spannender Film, der vor allem ab der Mitte seine Zuschauer nicht mehr aus der Handlung herausläßt. Die Situation auf dem Hof der Cambers, in der Donna und ihr Sohn hilflos im Auto festsitzen, ist eine Glanzleistung aller Beteiligten.




Die Spannung ist fast spürbar, wenn bei Donna langsam die Panik um ihren Sohn durchbricht. Eine herausragende Leistung von Dee Wallace, aber auch des damals nur siebenjährigen Danny Pintauro.

Wednesday, June 24, 2009

Der einzige Zeuge



Der einzige Zeuge

Rachel Lapp kommt mit ihrem Sohn nach Philadelphia, wo ihr Sohn Samuel auf einer öffentlichen Toilette als einziger Zeuge einen Mord beobachtet. Der ermittelnde Beamte Detective Book befragt den Jungen einfühlsam und die Ermittlungen beginnen. Mutter und Sohn helfen Book bei seiner Arbeit, doch bald stellt sich heraus, dass die Täter von dem Zeugen wissen. Der Junge ist auf einmal in akuter Gefahr. John Book fährt mit Rachel und ihrem Sohn zu den beiden nach Hause, sie leben bei den Amish-Leuten. Book beschliesst bis zum Prozess bei den beiden zu bleiben, um sie vor den Mördern schützen zu können. Um nicht gleich als Polizist aufzufallen, lebt und arbeitet der Großstadt-Polizist John Book unter den Amish-Leuten und gewöhnt sich langsam an das Leben dort und an Rachel Lapp. Solange, bis die Mörder das Versteck des Zeugen gefunden haben.



USA, 1984, 85
Originaltitel: WITNESS

Darsteller:
  • Harrison Ford (Detective John Book)
  • Kelly McGillis (Rachel Lapp)
  • Josef Sommer (Chief Paul Schaeffer)
  • Lukas Haas (Samuel Lapp)
  • Jan Rubes (Eli Lapp)
  • Alexander Godunov (Daniel)
  • Danny Glover (Detective McFee)
  • Brent Jennings (Detective Carter)
  • Patti LuPone (Elaine)
  • Angus MacInnes (Detective Fergie)
  • Frederick Rolf (Stoltzfus)
  • Viggo Mortensen (Moses Hochleitner)

  • Drehbuch: Earl W.Wallace & William Kelley
  • Story: William Kelley und Pamela Wallace & Earl W.Wallace
  • Co-Produzent: David Bombyk
  • Produzent: Edward S.Feldman
  • Regie: Peter Weir

HINTER DEN KULISSEN
Peter Weir´s "Witness" ("Der einzige Zeuge") ist kein Action-Film und wer auch immer sich diesen Film mit derlei Erwartungen ansehen wird, wird enttäuscht werden. Es ist ein eindringlicher und interessanter Film, der mittels einer gelungenen Geschichte, hervorragenden Darstellern und einer ausgezeichnet gefilmten Landschaft seine Zuschauer zu begeistern weiß, aber es ist eben kein Action-Film. Nicht umsonst gelang Harrison Ford, der bis zu diesem Film meist in Action- ("Indiana Jones")-Filmen oder Science Fiction-Werken ("Star Wars") Bekanntheit erlangte, mit "Witness" der letzte Sprung vom erfolgreichen Schauspieler zum Charakterdarsteller und zum weltweit gefeierten Superstar.

Achtmal wurde "Witness" 1986 bei der Oscar-Verleihung nominiert, doch nur zweimal gewann der Film den Preis: William Kelley, Pamela Wallace und Earl W.Wallace bekamen den Preis für das beste Drehbuch und Thom Noble wurde für den besten Schnitt ausgezeichnet. Harrison Ford bekam hier seine erste und (bis heute!) einzigste Oscar-Nominierung, er verlor aber gegen William Hurt, der den Oscar für seine Leistung in "Kiss of the Spider Woman" ("Der Kuß der Spinnenfrau", 1985) bekam.

Die anderen Nominierten waren John Searle (Kamera), Stan Jolley und John H.Anderson (Ausstattung), Maurice Jarre (Musik), Peter Weir (Regie) und Edward S.Feldman für den besten Film des Jahres. Alle diese Genannten verloren gegen Sydney Pollack's Drama "Out of Africa" ("Jenseits von Afrika", 1985), der 1986 elfmal für den Oscar nominiert wurde und siebenmal davon auch gewann.


HARRISON FORD
Ford gilt als einer der erfolgreichsten Schauspieler der Welt. In den 80er Jahren war er zeitweise bei 6 Filmen dabei, die zu den (finanziell gesehen) erfolgreichsten Filmen aller Zeiten gehörten - das waren die "Star Wars"-Filme und die Reihe um den Abenteuer-Archäologen "Indiana Jones".

Ford hatte auch in einer Cameo-Rolle (als Lehrer) in "E.T." mitgespielt, doch wurde diese Szene vor dem endgültigen Start wieder herausgeschnitten, sonst wäre er in noch mehr erfolgreichen Filmen zu sehen gewesen. Die Karriere von Harrison Ford (geboren am 13. Juli 1942, in Chicago, Illinois) als Schauspieler begann sehr zäh und anstrengend. Nach ersten (ungenannten) Rollen in Filmen wie "Dead Heat on a Merry-Go-Round" (1966) oder "Luv" (1967) gewann er etwas Aufmerksamkeit durch mehrere Gast-Rollen in TV-Serien wie "The Virginian" (1967), "Ironside" ("Der Chef", 1967), "Journey to Shiloh" (1968), "The Mod Squad" (1968), "The F.B.I." (1969), "Dan August" (1971) und "Gunsmoke" ("Rauchende Colts", 1972 und 1973), bevor dann erste Kino-Erfahrung mit George Lucas´ "American Graffiti" (1973) kam.

Der Film wurde zwar ein Erfolg, aber nur bei Cineasten, dem großen Publikum blieb dieser Film bis heute stellenweise unbekannt. Ford´s Situation sollte sich auch in den nächsten Jahren nicht großartitg ändern, er spielte zwar weiterhin Rollen in Filmen wie "Judgment: The Court Material of Lieutenant William Calley" (1975), "Dynasty" (1976) oder "The Possessed" (1977) und war weiterhin als Gast in TV-Serien zu sehen wie in "Kung Fu" (1974) oder "Petrocelli" (1974) doch reichte das nicht aus, um für sich und seine Familie den Lebensunterhalt zu verdienen. So brachte er sich selber das Schreinern bei und wurde in diesem Beruf bald so gut, das er reichlich Aufträge und Arbeit bekam und es ihm irgendwann egal war, ob er noch als Schauspieler den Durchbruch schaffen würde oder nicht. Inzwischen reichte sein anfängliches Hobby leicht dazu aus, davon leben zu können. Im Film "Der einzige Zeuge" arbeitet Ford ebenfalls als Schreiner, die Kenntnisse dazu hatte er damals schon längst.

Und dann kam der Film "Star Wars" ("Krieg der Sterne", 1977), der der Beginn seiner Karriere war, die ihn heute zu einem der bekanntesten und erfolgreichsten Darsteller Hollywoods macht. Längst spielte er außer seinen berühmten Film-Rollen als Han Solo aus "Star Wars" (1977, 1980 und 1983) oder Indiana Jones (1981, 1984, 1989 und 2008 viele andere abwechslungsreiche Rollen in verschiedenen Genres - eine davon war 1984, 85 auch "Witness".


KELLY McGILLIS
Die Rolle der Amish-Frau Rachel Lapp war für Kelly McGillis (geboren am 9. Juli 1957 im kalifornischen Newport Beach) der erste internationale Erfolg. Bald danach kam der Part in "Top Gun" ("Top Gun", 1986), der sie nicht nur in den USA berühmt machen sollte. Danach spielte sie in Filmen wie "Made in Heaven" (1987), "The House on Carroll Street" ("Das Haus in der Carroll Street", 1988), "The Accused" ("Angeklagt", 1988), "Winter People" (1989) oder "Cat Chaser" (1989), bis sie dann bei uns zumindest immer mehr in der Versenkung verschwand. In den USA ist sie sporadisch noch bis heute in Film und Fernsehen zu sehen.

Wednesday, May 27, 2009

Mitternacht im Garten...


Mitternacht im Garten von Gut und Böse


Der Reporter John Kelso ist auf dem Weg nach Georgia, wo er den Auftrag hat, über das Leben des exzentrischen Millionärs Jim Williams zu berichten. Der ist u.a. für seine aufwendigen und extravaganten Partys bekannt. Mittern auf dieser Party wird Kelso und viele andere Gäste Zeuge einer Auseinandersetzung zwischen dem homosexuellen Williams und seinem Geliebten Billy Hanson.

Hanson wird kurz darauf ermordet aufgefunden. Wenige Tage danach wird Williams als Hauptverdächtiger verhaftet. Der Prozeß scheint sich mehr und mehr zu einem Medienspektakel auszuweiten.

Kelso, der ein Tatsachenbuch schreiben will, wird bei seinen Nachforschungen mehr und mehr in den Fall hineingezogen.

USA, 1997
Original-Titel: MIDNIGHT IN THE GARDEN OF GOOD AND EVIL

Darsteller:
John Cusack (John Kelso)
Kevin Spacey (Jim Williams)
Jack Thompson (Sonny Seiler)
Irma P. Hall (Minerva)
Jude Law (Billy Hanson)
Alison Eastwood (Mandy Nicholls)
Paul Hipp (Joe Odom)
Lady Chablis (Chablis Deveau)
Dorothy Loudon (Serena Dawes)
Anne Haney (Margaret Williams)
Kim Hunter (Betty Harty)

Drehbuch: John Lee Hancock
nach dem gleichnamigen Roman von John Berendt
Ausführende Produzentin: Anita Zuckerman
Produzenten: Clint Eastwood, Arnold Stiefel
Regie: Clint Eastwood


HINTER DEN KULISSEN

Dieser Film (den ich noch nicht selber kenne) ist einer der wenigen Regiearbeiten von Clint Eastwood, in denen er nicht selber als Schauspieler zu sehen war. Er war hier "nur" Produzent und Regisseur.

Der Film ist ein Kriminaldrama (könnte man, denke ich, sagen). Er weicht von den üblichen Filmen dieses Genres durch seinen Aufbau und seine Erzählweise etwas ab. Nicht nur dadurch ist er gewöhnungsbedürftig und dürfte nicht jeden Krimi-Fan begeistern können - dazu kommt auch die ungewöhnliche lange Laufzeit von ca. 150 Minuten.

Eastwood verfilmt den Roman "Midnight in the Garden of Good and Evil" von John Berendt (geboren 1941), der mit diesem Werk sein Debüt vorlegte. Es erschien im Januar 1994 in den USA und gewann schon 1995 den "Boeke Prize". Berendt veröffentlichte erst 2005 seinen zweiten Roman "The City of Falling Angels".

Der Verfilmung des Buches war finanziell gesehen aber kein großer Erfolg beschieden. Mit einem Budget von immerhin ca. 30 Millionen Dollar hergestellt, spielte der Film in den USA lediglich 25 Millionen wieder ein.


CLINT EASTWOOD ALS REGISSEUR

In über 40 Filmen war Eastwood als Darsteller zu sehen gewesen, als Regisseur begann er schon 1971 mit dem Film "The Beguiled: The Storyteller". In den meisten seiner über 20 Filme, die er inszenierte, war er auch als Darsteller zu sehen gewesen. Nur in sieben war dem nicht so. In "Breezy" (1973, hier hatte er nur einen ungenannten Statistenauftritt), "Bird" ("Bird", 1988), "Midnight in the Garden of Good and Evil" (1997), "Mystic River" ("Mystic River", 2003), "Flags of Our Fathers" (2006), "Letters from Iwo Jima" (2006) und "Changeling" war er nur hinter der Kamera tätig.

Zur Zeit ist der achte Film in der Nachbearbeitung, in der er nicht als Schauspieler dabei war: "The Human Factor", ein Film über das Leben von Nelson Mandela, ist in den USA für Dezember 2009 angekündigt.

In der Rolle von Mandy Nicholls ist Alison Eastwood zu sehen, die am 22. Mai 1972 in Carmel geborene Tochter Clint Eastwood's. Sie hatte mit 8 Jahren als Darstellerin angefangen, aber vorerst nur in Filmen ihres Vaters, in denen sie auch nur winzige Rollen hatte, so in "Bronco Billy" (1980) oder in "Tightrope" (1984), wo sie die Tochter des Hauptdarstellers - Eastwood - spielte.

Erst 1997 kamen dann weitere Auftritte von ihr, in denen sie dann auch in Filmen zu sehen war, die ohne Clint Eastwood entstanden. So kamen bis heute schon eine Reihe von Filmen (auch TV-Filmen) zusammen, in denen sie spielte. Zur Zeit ist der Film "Once Fallen" in der Nachbearbeitung, in der sie zu sehen war.

Alison Eastwood war von März 1999 bis 2000 mit Kirk Fox verheiratet.

Monday, May 11, 2009

Illuminati


Illuminati
Original-Titel: ANGELS & DEMONS
USA, 2008, 09

Deutscher Kino-Start: 13. Mai 2009
US-Kino-Start: 15. Mai 2009

Darsteller:
Tom Hanks (Robert Langdon)
Ewan McGregor (Camerlengo McKenna)
Ayelet Zurer (Vittoria Vetra)
Stellan Skargard (Commander Richter)
Pierfrancesco Favino (Inspector Olivetti)
Nikolaj Lie Kaas (Assassin)
Armin Mueller-Stahl (Kardinal Strauss)
Thure Lindhardt (Chartrand)
David Pasquesi (Claudio Vincenzi)
Cosimo Fusco (Pater Simeon)
Victor Alfieri (Lt. Valenti)





Drehbuch: David Koepp und Akiva Goldman
nach dem gleichnamigen Roman von Dan Brown
Ausführende Produzenten: Dan Brown, Todd Hallowell
Produzenten: John Calley, Brian Grazer, Ron Howard
Regie: Ron Howard

Vor ziemlich genau zwei Jahren lief in den US-Kinos die Dan Brown-Verfilmung "The Da Vinci Code" ("The Da Vinci Code - Sakrileg", 2005, 06) mit Tom Hanks in der Hauptrolle an. Ausgestattet mit einem ziemlich gewaltigen Budget von 125 Millionen Dollar schaffte es Regisseur Ron Howard mit seinem Team einen ebenso gewaltigen Erfolg hinzulegen.
Allein in den USA spielte der Film 217,5 Millionen Dollar ein - weltweit sollen sich die Einnahmen auf über 700 Millionen Dollar belaufen haben.

Als klar wurde, dass der Film ein Erfolg sein würde, machte sich Autor Akiva Goldman im Sommer 2006 bereits an die Arbeit zum neuen Drehbuch. Dan Brown's Roman "Angels & Demons" erschien aber drei Jahre vor "The Da Vinci Code", was sich etwas merkwürdig anhört.

Da man bereits 2003 die Rechte an beiden Büchern erworben hatte, wäre es logischer gewesen, erst "Angels & Demons" zu verfilmen. Um die Logik nicht restlos zu verbiegen, blieben an Figuren aus dem Roman nur der Hauptcharakter, Dr. Robert Langdon, auch in der zweiten Verfilmung wieder gespielt von Tom Hanks.

Für diejenigen, die beide Bücher von Dan Brown kennen, wird das natürlich etwas Durcheinander bringen, für alle anderen dürfte es aber nicht so wichtig sein.

Das fertige Drehbuch gab man zur Überarbeitung noch Autor David Koepp (bekannt u.a. aus den "Jurassic Park"-Filmen) und nach dessen Bearbeitung begann die Produktion wieder unter der Regie von Ron Howard.


Inhaltsmässig soll der neue Film mehr in den Bereich der Action gehen. Nachdem sich über Teil 1 doch einige dahingehend geäussert haben, dass der Film zu dialolastig sei, sollte im neuen Film mehr Spannung vorhanden sein.
Das soll sich daraus ergeben, dass ein neuer Papst gewählt werden muss und bald darauf vier Kardinäle entführt werden. Robert Langdon muss sich heranhalten, die vier zu finden, da der Entführer damit droht, sie alle umzubringen.

Ab dem 13. Mai kann man sich hierzulande ein Urteil über den Film bilden. An diesem Tag läuft er bundesweit in den Kinos an.



TOM HANKS & RON HOWARD

"Angels & Demons" ist die vierte Zusammenarbeit von Regisseur Ron Howard mit Schauspieler Tom Hanks. Bereits 1984 waren die beiden gemeinsam an dem Film "Splash" ("Splash - Jungfrau am Haken") beteiligt, in dem Hanks zusammen mit Daryl Hannah vor der Kamera stand.

Dann waren beide erst 1995 gemeinsam tätig in dem auf wahren Begebenheiten beruhenden Film "Apollo 13" ("Apollo 13"), in dem Hanks mit Bill Paxton, Kevin Bacon, Gary Sinise, Ed Harris und Kathleen Quinlan vor der Kamera stand.

Nach "The Da Vinci Code" ist nun "Angels & Demons" die vierte Zusammenarbeit der beiden.

Sunday, January 11, 2009

Katzenmenschen


"Katzenmenschen"

Inhalt: Die junge Irena Gallier kommt nach New Orleans, um ihren Bruder zu besuchen, den sie seit ihrer Kindheit nicht mehr gesehen hat. Sie findet bald Arbeit im Zoo, wo sie den Direktor Oliver Yates kennen- und liebenlernt.

Ihr Bruder aber gesteht ihr, das er sie nicht nur aus familiären Gründen nach Amerika geholt hat. Er und Irena sind Katzenmenschen, die nur mit Verwandten Geschlechtsverkehr haben dürfen, anderenfalls verwandeln sie sich in einen schwarzen Panther.

Auch Irena gehört dazu und nur wenn sie mit ihrem Bruder schlafen würde, wäre der Fluch aufgehoben, doch Irena schreckt vor dem Inzest zurück. Als sie dann nach langem Zögern mit Oliver Yates schläft, verwandelt sie sich tatsächlich in einen Panther und begeht einen Mord.

Mit Yates´ Hilfe will sie dann für immer diesem Kreislauf entkommen und entschließt sich mit seiner Unterstützung zu einem verzweifelten Ausweg.

USA, 1981, 82
Original-Titel:  CAT PEOPLE

Darsteller:
Nastassja Kinski (Irena Gallier)
Malcolm McDowell (Paul Gallier)
John Heard (Oliver Yates)
Annette O'Toole (Alice Perrin)
Ruby Dee (Frau)
Ed Begley, Jr. (Joe Creigh)
Scott Paulin (Bill Searle)
Frankie Faison (Detective Brandt)

Drehbuch: Alan Ormsby
sowie Paul Schrader (im Vorspann ungenannt)
nach einer Vorlage von DeWitt Bodeen
Ausführende Produzenten: Jerry Bruckheimer, Max Rosenberg (Max Rosenberg blieb im Vorspann ungenannt)
Produzent: Charles W.Fries
Regie: Paul Schrader



HINTER DEN KULISSEN
Paul Schrader's Film von 1982 ist ein Remake, eine Neuverfilmung. Der Stoff wurde 1942 unter dem Titel "Cat People" ("Katzenmenschen") schon einmal verfilmt. Jacques Tourneur drehte nach einem Drehbuch von DeWitt Bodeen (nach seiner eigenen Vorlage) den Film mit Simone Simon, Kent Smith, Tom Conway und Jane Randolph.

Allerdings kann man beide Filme nicht miteinander vergleichen. Die eigentliche Geschichte ist natürlich dieselbe, aber die Unterschiede zwischen beiden Filmen sind doch unübersehbar - nicht nur von der Story her, sondern auch von der Machart.

Jacques Tourneur's Film wird von einer bedrohlichen, teils wirklich guten spannenden Atmosphäre beherrscht, während die Neuverfilmung - den 80er Jahren angepasst - etwas deutlicher zur Sache geht.

Nicht nur, was die Effekte angeht (man sieht im Film die teilweise Verwandlung von Nastassja Kinski in einen Panther), auch die Erotik ist in Schrader's Version weitaus deutlicher hervorgehoben. Nicht nur in Andeutungen, man sieht bedeutend mehr als im ersten FIlm, in dem es in Sachen Erotik natürlich noch so gut wie nichts gab.



ABSCHLIESSEND
Beide Filme, der von 1942 und die Neuverfilmung, können auf ihre Art bestehen; sie sind Grusel bzw. Horror-Filme, die ihre Zuschauer langsam in ihren Bann ziehen. Man muss also eine gewisse Zeit aushalten können, aber das "Aushalten" lohnt sich.

Die Effekte in der Neuverfilmung sind teilweise wirklich hervorragend, aber auch die gesamte Atmosphäre und vor allem die Darsteller können hier voll überzeugen.

Neben der ausgezeichneten Musik von Giorgio Moroder, die die bedrohliche, unheilschwangere Atmospähre des Films hervorragend untermalt, muß man auch die Leistungen der Tier-Trainer (Ron Oxley, Steve Martin und Mark Weiner) hervorheben - und den Mut mancher Schauspieler (John Heard und Malcolm McDowell) sich in einer derartigen Nähe eines schwarzen Panthers aufzuhalten.

Völlig egal, wie gut so ein Tier dressiert ist, oder wie sehr es an den Menschen gewöhnt ist - es erfordert schon einiges, sich in einem Raum mit einem Panther aufzuhalten (ganz zu schweigen von einigen Szenen, in denen die Tiere den Schauspielern sehr nahe kamen).


Die DVD zum Film gibt es u.a. hier.

Thursday, December 4, 2008

Der einzige Zeuge

TV Tipp Der einzige Zeuge01

”Der einzige Zeuge”

Inhalt: Rachel Lapp kommt mit ihrem Sohn nach Philadelphia, wo ihr Sohn Samuel auf einer öffentlichen Toilette als einziger Zeuge einen Mord beobachtet. Der ermittelnde Beamte Detective Book befragt den Jungen einfühlsam und die Ermittlungen beginnen.

Mutter und Sohn helfen Book bei seiner Arbeit, doch bald stellt sich heraus, dass die Täter von dem Zeugen wissen. Der Junge ist auf einmal in akuter Gefahr. John Book fährt mit Rachel und ihrem Sohn zu den beiden nach hause, sie leben bei den Amish-Leuten. Book beschliesst bis zum Prozess bei den beiden zu bleiben, um sie vor den Mördern schützen zu können.

Um nicht gleich als Polizist aufzufallen, lebt und arbeitet der Großstadt-Polizist John Book unter den Amish-Leuten und gewöhnt sich langsam an das Leben dort und an Rachel Lapp. Solange, bis die Mörder das Versteck des Zeugen gefunden haben.




USA, 1984, 85
Original-Titel: WITNESS

Darsteller:
  • Harrison Ford (Detective John Book)
  • Kelly McGillis (Rachel Lapp)
  • Josef Sommer (Chief Paul Schaeffer)
  • Lukas Haas (Samuel Lapp)
  • Jan Rubes (Eli Lapp)
  • Alexander Godunov (Daniel Hochleitner)
  • Danny Glover (Detective James McFee)
  • Brent Jennings (Detective Elden Carter)
  • Patt LuPone (Elaine)

Drehbuch: Earl W.Wallace & William Kelley
Story: William Kelley und Pamela Wallace & Earl W.Wallace
Co-Produzent: David Bombyk
Produzent: Edward S.Feldman
Regie: Peter Weir



HINTER DEN KULISSEN


Peter Weir´s "Witness" ("Der einzige Zeuge") ist kein Action-Film und wer auch immer sich diesen Film mit dieser Erwartung ansehen wird, wird enttäuscht werden. Es ist ein eindringlicher und interessanter Film, der mittels einer gelungenen Geschichte, hervorragenden Darstellern und einer ausgezeichnet gefilmten Landschaft seine Zuschauer zu begeistern weiß, aber es ist eben kein Action-Film.

Nicht umsonst gelang Harrison Ford, der bis zu diesem Film meist in Action- ("Indiana Jones")-Filmen oder Science Fiction-Werken ("Star Wars") Bekanntheit erlangte, mit "Witness" der letzte Sprung vom erfolgreichen Schauspieler zum Charakterdarsteller und zum weltweit gefeierten Superstar.

Achtmal wurde "Witness" 1986 bei der Oscar-Verleihung nominiert, doch nur zweimal gewann der Film den Preis: William Kelley, Pamela Wallace und Earl W.Wallace bekamen den Preis für das beste Drehbuch und Thom Noble wurde für den besten Schnitt ausgezeichnet.

Harrison Ford bekam hier seine erste und (bis heute!) einzigste Oscar-Nominierung, er verlor aber gegen William Hurt, der den Oscar für seine Leistung in "Kiss of the Spider Woman" ("Der Kuß der Spinnenfrau", 1985) bekam.

Die anderen Nominierten waren John Searle (Kamera), Stan Jolley und John H.Anderson (Ausstattung), Maurice Jarre (Musik), Peter Weir (Regie) und Edward S.Feldman für den besten Film des Jahres. Alle diese Genannten verloren gegen Sydney Pollack's Drama "Out of Afrcia" ("Jenseits von Afrika", 1985), der 1986 elfmal für den Oscar nominiert wurde und siebenmal davon auch gewann.




HARRISON FORD


Ford gilt als einer der erfolgreichsten Schauspieler der Welt. In den 80er Jahren war er zeitweise bei 6 Filmen dabei, die zu den (finanziell gesehen) erfolgreichsten Filmen aller Zeiten gehörten - das waren die "Star Wars"-Filme und die Reihe um den Abenteuer-Archäologen "Indiana Jones".

Ford hatte auch in einer Cameo-Rolle (als Lehrer) in "E.T." mitgespielt, doch wurde diese Szene vor dem endgültigen Start  wieder herausgeschnitten, sonst wäre er in noch mehr erfolgreichen Filmen zu sehen gewesen.

Die Karriere von Harrison Ford (geboren am 13. Juli 1942, in Chicago, Illinois) als Schauspieler begann sehr zäh und anstrengend. Nach ersten (ungenannten) Rollen in Filmen wie "Dead Heat on a Merry-Go-Round" (1966) oder "Luv" (1967) gewann er etwas Aufmerksamkeit durch mehrere Gast-Rollen in TV-Serien wie "The Virginian" (1967), "Ironside" ("Der Chef", 1967), "Journey to Shiloh" (1968), "The Mod Squad" (1968), "The F.B.I." (1969), "Dan August" (1971) und "Gunsmoke" ("Rauchende Colts", 1972 und 1973), bevor dann erste Kino-Erfahrung mit George Lucas´ "American Graffiti" (1973) kam.

Der Film wurde zwar ein Erfolg, aber nur bei Cineasten, dem großen Publikum blieb er bis heute stellenweise unbekannt. Ford´s Situation sollte sich auch in den nächsten Jahren nicht großartitg ändern, er spielte zwar weiterhin Rollen in Filmen wie "Judgment: The Court Material of Lieutenant  William Calley" (1975),  "Dynasty" (1976) oder "The Possessed" (1977) und war weiterhin als Gast in TV-Serien zu sehen wie in "Kung Fu" (1974) oder "Petrocelli" (1974) doch reichte das nicht aus, um für sich und seine Familie den Lebensunterhalt zu verdienen.

So brachte er sich selber das Schreinern bei und wurde in diesem Beruf bald so gut, das er reichlich Aufträge und Arbeit bekam und es ihm irgendwann egal war, ob er noch als Schauspieler den Durchbruch schaffen würde oder nicht. Inzwischen reichte sein anfängliches Hobby leicht dazu aus, davon leben zu können. Im Film "Der einzige Zeuge" arbeitet Ford ebenfalls als Schreiner, die Kenntnisse dazu hatte er damals schon längst.

Und dann kam "Star Wars" ("Krieg der Sterne", 1977), der der Beginn seiner Karriere war, die ihn heute zu einem der bekanntesten und erfolgreichsten Darsteller Hollywoods macht. Längst spielte er außer seinen berühmten Film-Rollen als Han Solo aus "Star Wars" (1977, 1980 und 1983) oder Indiana Jones (1981, 1984, 1989 und 2008 viele andere abwechslungsreiche Rollen in verschiedenen Genres - eine davon war 1984, 85 auch "Witness".




KELLY McGILLIS


Die Rolle der Amish-Frau Rachel Lapp war für Kelly McGillis (geboren am 9. Juli 1957 im kalifornischen Newport Beach) der erste internationale Erfolg. Bald danach kam der Part in "Top Gun" ("Top Gun", 1986), der sie nicht nur in den USA berühmt machen sollte.

Danach spielte sie in Filmen wie "Made in Heaven" (1987), "The House on Carroll Street" ("Das Haus in der Carroll Street", 1988), "The Accused" ("Angeklagt", 1988), "Winter People" (1989) oder "Cat Chaser" (1989), bis sie dann bei uns zumindest immer mehr in der Versenkung verschwand. In den USA ist sie sporadisch noch bis heute in Film und Fernsehen zu sehen.




DIE AMISH-LEUTE


Die Amish (hierzulande auch Amisch) sind eine religiöse Gemeinschaft, die sich 1693 von der Mennonitengemeine abgekapselt hat
und seitdem allein lebt. Diese Menschen lehnen Fortschritt fast jeglicher Art rigoros ab und nehmen Neuerungen erst nach intensiven Studien an. Sie leben in den USA heute in 26 Staaten.

Der Name "Amisch" entstand aus dem Gründernamen, von Jakob Amisch, der sich 1693 mit einer Gruppe Anhänger von den Mennoniten löste. Die Wurzeln dieser Menschen liegen in der Schweiz und in Deutschland.



FILME ÜBER DIE AMISCH


"Der einzige Zeuge" war einer der ersten Filme, die sich mit den Amish-Leuten beschäftigte, später kamen dann noch weitere, wurden aber nicht so bekannt - bei uns zumindest, da manche dieser Arbeiten nur TV-Filme waren. Filme wie der 1988 entstandene TV-Film "A Stoning in Fulham County" ("Gebot des Schweigens"), in dem es um den versehentlichen Tod eines Amish-Jungen geht.

In "Harvest of Fire" ("Die Glut der Gewalt", 1996), ebenfalls einem TV-Film, geht es um eine Polizistin, die in der Amish-Gemeinde ermittelt. Etwas bekannter ist auch bei uns die Komödie "For richer or poorer" ("Zum Teufel mit den Millionen", 1997), in dem Komiker Tim Allen mit seiner Frau (Kirstie Alley) vor der Steuerfahndung auf der Flucht ist und Unterschlupf in einer Amish-Gemeinde findet. Tim Allen ist auch bei uns bekannt aus der von 1991 bis 1999 laufenden TV-Serie "Home Improvement", die bei uns den albernen Titel "Hör mal, wer da hämmnert bekam".

Weitere Filme waren die deutsche Produktion "David im Wunderland" (1998) und der 2004 produzierte, amerikanische TV-Film "Plain Truth" ("Mord im Schilf"), in dem eine 18jährige, ledige Mutter eines Verbrechens angeklagt ist.


TV Tipp Der einzige Zeuge02
TV Tipp Der einzige Zeuge03
Seit kurzem gibt es den Film auch auf DVD zu kaufen; wie hier.
Dies ist die “Special Collectors Edition” mit Extras wie einem “Making of” u.a.