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Friday, May 22, 2009

Volcano

"Volcano"

Inhalt: Als erste Erdstösse Los Angeles beunruhigen, denkt sich noch niemand etwas Besonders dabei. Als ein größeres Beben folgt, ahnen die Menschen nicht, was noch kommen soll.

Als mitten in der Stadt heisses Magma aus dem Boden dringt, laufen Rettungsmaßnahemn an. Mike Roark vom Katastrophenschutz und die Geologin Dr. Barnes stehen der heissen Lava zunächst ratlos gegenüber, die ganze Häuserblocks in Flammen aufgehen lässt.

Mittels einer Sperre aus Beton schaffen sie die Helfer tatsächlich, die Lava zu stoppen und mit Löschfahrzeugen abzukühlen.

Bis Dr. Barnes herausfindet, dass die nur der Auftakt zu einem größeren Vulkanausbruch ist. Der nächste Lavastrom wälzt sich auf die Innenstadt zu und wird dabei alles, was ihm im Weg steht, vernichten - auch ein Krankenhaus, in dem Roark vor kurzem seine Tochter Kelly hat bringen lassen.


USA, 1996, 97
Original-Titel: VOLCANO

Darsteller:
Tommy Lee Jones (Mike Roark)
Anne Heche (Dr. Amy Barnes)
Gaby Hoffmann (Kelly Roark)
Don Cheadle (Emmit Reese)
Jacqueline Kim (Dr. Jaye Calder)
Keith David (Lieutenant Ed Fox)
John Corbett (Norman Calder)
Michael Rispoli (Gator Harris)
John Carroll Lynch (Stan Olber)
Marcello Thedford (Kevin)
Laurie Lathem (Rachel)

Drehbuch: Jerome Armstrong und Billy Ray
Story: Jerome Armstrong
Ausführende Produzentin: Lauren Shuler Donner
Produzenten: Andrew Z. Davis, Neal H. Moritz
Regie: Mick Jackson


HINTER DEN KULISSEN

Katastrophenfilme sind immer eine Sache für sich: entweder man mag sie oder eben nicht. Aber "Volcano" würde es auch schaffen, Gegner des Genres zu überzeugen. Regisseur Mick Jackson verzichtete in seinem Film über große Teile hinweg auf die üblichen Zutaten, die solche Filme haben und schuf so einen sehr guten Film, der mehr Aufmerksamkeit verdient, als ihm bisher zuteil wurde.

Die Asche, die ab dem ersten Drittel im Film ständig zu sehen scheint, bestand in der Hauptsache aus Zeitungspapier.

Die Spezial-Effekte, eine Mischung aus Real-Tricks und Computer-Animation, sind allererste Klasse. Es gibt Explosionen reichlich, einige große Lava-Brocken fliegen tricktechnisch erstklassig gemacht durch die Luft, und die vor sich hin brodelnde Lava (die zum Teil aus Lebensmittelfarbe bestand), die auf ihrem Weg alles vernichtet, was sich ihr in den Weg stellt, ist sehr realistisch und überzeugend geworden.

"Volcano" wurde leider kein großer finanzieller Erfolg. Der mit einem Budget von immerhin 90 Millionen Dollar hergestellte Film spielte in den USA nur 47,4 Millionen Dollar ein. Nur durch das weltweite Einspielergebnis kam die Summe von 122,8 Millionen zusammen - der Gewinn hielt sich also in Grenzen.

Vielleicht hatte man einen Fehler gemacht, in dem man den Film zu früh gestartet hatte. "Volcano" kam in den USA am 25. April 1997 in die Kinos, zu dieser Zeit war es gerade mal zwei Monate her, als "Universal's" "Dante's Peak" ("Dante's Peak", 1996, 97), ebenfalls ein Katastrophen-Film um einen Vulkan, gestartet war.

Und auch dieser Film wurde alles andere als ein riesiger Erfolg, er kam aber noch besser weg als "Volcano". 168 Millionen Dollar spielte diese Film (mit Pierce Brosnan und Linda Hamilton) ein bei einem Budget von 104 Millionen. Vielleicht war es ein Fehler, "Volcano" so bald nach diesem Film zu starten - vielleicht hätte man einfach ein paar Monate warten sollen.


FAZIT

Mir persönlich gefiel dieser Film ausgezeichnet, die Schauspieler machen ihre Sache sehr gut. Allen voran Tommy Lee Jones als Mike Roark, der seine Rolle glaubhaft und überzeugend verkörpert, Anne Heche als Geologin, Gaby Hoffmann als Roark´s Tochter Kelly oder Don Cheadle als Roark´s Stellvertreter.

Auch die Nebenrollen sind mit Jacqueline Kim als aufopferungsvolle Ärztin Dr. Calder oder Keith Davis als Lieutenant Fox glänzend besetzt.

Es gibt zwar auch hier ein paar typische Klischess des Katastrophenfilms (Rettung in letzter Sekunde oder Menschen, die in immer denselben Situationen über sich selbst hinauswachsen), aber die sind nur sehr sporadisch vorhanden und sie stören die Handlung nicht weiter.

"Volcano" ist ein Katastrophen-Film der Extraklasse, der durchaus Chancen hat, in den folgenden Jahren ein kleiner Klassiker seines Genres zu werden. Wer sich nicht an den inhaltlichen Stolpersteinen stört, den erwartet mit "Volcano" knappe 100 Minuten spannende und mitreissende Unterhaltung.



Über diesen Link kann man den Film auf DVD bestellen.

Thursday, May 21, 2009

Auf der Flucht

"Auf der Flucht"

Inhalt: Dr. Richard Kimble lebt mit seiner Ehefrau in einer glücklichen Beziehung, finanziell durch seinen Beruf als Arzt abgesichert. Nach einer Veranstaltung kommt er eines Abends nach Hause und findet seine Frau Helen tot vor.

Gerade noch sieht er den flüchtenden Täter, wobei er nur noch sieht, dass der Täter nur einen Arm hat. Kimble wird von der Polizei verhaftet und niemand glaubt ihm seine Geschichte.

Nach dem Prozeß wird Kimble zum Tode verurteilt. Auf dem Weg in die Todeszelle entgleist der Zug und ihm gelingt die Flucht.

Von nun an sucht er auf eigene Faust den Täter, dabei immer in dem Wissen, dass seine Verfolger ihm dicht auf den Fersen sind.


USA, 1993
Original-Titel: THE FUGITIVE

Darsteller:
Harrison Ford (Dr. Richard Kimble)
Tommy Lee Jones (Marshal Samuel Gerard)
Sela Ward (Helen Kimble)
Julianne Moore (Dr. Anne Eastman)
Joe Pantoliano (Deputy Marshal Renfro)
Andreas Katsulas (Frederick Sykes)
Jeroen Krabbe (Dr. Charles Nichols)
Daniel Roebuck (Deputy Marshal Biggs)
L. Scott Caldwell (Deputy Marshal Poole)
Ron Dean (Detective Kelly)

Drehbuch: Jeb Stuart und David Twohy
Story: David Twohy
nach Charakteren von Roy Huggins
Ausführende Produzenten: Keith Barish, Roy Huggins
Produzent: Arnold Kopelson
Regie: Andrew Davis


HINTER DEN KUILSSEN

Andrew Davis´ "The Fugitive" ist natürlich eine Neuverfilmung der beinahe schon legendären TV-Serie "The Fugitive", die bei uns fast ebenso erfolgreich wurde wie in den USA; hierzulande lief sie unter dem Titel "Auf der Flucht", was im Gegensatz zu vielen anderen Titel-"Schöpfungen" aus heimischen Gefilden kein hanebüchener Unsinn ist.

"Fugitive" heißt übersetzt "Flüchtling", insofern ist die Titel-Idee "Auf der Flucht" gar nicht mal so schlecht. Im Film geschieht genau das, was auch die damalige TV-Serie einleitete und was dann 120 Episoden lang geschah: Kimble sucht den Mörder und trifft dabei auf viele andere Leute, denen er helfen kann.

"The Fugitive" wurde damals die erste TV-Serie, die das wurde, was man heute allgemein und leichtfertig als "Kult" bezeichnet. Die Show war Tagesgespräch unter den Fans und jede neue Folge wurde sehnsüchtig erwartet. Die Thematik der Serie ging damals in den täglichen Sprachgebrauch über. Wenn jemand vor etwas abhauen oder sich versteckten wollte, sagte man einfach nur: "Ich fühl mich wie Kimble".

David Janssen als Dr. Richard Kimble wurde nur durch diese Serie zu einem Star und sein Gegenspieler, der in der Serie Lieutenant Philip Gerard hieß und von Barry Morse gespielt wurde, sah sich im Verlauf der Serie bald persönlichen Anfeindungen ausgesetzt.

Wildfemde Leute bedrohten ihn, er sollte endlich den unschuldigen Richard Kimble in Ruhe lassen - das dies alles nur Fiktion war und von Schauspielern vorgetragen wurde, schienen solche Leute gänzlich verdrängt zu haben. Wenn man soweit geht, einen Schauspieler wegen seiner Rolle persönlich anzugreifen, sollte man sich beim Arzt Hilfe suchen (und ich meine bestimmt nicht den Hausarzt), denn dann kann es sein, das man Fernsehen ein bißchen zu ernst nimmt.

"The Fugitive" startete 1963 im US-Fernsehen in schwarzweiß, ab 1966 wurden die Folgen dann in Farbe produziert. Und als 1967 nach 120 Episoden die letzte über die Bildschirme flimmerte, erreichte diese Folge eine Einschaltquote von ca. 70 Prozent - eine Zahl, die erst übertroffen wurde durch eine Folge aus der Endlos-Reihe "Dallas".

Hierzulande ging die Serie - für das öffentlich-rechtliche Fernsehen damals relativ schnell - ab dem 9. September 1965 über die Bildschirme.

Erfunden wurde die Serie von Roy Huggins (geboren am 18. Juli 1914 in Litelle, in Washington), der bei mehreren Dutzend TV-Serien als Drehbuchautor, ausführender Produzent oder Produzent gearbeitet hatte. Erfunden hatte er außerdem die Serien "Maverick" (1957) oder (zusammen mit Stephen J.Cannell) den Dauerbrenner "The Rockford Files" mit James Garner. Huggins starb 87jährig am 3. April 2002 im kalifornischen Santa Monica an einer natürlichen Ursache.

Die Figur des Marshal Gerad, gespielt von Tommy Lee Jones, kam so gut an, dass bald Pläne für eine Fortsetzung des Kinofilms "The Fugitive" anstanden. Allerdings sollte die Handlung nun aus der Sicht von Gerard gezeigt werden, der Charakter des Richard Kimble war nicht dabei; ob dies überhaupt jemals geplant war, oder ob nur die Absage Harrison Ford´s das verhindert hatte, ist mir leider nicht bekannt.

Egal, 1997, 98 jedenfalls drehte Stuart Baird mit Jones in der Hauptrolle den Film "U.S. Marshals", der bei uns intelligenterweise "Auf der Jagd" hieß. Wieder ist ein unschuldig verurteilter (diesmal gespielt von Wesley Snipes) auf der Flucht, um den wahren Täter zu finden.

Der Film wurde zwar kein Flop, kam aber bei weitem nicht an das Ergebnis des ersten Films heran. "Auf der Flucht" wurde ein gewaltiger Erfolg. Allein in den USA stiegen die Einnahmen bis Ende 1993 auf 183 Millionen Dollar, weltweit kam sogar 353,9 Millionen in die Kassen - und das bei einem Budget von ca. 44 Millionen Dollar.

Die Figur des Richard Kimble aber war nicht ganz untergegangen, 2000 startete in den USA die Serie "The Fugitive", in der diesmal Timothy Dale die Rolle des Dr. Richard Kimble spielte, außerdem wirkten mit Mykelti Williamson als Captain Philip Gerard, Connie Britton als Maggie Kimble-Hume, Bob Morrisey als Captain Michael McLaren oder Richard Brestoff als Abe Eisenberg. Nach 22 Episoden wurde die Serie 2001 eingestellt.

"The Fugitive" ("Auf der Flucht", 1993) wurde siebenmal für den Oscar nominiert in den Kategorien bester Film, Kamera, Schnitt, Ton, Ton-Effekt-Schnitt und die Musik; aber nur Tommy Lee Jones bekam den Oscar als bester Nebendarsteller.

Hauptdarsteller Harrison Ford, der hier wirklich eine beeindruckende Leistung zeigte, wurde nicht einmal nominiert.

Bestellen kann man den Film auf DVD u.a. hier.

Sunday, April 12, 2009

John Carpenter's beste Filme (Teil 12)

"Black Moon rising" ("Black Moon", 1985, 86) war der Titel des nächsten Films, an dem John Carpenter (mit)arbeitete, aber nicht als Regisseur - für diesen Film um ein Raketen-Auto lieferte er die Story und das Drehbuch, das später von Desmond Nakano und William Gray noch umgeschrieben wurde.


BLACK MOON RISING
(Black Moon)
USA, 1985, 86


Darsteller:
Tommy Lee Jones (Sam Quint)
Linda Hamilton (Nina)
Robert Vaughn (Ed Ryland)
Richard Jaeckel (Earl Windom)
Lee Ving (Marvin)
Bubba Smith (Johnson)
Dan Shor (Billy Lyons)

US-Kino-Start: 10. Januar 1986
Deutscher Kino-Start: 16. Januar 1986

Drehbuch: John Carpenter, William Gray, Desmond Nakano
Story: John Carpenter
Ausführender Produzent: John Carpenter
Produzenten: Joel B.Michaels, Douglas Curtis
Regie: Harley Cokeliss


Zum Inhalt: Der Agent Sam Quint hat brisante Informationen über die "Lucky Dollar Corporation" an sich genommen. Informationen, die den Bossen sehr viel Ärger einbringen können. Diese sind auf einem Band, das Sam in einem Raketen-Auto, das die Entwickler "Black Moon" gennant haben, versteckt.

Als Quint dieses Band an seine Auftraggeber weitergeben will, ist der Wagen mit seinen Besitzern schon verschwunden. Von zwei Seiten gejagt begibt sich Quint nun auf die Suche nach dem Wagen.


Der heimliche Star des Films ist das Auto "Black Moon", das es wirklich gibt, die "normalen" Fahrszenen sind real. Der Wagen wurde von dem Konstrukteur Bernard Beaujardin auf einem VW-Käfer-Chassis mit der Hilfe von Dr. Clyde Kwok gebaut und auf der Automobil-Ausstellung 1982 in Montreal als Prototyp unter dem Namen "Concordia II" erstmals vorgestellt. Der Fahrer dieses Dings liegt förmlich im Inneren, bei 92 Zentimeter Höhe wäre ein Sitz auch recht unkomfortabel.

Die Produzenten des Films, Joel B.Michael und Douglas Curtis, sahen Fotos von dem Wagen und erinnerten sich eines Original-Drehbuches von John Carpenter, das schon über 10 Jahre in irgendwelchen Schubläden herumlag. Da Carpenter´s Name immer noch einen gewissen Kassen-Erfolg garantierte, wollten sie dies ausnutzen. Sie beauftragten Desmond Nakano und William Gray, das Drehbuch zu aktualisieren und, wenn nötig, umzuschreiben.

Um es vorwegzunehmen, der Film wurde kein großer Erfolg, er spielte in den USA lediglich 6,4 Millionen Dollar ein. Das teilweise schlechte Abschneiden an der Kasse ist aber auch verständlich, denn der Film ist nicht durchgängig spannend. Dafür reicht die Geschichte einfach nicht aus. Carpenter selber soll "Black Moon Rising" auch nicht zu seinen Erfolgen gezählt haben.

Im Film gibt es einen eindrucksvollen Auto-Stunt zu sehen: der Sprung des Wagens von einem Hochhaus ins nächste. Diese Szene wurde aber von keinem Stunt-Experten gemacht, sondern mit einem Modellauto und dem Spezial-Effekt-Experten Max W. Anderson, der auch bei "Starman" tatkräftig mitgearbeitet hatte.

Das Drehbuch sah vor, das der Wagen aus einem Hochhaus durchs Fenster rast (per "Raketenzündung") und im Nebenhochhaus wiederrum durchs Fenster landet. Zu diesem Zweck wurde ein Modellauto mit Preßluft durch ein Fenster geschossen (die Landung filmte man durch dasselbe Fenster, das heißt, es gab nur ein Mini-Hochhaus, für diese Spezial-Effekt-Aufnahmen.

Bei der Landung wurde das Modellauto an Drähten befestigt und in das Fenster praktisch hineingependelt, diese Bilder wurde von unten gedreht, so daß die Drähte nicht im Bild waren. Knapp zwei Wochen arbeitete das Team um Max Anderson an dieser gelungenen Sequenz.


DIE DARSTELLER
Für die Rolle des Sam Quint engagierte man Tommy Lee Jones, der schon seit den 70er Jahren im Filmgeschäft tätig ist, aber erst mit dem 1993 gedrehten Film "The Fugitive"("Auf der Flucht") mit Harrison Ford endgültig aus dem Schatten eines (hervorragenden) Nebendarsteller gekommen war.

Er wurde am 15. September 1946 in San Saba, Texas, als Sohn eines Ex-Cowboys und Ölbohrers und Enkel einer Comanchin geboren. Nach seiner Zeit als Footballspieler ging er an die Harvard-Universität und studierte dort englische Literatur. Schon zu dieser Zeit folgten erste Annäherungsversuche im Fach Schauspiel.

Nach Auftritten am Theater und im Fernsehen gab er 1970 sein Kino-Debüt in "Love Story"; weitere Arbeiten:  "Jackson County Jail" ("Vergewaltigt hinter Gittern", 1976), "Eyes of Laura Mars" ("Die Augen der Laura Mars", 1978), "Nashville Lady" (1980), "Nate And Hayes" ("Insel der Piraten", 1983), "Stormy Monday" (1988), "Fire Birds" ("Air Bourne - Flügel aus Stahl", 1990) oder"Under Siege" ("Alarmstufe: Rot", 1992).


In den letzten Jahren wurde er endgültig zum Star durch Filme wie "The Client" ("Der Klient", 1994), "Natural Born Killers" ("Natural born Killers", 1994), "Volcano" (1997), "U.S. Marshals" ("Auf der Jagd", 1997, 98) oder den "Men in Black"-Filmen.

Nach einer ersten Oscar-Nominierung 1992 für "JFK" (1991) wurde Tommy Lee Jones 1994 für "The Fugitive" der Oscar für den besten Nebendarsteller verliehen, es sollte sein einziger bis heute bleiben.


Nina, die Gefährtin des Helden, spielte die am 26. September 1958 in Salisbury, Maryland, geborene Linda Hamilton. In einer Kindergruppe sammelte sie erste "Theater"-Erfahrungen. Sie studierte zwei Jahre lang am "Washington College" in Maryland und ging dann nach New York, wo sie sich zur Schauspielerin ausbilden ließ.

Ein festes Engagement erhielt sie erstmals in der TV-Serie "Search for Tomorrow". Nach einigen TV-Rollen, die sie nach ihrem Umzug 1979 nach Hollywood bekam, erlangte sie 1984 auch Kinoruhm in James Cameron´s "The Terminator" ("Der Terminator") mit Arnold Schwarzenegger und Michael Biehn, zu dem Cameron mit der Produzentin Gale Anne Hurd das Drehbuch schrieb.

Für die 1991 nach einem Buch von Cameron und William Wisher entstandene Fortsetzung konnte man wieder Schwarzenegger und Linda Hamilton engagieren. "Terminator II - Judgement Day" ("Terminator II - Tag der Abrechnung"), ebenfalls von James Cameron inszeniert, setzte damals Maßstäbe in Sachen computer-animierter Spezial-Effekte.

In Linda´s Filmographie findet sich auch die Verfilmung einer Stephen-King-Kurzgeschichte: "Children of the Corn" ("Kinder des Zorns", 1984) von Fritz Kiersch, die obwohl sie von Kritik und fast allen Fans gnadenlos in der Luft zerrissen wurde, bereits drei Nachfolge-Filme vorweisen kann.

Neben ihren Kinorollen spielte sie von 1987 bis 1990 in der Fantasy-TV-Serie "The Beauty and the Beast" ("Die Schöne und das Biest"), in der sie 56 Episoden lang die Freundin des unheimlichen Vincent, dargestellt von Ron Perlman, verkörperte. Die von CBS Television produzierte, äußerst erfolgreiche Serie lief in über 100 Ländern.


FAZIT
Obwohl "Black Moon Rising" einige Qualitäten aufweist, ist der Film doch zusammen mit "The Philadelphia Experiment" und "Starman" von vielen Carpenter-Fans weitesgehend ignoriert worden. Viele warfen Carpenter damals auch vor, dass er sich mehr und mehr von den großen "Major-Studios" vereinnahmen ließ und somit keine eigenen Ideen mehr hatte.

Kreativität und sein Einfluß auf seine Filme seien somit gleich null gewesen. Und faktisch ist das jedenfalls richtig. Doch das sollte sich noch steigern mit seinem nächsten Film, für den er sich wieder von einem "Major-Studio" beschäftigen ließ - für "Big Trouble in Little China".



Teil 13 der "John Carpenter"-Reihe folgt demnächst.