Friday, August 7, 2009

Der Marshal



Der anscheinend schon abgehalfterte Marshal Cogburn wird noch einmal gebraucht, als die junge Mattie ihn engagiert, um den Mörder ihres Vaters zu stellen.

Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Tom Chaney, dem Mörder. Da ein Kopfgeld auf Chaney ausgesetzt ist, macht sich auch der junge Heißsporn La Boeuf auf die Suche, der noch längst nicht erfahren genug ist. Als sie Chaney endlich gefunden haben, gelingt es diesem, Mattie zu entführen. Cogburn nimmt noch einmal die Herausforderung an.





USA, 1968, 69
Original-Titel: TRUE GRIT

Darsteller
  • John Wayne (Marshall Cogburn)
  • Glen Campbell (La Boeuf)
  • Kim Darby (Hattie Ross)
  • Jeremy Slate (Emmett Quincy)
  • Robert Duvall (Ned Pepper)
  • Dennis Hopper (Moon)
  • Alfred Ryder (Goudy)
  • Strother Martin (Colonel Stonehill)
  • Jeff Corey (Tom Chaney)
Drehbuch: Marguerite Roberts nach  einem Roman von Charles Portis
Ausführender Produzent: Joseph H. Hazen (ungenannt)
Produzent: Hal B. Wallis
Regie: Henry Hathaway

Hinter den Kulissen

Für diesen Film bekam John Wayne 1970 seinen ersten Oscar als bester Hautpdarsteller. Als Darsteller war er vorher nur einmal nominiert worden - bei weit über 100 Filmen. 1950 hatte er seine erste Nominierung für "Sands of Iwo Jima" ("Du warst unser Kamerad", 1949) bekommen. Er verlor in diesem Jahr aber gegen Broderick Crawford, der den Preis für "All the King´s Men" ("Der Mann, der herrschen wollte", 1949) bekam. Manche seiner Fans halten aber "True Grit" nicht für den besten Film, den Wayne gedreht hat. Nicht dass dieser schlecht oder langweilig wäre, es gibt aber einige Filme, die besser sind als dieser. Filme wie beispielsweise "Red River" ("Red River", 1948), "Three Godfathers" ("Spuren im Sand", 1948), "The Searchers" ("Der schwarze Falke", 1956), "The Man who Shot Liberty Valance" ("Der Mann, der Liberty Valance erschoß", 1962, einen der vielleicht besten Western), "The Sons of Katie Elder" ("Die vier Söhne der Katie Elder", 1967), ebenfalls ein brillanter Klassiker oder (einen meiner Favoriten) "The Train Robbers" ("Dreckiges Gold", 1973). Die Dreharbeiten zu "True Grit" fanden von September bis Dezember 1968 statt, der Kinostart in den USA war aber erst am 11. Juni 1969 (bei uns im August des Jahres). Wenn es auch nicht sein bester Film war (meiner Ansicht nach), so ist es doch ein John Wayne-Film, dessen Ansehen sich auf alle Fälle lohnt.

Thursday, August 6, 2009

Die Bounty





"Die Bounty"

Inhalt: Im Jahr 1787 bricht die "Bounty" zu einer Fahrt in die Südsee auf. Unter dem Kommando von Lieutenant William Bligh soll man aus der Südsee Ableger des Brotbaumes holen. Der von allen gefürchtete Kommandeur William Bligh macht seinem Namen schon auf der Reise alle Ehre. Er tyrannisiert seine Leute, wo es nur geht.

Als sie an ihrem Ziel ankommen und eine gewisse Zeit später die Heimreise antreten müssen, bricht auf hoher See bald die sich schon ankündigende Meuterei aus. Bligh wird mit seinen Anhänger auf offener See ausgesetzt. Der Rest der Mannschaft will in der Südsee ein neues Leben anfangen.







England, USA, 1983, 84
Original-Titel: THE BOUNTY

  • Darsteller:
  • Mel Gibson (Fletcher Christian)
  • Anthony Hopkins (Lieutenant William Bligh)
  • Laurence Olivier (Admiral Hood)
  • Edward Fox (Captain Greetham)
  • Daniel Day-Lewis (John Fryer)
  • Bernard Hill (William Cole)
  • Philip Davis (Edward Young)
  • Liam Neeson (Churchill)
  • Drehbuch: Robert Bolt
  • basierend auf historischen Ereignissen
  • und dem Buch "Captain Bligh and Mr. Christian" von Richard Hough
  • Ausführender Produzent: Dino De Laurentiis
  • Produzent: Bernard Williams
  • Regie: Roger Donaldson

HINTER DEN KULISSEN

Den Inhalt dieses Films zu erzählen, ist eigentlich überflüssig. Die Meuterei auf der Bounty ist nicht nur historisch eindeutig belegt, sie ist auch durch mehrere Verfilmungen so bekannt geworden, das sie fast jedem Kinogänger und Filmfan bekannt sein dürfte.


Nur eben, dass die Ereignisse in fast allen Verfilmungen keine Fiktion, sondern Realität waren. Auch die Namen Willliam Bligh und Fletcher Christian sind keine Erfindung der Drehbuch-Autoren, auch ihr Leben lässt sich schon seit Jahren historisch nachweisen.


Die "Bounty" war im Dezember 1787 in die Südsee aufgebrochen, um Ableger des Brotbaumes zu holen, den James Cook auf seinen ersten Reisen entdeckt hatte. Man wollte die Bäume auch in anderen Gegenden als Nahrungsmittel anpflanzen.


Neuere Forschungen können heute fast zweifelsfrei belegen, dass der Ruf, den William Bligh durch die Filme als tyrannischer Sadist hatte, sehr weit von der Wahrheit entfernt ist. Zur damaligen Zeit war eine gewisse Härte an Bord solcher Schiffe fast überall gegeben und auf anderen Schiffen war es - anders als auf der "Bounty" - noch schlimmer.


So ist es erhaltenen Dokumenten zu entnehmen, dass Bligh für die Reise sogar einen Arzt und einen Geiger mit an Bord nahm und gegenüber seiner Mannschaft anders als viele andere Kommandeure sehr viel Nachsicht walten liess - für die Zeit um 1800 herum absolut unüblich.


Den Ruf eines Tyrannen hatte er aber schon bald nach den Ereignissen, als die Geschichte von den Nachkommen der Beteiligten anders weiter erzählt wurde, als sie tatsächlich war.



DIE VERFILMUNGEN

Eine der ersten Verfilmungen des Stoffes kam aus Australien; dort drehte Raymond Longford 1916 "The Mutiny of the Bounty", nach einem Drehbuch von ihm selbst und Lottie Lyell (die die Rolle der Nessy Heywood spielte und für den Schnitt zuständig war). Es spielten damals George Cross als William Bligh und Wilton Power als Fletcher Christian. Diese Version ist aber nicht so bekannt wie die, die Frank Lloyd 1935 drehte und die noch heute unter vielen Cineasten als die beste Version gilt. Frank Lloyd drehte 1935 mit Charles Laughton als Bligh, Clark Gable als Fletcher Christian und Franchot Tone als Byam; einer Figur, die man für diesen Film erfunden hatte, denn in den (erhaltenen) Mannschaftslisten der "Bounty" kommt dieser Name nicht vor.


Das Drehbuch zu diesem ersten Tonfilm der Reihe schrieben Talbot Jennings, Jules Furthman und Carey Wilson, die sich dabei nicht nur auf den realen Ereignissen beriefen, sondern auch auf den Roman "Mutiny on the Bounty" von Charles Nordhoff (1. Februar 1887 in London geboren, starb am 10. April 1947 im kalifornischen Santa Barbara County) und James Norman Hall, geboren am 22. April 1887 im amerikanischen Colfax, in Iowa; er starb am 6. Juli 1951 in Vaipoopoo auf Tahiti. Lewis Milestone drehte dann 1962 die Version mit Marlon Brando und Trevor Howard, die heute bei vielen Kinogängern besser im Gedächtnis ist, die aber ironischerweise viele Kritiker gegenüber der Version von 1935 nicht unbedingt vorziehen.


Acht Monate dauerten die Dreharbeiten für den Film, der ein Budget von 19 Millionen Dollar hatte, für die damalige Zeit eine extrem hohe Summe. Siebenmal wurde Lewis Milestone´s Remake "Mutiny on the Bounty" ("Meuterei auf der Bounty", 1962) 1963 für den Oscar vorgeschlagen, ging aber leer aus. 1984 kam die Version von Roger Donaldson: "The Bounty" ("Die Bounty"). Donaldson drehte seinen Film 1984 mit großem Aufwand - sowohl materiellen, als auch Aufwand an Stars: außer Mel Gibson als Fletcher Christian und Anthony Hopkins als Bligh konnte er mit Laurence Olivier, Edward Fox oder Daniel Day-Lewis aufwarten.


Aber trotz großem Aufwand, Spannung, exotischen Schauplätzen und einer Anzahl guter Schauspieler wurde der Film nicht so erfolgreich wie seine Vorgänger; etwas, was ich nicht verstehe, denn der Film lohnt ein Ansehen allemal. Genau genommen wurde es ein ziemlicher Flop. Nur 8,6 Millionen Dollar spielte der Film in den USA ein. Vielleicht durch die Auslandseinnahmen und die späteren Video- und Fernsehrechte konnte man das 25 Millionen Dollar hohe Budget wieder einfahren, aber von einem Gewinn war hier leider keine Rede.Regisseur Donaldson ließ für den Film einen Nachbau der "Bounty" realisieren, allerdings nicht aus Holz, wie es damals bei der 1962er Version geschah. Die neue Reproduktion war nur von außen mit Holz verkleidet, die tragenden Teile bestanden aus Stahl. Das Schiff war noch Jahre nach dem Film als Touristenattraktion im Hafen von Sydney als Charterboot zu mieten und zu bewundern.


David Lean und sein Stamm-Drehbuchautor Robert Bolt hatten die Idee zu einer Neuverfilmung schon in den 70er Jahren entwickelt und mehrere Jahre in das Projekt investiert, als "Warner Bros." plötzlich kalte Füße bekam. Sie hatten schon einen Film mit einem extrem hohen Budget in die Kinos gebracht ("Superman", 1978) und schreckten nun zurück, als klar wurde, das Lean das Projekt von vornherein in zwei großen Filmen anlegen oder einen extrem langen Film produzieren wollte, der gleich als Zweiteiler kommen sollte. Als es 1983 dann endlich losging, kam für die Regie anfangs Michael Cimino in Betracht, doch dieser lehnte ab. Christopher Reeve sollte ursprünglich Teil der Besetzung sein; ihm wurde der Part von Fletcher Christian angeboten, doch auch er lehnte ab, ebenso wie Sting und David Essex.



ABSCHLIESSEND

Roger Donaldson´s Version übrigens ist die, die sich am dichtesten an die historischen Ereignissen hielt. Der enorme Aufwand, den man betrieb, die gute Umsetzung der damaligen Ereignisse und Gegebenheiten vor Ort (auf dem Schiff) und die sehr guten Schauspieler machen diese Version zu einer, die sich vor früheren Adaptionen nicht zu verstecken braucht.
Fans des Abenteuer-Kinos dürften hier richtig liegen, alle erforderlichen Zutaten erfüllt dieser Film, der damals unverdientermassen ein finanzieller Reinfall wurde.

Wednesday, August 5, 2009

Projekt Peacemaker


"Projekt: Peacemaker"

Inhalt: Während einer Fahrt von ausrangierten Atomwaffen findet plötzlich eine Explosion statt. Als die Aufregung sich gelegt hat, findet man heraus, dass neun der zehn Sprengköpfe gestohlen wurden. Die Spezialistin Dr. Julia Kelly und Colonel Devoe sollen den Diebstahl untersuchen. Erste Spuren die beiden nach Wien. Bei den weiteren Ermittlungen schaffen sie es, acht der gestohlenen Sprengköpfe wieder zu finden, doch der neunte ist noch im Besitz des Terroristen Gavric, der mit seiner brisanten Ladung nach New York unterwegs ist.



USA, 1996, 97
Original-Titel: THE PEACEMAKER

  • Darsteller:
  • George Clooney (Colonel Thomas Devoe)
  • Nicole Kidman (Dr. Julia Kelly)
  • Marcel Iures (Dusan Gavrich)
  • Aleksandr Baluyev (General Kodoroff)
  • Rene Medvesek (Mirich)
  • Gary Werntz (Terry Hamilton)
  • Randall Batinkoff (Ken)
  • Jim Haynie (General Garnett)
  • Alexander Strobele (Dietrich)

  • Drehbuch: Michael Schiffer
  • nach "One Point Safe" von Leslie Cockburn & Andrew Cockburn
  • Ausführende Produzenten: Michael Grillo, Laurie MacDonald
  • Produzenten: Walter F. Parkes, Branko Lustig
  • Regie: Mimi Leder


HINTER DEN KULISSEN

Nicole Kidman (geboren am 20. Juni 1967 in Honolulu auf Hawaii) hat sich seit Anfang der 90er Jahre einen festen Ruf in Hollywood erarbeitet. In vielen verschiedenen Genres hat sie seitdem erfolgreich völlig unterschiedliche Figuren gespielt und somit ihre Wandlungsfähigkeit als Schauspielerin bewiesen.


Gerade noch in dem Drama "Australia" (2008) zu sehen gewesen, können sich ihre Fans auf zwei Filme mit ihr freuen, die zur Zeit noch in der Nachbearbeitung sind. "Nine" und "Rabbit Hole". In dem Musical "Nine" spielt sie zusammen mit Daniel Day-Lewis, Marion Cotillard, Penelope Cruz und Judi Dench. Der Film ist in den USA für November 2009 angekündigt.


In "Rabbit Hole" spielt sie eine Mutter, dessen Sohn bei einem Unfall ums Leben kommt. Die weiteren Hauptrollen spielen hier Sandra Oh, Aaron Eckhart und Dianne Wiest. Dieser Film wird nicht vor 2010 in den Kinos anlaufen.

Tuesday, August 4, 2009

Gilmore Girls (1/4)


GILMORE GIRLS
(GILMORE GILRS)
Amerikanische TV-Serie
von 2000 - 2007

7 Staffeln
154 ca. 45minütige Episoden

Serien-Konzept: Amy Sherman-Palladino

US-Arbeits-Titel: THE GILMORE WAY


Produktion: Dorothy Parker Drank Here Productions; Hofflund/Polone; Warner Bros. TelevisionAusführende Produzenten: Amy Sherman-Palladino, Gavin Polone (154 Episoden) 2000 - 2007
Ausführende Produzentin: Patricia Fass Palmer (132 Episoden) 2001 - 2007
Co-Produzentin bzw. Produzentin: Helen Pai (122 Episoden) 2001 - 2007
Ausführender Produzent: Daniel Palladino (110 Episoden) 2001 - 2006

    Hauptrollen:
    • LAUREN GRAHAM als Lorelai Gilmore (154 Episoden) 2000 - 2007
    • ALEXIS BLEDEL als Rory Gilmore (154 Episoden) 2000 - 2007
    • SCOTT PATTERSON als Luke Danes (154 Episoden) 2000 - 2007
    • MELISSA McCARTHY als Sookie St. James (154 Episoden) 2000 - 2007
    • KEIKO AGENA als Lane Kim (154 Episoden) 2000 - 2007
    • KELLY BISHOP als Emily Gilmore (154 Episoden) 2000 - 2007
    • EDWARD HERRMANN als Richard Gilmore (154 Episoden) 2000 - 2007
    • YANIC TRUESDALE als Michel Gerard (154 Episoden) 2000 - 2007
    und
    • SEAN GUNN als Kirk Gleason (137 Episoden) 2000 - 2007
    • LIZA WEIL als Paris Geller (127 Episoden) 2000 - 2007
    sowie
    • LIZ TORRES als Miss Patty (79 Episoden) 2000 - 2007
    • JARED PADALECKI als Dean Forester (63 Episoden) 2000 - 2005
    • MATT CZUCHRY als Logan Huntzberger (59 Episoden) 2004 - 2007
    • JACKSON DOUGLAS als Jackson Belleville (57 Episoden) 2000 - 2007
    • MICHAEL WINTERS als Taylor Doose (53 Episoden) 2000 - 2007
    • SALLY STRUTHERS als Babette Dell (52 Episoden) 2000 - 2007
    • EMILY KURODA als Mrs. Kim (43 Episoden) 2000 - 2007
    • TODD LOWE als Zack Van Gerbig (42 Episoden) 2002 - 2007
    • MILO VENTIMIGLIA als Jess Mariano (37 Episoden) 2001 - 2006
    • DAVID SUTCLIFFE als Christopher Hayden (37 Episoden) 2001 - 2007
    • TEAL REDMAN als Louise Grant (34 Episoden) 2000 - 2004
    • SHELLY COLE als Madeline Lynn (33 Episoden) 2000 - 2004
    • JOHN CABRERA als Brian Fuller (32 Episoden) 2002 - 2007
    • ROSE ABDOO als Gypsy (23 Episoden) 2002 - 2007
    • ROBERT MICHAEL LEE als Kellner (meist ungenannt) (22 Episoden) 2000 - 2007
    • DANNY STRONG als Doyle McMaster (21 Episoden) 2003 - 2007
    • ARIS ALVARADO als Ceaser (21 Episoden) 2003 - 2007
    • MIKE GANDOLFI als Andrew (20 Episoden) 2000 - 2005
    • TED ROONEY als Morey Dell (19 Episoden) 2000 - 2007
    • GRANT LEE PHILLIPS als Grant (19 Episoden) 2001 - 2007
    • KATHLEEN WILHOITE als Liz Danes (16 Episoden) 2004 - 2007
    • ALAN LOAYZA als Colin McCrae (15 Episoden) 2004 - 2006
    • RINI BELL als Lulu (15 Episoden) 2003 - 2007



    SERIEN KONZEPT

    In der Serie geht es um Lorelai und Rory Gilmore, Mutter und Tochter. Lorelai bekam ihr Kind mit 16 Jahren, verließ daraufhin ihr Elternhaus, was zu einer ziemlichen Krise in der Beziehung führte und zog ihr Kind alleine auf.

    Sie begann in einem Hotel zu arbeiten und schaffte es auf diese Weise bis zur Geschäftsführerin des Hotels. Ihre Tochter bedeutet ihr alles und als diese es schafft, auf einer Privatschule angenommen zu werden, bittet sie entgegen ihrer Überzeugung ihre Eltern um finanzielle Hilfe für ihre Tochter.

    Das ist die Ausgangssituation der Serie, die in der fiktiven Kleinstadt Stars Hollow in Connecticut spielt. Das Konzept hört sich nicht gerade umwerfend interessant an und ist auch nicht gerade etwas Neues.

    Trotzdem entwickelte sich aus dieser Grundsituation eine TV-Serie, die sieben Jahre lang erfolgreich lief. Wie alle anderen Serien, lebt auch diese von den Hauptdarstellern. Das sind Lauren Graham als Lorelai und Alexis Bledel als ihre Tochter Rory.

    Aber nicht nur die beiden schafften den Erfolg: viele, viele mehr oder weniger große Nebenfiguren sind es, die diese Serie interessant machten. Weit über einem Dutzend Nebencharkatere, die oft und einige auch nur ab und an mal auftauchten, hoben diese Serie aus dem Einerlei anderer Shows hervor.

    Die üblichen Geschichten, die in einer Kleinstadt vor sich gehen, werden auch hier erzählt, aber dank der gelungenen Charaktere, der teils überdurchschnittlich guten Komik und natürlich dank der guten Darsteller ist "Gilmore Girls" auf seine Art und Weise einzigartig und einmalig.


    Eine witziges und meist auch zum Lachen reizende Eigenheit der Serie sind die schnellen, sarkastischen und ironischen Dialoge zwischen Lorelai und ihrer Tochter, Mutter, Vater oder mit Luke Danes. Natürlich waren diese Dialoge nicht improvisiert, sondern mussten eingeübt werden.

    Um dies überzeugend hinzu bekommen, wurden für die Hauptdarstellerinnen Lauren Graham und Alexis Bledel Lehrer engagiert, die sie dahingehend unterrichteten. Dass alles hinterher echt aussieht und nicht wie einstudiert (was es ja war), ist eine sehr gute Leistung der Hauptdarstellerinnen.

    Auch wegen dieser Dialoge waren die Drehbücher der Serie meist immer um 15 - 20 Seiten umfangreicher als bei anderen Serien.

    Die Figur von Jess Mariano (gespielt von Milo Ventimiglia), der Neffe von Luke Danes, war nur für ein paar Folgen vorgesehen, doch er kam bei Produzenten und Publikum so gut an, dass seine Figur erweitert wurde. Ende der dritten Staffel geht er nach Kalifornien zu seinem Vater und dessen neuer Lebensgefährtin.

    Dies sollte die Ausgangssituation einer "Spin-off"-Serie mit dem Titel "Windward Circle" werden, in dem Ventimiglia mit Rob Estes als sein Vater und Sherilyn Fenn als dessen Lebensgefährtin spielen sollten. Die Serie sollte in Kalifornien vor Ort gedreht werden, doch genau aus diesem Grund schreckte der Sender wegen den zu erwartenden hohen Kosten für die Aussenaufnahmen zurück und das Projekt wurde gestoppt.


    DIE SYNCHRONISATION

    Bei der deutschen Synchronisation hat man als Film-Fan oft genug Grund zum Meckern. Bei dieser Serie aber wurde die Arbeit - meiner Ansicht nach - sehr gut gemacht. Die Sprecherin der beiden Hauptdarsteller, Melanie Pukaß als Lorelai und Ilona Otto als Rory, schafften es nicht nur, die Charaktere treffend zu gestalten, sie konnten auch in allen Nuancen der jeweiligen Situationen voll und ganz überzeugen.

    Auch die Sprecher der weiteren Haupt-, sowie der Nebenrollen, lieferten erstklassige Arbeit ab. Die Dialogregie bei der Arbeit übrigens lag in den Händen von Oliver Rohrbeck. Rohrbeck ist seit Jahren als Synchronsprecher und -regisseur aktiv. Fans der Serie "The Cosby Show" kennen seine Stimme, er sprach von Anfang an die Rolle des Theo Huxtable.


    Sprecher:
    • Melanie Pukaß (Lauren Graham als Lorelai)
    • Ilona Otto (Alexis Bledel als Rory)
    • Thomas-Nero Wolff (Scott Patterson als Luke)
    • Anke Reitzenstein (Melissa McCarthy als Sookie)
    • Jill Böttcher (Keiko Agena als Lane)
    • Regine Albrecht (Kelly Bishop als Emily, erste Staffeln)
    • Almut Eggert (Kelly Bishop als Emily)
    • Jürgen Thormann (Edward Herrmann als Richard)
    • Stefan Krause (Yanic Truesdale als Michel)
    • Sonja Spuhl (Liza Weil als Paris)
    • Julien Haggege (Milo Ventimiglia als Jess)
    • Wanja Gerick (Jared Padalecki als Dean)
    • Karin David (Sally Struthers als Babette)
    • Dominik Auer (Matt Czuchry als Logan)
    • Katarina Tomaschewsky (Emily Kuroda als Mrs. Kim)
    • Regina Lemnitz (Liz Torres als Miss Patty)
    • Roland Hemmo (Michael Winters als Taylor)
    • Peter Flechtner (Scott Cohen als Max Medina)
    • Johannes Berenz (Chris Eigeman als Jason)

    Monday, August 3, 2009

    Musik-Klassiker: Electric Light Orchestra

    (von 1981)

    Den Namen "Electric Light Orchestra" konnte man sich in den 70er Jahren (als noch nicht alles auf englisch gesagt wurde) nicht so gut merken - einfacher war da schon ELO.
    Unter diesem Namen wurde die Band auch bei uns bekannt und erfolgreich. Sie hatten einige Hits wie "Roll over Beethoven", "Livin' Thing", "Mr. Blue Sky" oder "Evil Woman" aus ihrer Anfangszeit, die nicht unbedingt jedermanns Sache waren.
    Ende der 70er Jahre änderten sie ihren Stil etwas und es kamen bis heute unverwechselbare Hits hinzu wie "Livin' Thing", "Confusion", "Don't bring me down", "Xanadu" (mit Olivia Newton-John), "Twilight", "Roll and Roll is King" oder "Calling America" - einen ihrer letzten Erfolge.


    Titel-Liste

    Seite 1:
    1.) Prologue
    2.) Twilight
    3.) Yours Truly, 2095
    4.) Ticket to the Moon
    5.) The Way Life's meant to be
    6.) Another Heart breaks

    Seite 2:
    1.) Rain is Falling
    2.) From the End of the World
    3.) The Lights go Down
    4.) Here is the News
    5.) 21st Century Man
    6.) Hold on Tight
    7.) Epilogue

    Musik und Text aller Lieder: Jeff Lynne
    Produzent: Jeff Lynne


    DAS ALBUM
    "Time" entstand zu einer Zeit, als die Band ihren Stil leicht änderte. Die 80er Jahre hatten mehr Elektronik in die Musik gebracht. Synthesizer wurden überall verstärkt eingesetzt.
    Auch ELO nutzten diese Instrumente nun wesentlich ausgeprägter. Cello oder Geige, die sie sonst öfter benutzt hatten, rückten in den Hintergrund, um später so gut wie ganz zu verschwinden.
    Obwohl das Vorgänger-Album "Discovery" Hits enthält wie "Confusion", "Shine a little Love" oder "Don't bring me down" kommt es meiner Ansicht nach im Ganzen gesehen nicht an "Time heran.
    Der Stil auf dieser LP ist schneller und rhythmischer und macht beim Anhören einfach mehr Spaß.
    Neben den Hits "Twilight" und "Hold on Tight" enthält die LP Songs wie "Yours Truly, 2095", das man sich vielleicht öfter anhören muss. Oder Lieder wie "The Way Life's Meant to be", welches für mich neben "Twilight" zu den Höhepunkten des Albums zählt. Nebenbei bemerkt: dem Text kann (und sollte) man ebenfalls zuhören.
    Neben empfehlenswerten Liedern wie "From the End of the World", "The Lights go Down" oder "Here is the News" ist aber für mich "Twilight" der Spitzenreiter des Albums. Ein Lied, das die neu beschriebene Musik-Richtung der Band am deutlichsten untermauert.
    Synthesizer-Klänge gemischt mit discoähnlichem Rhythmus machen dieses Lied zu einem der besten der Bandgeschichte.


    DIE BAND
    "Electric Light Orchestra" wurde 1968 in Birmingham von Roy Wood, Jeff Lynne und Bev Bevan gegründet. Schon ab den ersten Alben entwickelte sich Lynne zum Haupt-Schreiber und -Komponisten der Band. Er wurde später zum alleinigen Kopf der Gruppe. Fast alle Songs stammten von ihm und die meiste Arbeit im Studio - als Arrangeur und Produzent - erledigt er ebenfalls allein.
    Von Anfang an spielte die Band einen eigenwilligen Stil. Sie mischten Pop- oder Rock-Musik mit klassischen Instrumenten, wie Geige oder Cello. Das machte sie in den ersten Jahren ihrer Geschichte zu einer Art Exot, denn nicht jeder konnte mit dieser Art Musik etwas anfangen (auch ich interessierte mich erst für die spätere Musik der Band).
    1971 erschien unter dem Titel "The Electric Light Orchestra" ihr erstes Album, mit dem sie immerhin in ihrer Heimat England schon einen 32. Rang in den LP-Charts erreichten. Selbst in den USA kamen sie damit auf Rang 196. Für das Erstlingswerk einer unbekannten Band schon beachtlich.
    Gitarrist Roy Wood verließ 1972 die Band und im selben Jahr erschien das folgende Album "ELO 2", mit dem sie in den USA auf Rang 62 kamen. Auch bei uns schafften sie damit einen ersten Achtungserfolg. Mit dem Lied "Roll over Beethoven" enthielt diese LP ihren ersten Hit, der sie bekannt machte und der noch Jahre danch eine Art Markenzeichen der Band war.
    Ab 1973 stellte sich dann das ein, was ich schon erwähnt hatte. Die Gründungsmitglieder Jeff Lynne und Bev Bevan waren die Hauptverantwortlichen. Der Rest der Band (der zu Touneen meist durch Gastmusiker ergänzt wurde) war eigentlich nur normale "Angestellte". Sie hatten nur wenig Mitspracherechte und konnten auch jederzeit aus der Band entlassen werden.


    Noch 1973 folgte die nächste LP "On the Third Day". Doch diese und die weiteren "Eldorado, a Symphony" (1974) und "Face the Music" von 1975 erreichten in England keinerlei Hit-Ergebnisse in den Charts.
    Ab den Alben "Eldorado" und "Face the Music" wurde der Stil der Band leichten Änderungen unterworfen. Man ging nun mehr auf kommerziellere Wege, die Musik wurde mit Pop-Klängen durchsetzt, um die Band auch grösserem Publikum zugänglich zu machen.

    DER DURCHBRUCH
    Wie richtig dieser Weg war, erwies sich, als 1976 das Album "A New World Record" erschien, das mit Liedern wie "Telephone Line", "Rockaria!", "So fine", "Livin' Thing" und "Do Ya" weitere Hits für die Band enthielten. Mit dieser LP schafften sie in Australien die Nr. 1, aber auch in anderen Ländern waren sie sehr erfolgreich.
    Rang 7 in Deutschland, 6 in England, Platz 5 in den USA und sogar einen 60. Platz in Japan waren das Ergebnis dieser LP, die sie auch bei uns immer deutlicher aus dem Ruf eines Geheimtips herausholten.
    Nach dem ähnlich erfolgreichen "Out of the Blue" kam dann 1979 "Discovery". Mit dieser LP erreichten sie erstmals in England eine Nummer 1 in den LP-Charts, auch in Australien und in Norwegen erreichten sie den Spitzenplatz der Liste.
    Mit "Shine a little Love", "Confusion" und dem genialen "Don't Bring me Down" legten sie drei Lieder auf diesem Album vor, die ich noch heute zu ihren besten zähle. Vor allem "Don't Bring me Down" geht sofort richtig schwungvoll los und lässt den Hörer bis zum Ende des Liedes nicht mehr los.
    1980 beteiligte sich die Band an dem Soundtrack zum Film "Xanadu". Mit Olivia Newton-John als Sängerin spielte ELO den Titelsong "Xanadu" ein und legte damit einen ihrer erfolgreichsten Hits vor. Auch das Album selber (auf dem die Band eine Seite bespielte) wurde zu einem großen Erfolg.
    Damit kamen sie in Deutschland erstmals auf die Nummer 1 der Hitliste, ebenso wie in Australien und erneut in Norwegen.

    "Xanadu" ist ein von Robert Greenwald inszeniertes Muscial, in dem die Musik der 80er Jahre die Hauptrolle spielte. Neben Olivia Newton-John, die auch als Hauptdarstellerin spielte, waren Michael Beck und Gene Kelly zu sehen.
    Der Film schrammte (unverdientermassen) gerade so an einem Flop vorbei, obwohl das Werk alles hat, was Fans von Musicals von einem solchen Film erwarten dürfen.


    ERNÜCHTERUNG
    Die Änderung, die ELO für "Time" vorgenommen hatte, schien sich langsam als Bummerang zu erweisen. "Secret Messages" kam 1983 auf den Markt und wurde zwar kein Misserfolg, aber an die Zahlen der Vorgänger-Alben kam es nicht heran. Viele Kritiker und Fans warfen der Band Ideenarmut vor, da einige Lieder schon so ähnlich klangen wie ältere.
    So meinte man, dass der Song "Rock and Roll is King" Anleihen genommen hätte bei "Hold on tight" oder "Four little Diamonds" sich sehr nach "Don't Bring me Down" anhören würde. So ganz von der Hand zu weisen ist das nicht, aber es stört auch nicht sonderlich. Für mich sind gerade diese beiden Lieder die Vorzeige-Songs dieser LP.
    Nichtsdestotrotz dauerte er bis 1986, bis dann "Balance of Power" kam. Wieder war der Stil etwas aufgebessert oder modernisiert worden, was hier aber auch nicht zum Nachteil geriet. Doch viele andere waren da anderer Meinung, denn "Balance of Power" wurde in den Charts das am schlechtesten abschneidende Album seit den 70er Jahren. Platz 18 in Deutschland, Nr. 9 in England, 40 in den USA und ebenfalls Nr. 49 in Australien waren sehr schlechte Ergebnisse im Vergleich zu den früheren Alben.
    Jeff Lynne zog die (wie er meinte richtigen) Konsequenzen daraus und löste ELO 1986 auf.
    Lynne kam dann 2001 mit einem Comeback auf den Markt zurück. Zusammen mit Richard Tandy und dem neuen Mann, Marc Mann (aber ohne Bev Bevan) erschien das Album "Zoom". Doch auch hier stiess Lynne's eigenbrötlerisches Verhalten im Studio auf Kritik. Er spielte viele Instrumente alleine ein.

    "Zoom" schaffte 2001 zwar einen 16. Rang bei uns in den Hitlisten, doch in vielen anderen Ländern waren es meist nur Achtungserfolge: Rang 34 in England, 94 in den USA oder Rang 49 in Australien waren einfach zu wenig, um weiterzumachen. ELO wurde noch 2001 erneut eingestellt.
    Bald darauf kündigte Richard Tandy ein neues ELO-Projekt mit neuen Mitgliedern und einer Tournee an. Doch diese Tour wurde nie gestartet. Der Kartenvorverkauf lief so schlecht, dass man sich entschied, das Projekt vollständig einzustellen.


    DISCOGRAPHY
    1971: The Electric Light Orchestra
    1973: ELO 2
    1973: On the Third Day
    1974: Eldorado, a Symphony
    1975: Face the Music
    1976: Ole ELO (Sampler)
    1976: A New World Record
    1977: The Light Shines on (Sampler)
    1977: Out of the Blue
    1979: The Light Shines on Vol. 2 (Sampler)
    1979: Greatest Hits (Sampler)
    1979: Discovery
    1980: All Over the World (Sampler)
    1980: Xanadu (Film-Soundtrack)
    1981: Time
    1983: Secret Messages
    1985: The Night the Light Went on (Live-Album)
    1986: Balance of Power
    1990: Afterglow (Sampler mit unveröffentlichten Liedern)
    1991: Part Two (Sampler)
    1992: Greatest Hits II (Sampler)
    1994: Part II - Moment of Truth (Sampler)
    1999: Light Years: The Very Best of (Sampler)
    2000: Flashback (Sampler mit unveröffentlichten Liedern)
    2001: Zoom
    2002: The Ultimate Collection (Sampler)
    2003: The Lost Planet (Unveröffentlichte Lieder)


    BESETZUNG
    Jeff Lynne (Gesang, Gitarre) 1970 - 1986, 2000 - 2001
    Richard Tandy (Keyboards) 1972 - 1986, 2000 - 2001
    Bev Bevan (Schlagzeug) 1970 - 1986
    Roy Wood (Gesang, Gitarre) 1970 - 1972
    Steve Woolam (Violine) 1970 - 1971
    Bill Hunt (Keyboards) 1970 - 1972
    Mike de Albuquerque (Bass) 1972 - 1974
    Colin Walker (Cello) 1972 - 1973
    Wilfred Gilbson (Violine) 1972 - 1973
    Mike Edwards (Cello) 1972 - 1974
    Mik Kaminski (Violine) 1973 - 1979 & 1983
    Hugh McDowell (Cello) 1973 - 1979
    Melvyn Gale (Cello) 1975 - 1979
    Kelly Groucutt (Bass) 1975 - 1983
    Marc Mann (Gitarre, Keyboards) 2000 - 2001

    Sunday, August 2, 2009

    Selbst ist die Braut


    Selbst ist die Braut
    Original-Titel: THE PROPOSAL
    USA, 2008, 09


    US-Kino-Start: 19. Juni 2009
    Deutscher Kino-Start: 30. Juli 2009

    Darsteller:
    Sandra Bullock (Margaret Tate)
    Ryan Reynolds (Andrew Paxton)
    Mary Steenburgen (Grace Paxton)
    Craig T. Nelson (Joe Paxton)
    Betty White (Großmutter)
    Denis O'Hare (Mr. Gilbertson)
    Malin Akerman (Gertrude)
    Oscar Nunez (Ramone)
    Aasif Mandvi (Bob)




      Drehbuch: Peter Chiarelli
      Ausführende Produzenten: Sandra Bullock, Alex Kurtzman, Roberto Orci, Mary McLaglen
      Produzenten: David Hoberman, Todd Lieberman, Vitality Versace
      Regie: Anne Fletcher

        Margaret Tate ist eine erfoglreiche Verlegerin in New York, aber alles andere als ein netter Mensch. Ihre Untergebenen, vor allem ihren Assistenten Andrew Parton, behandelt sie mehr als nur schlecht. Eines Tages steht Ärger vor ihrer Tür, Ärger in Form einer drohenden Ausweisung. Da sie aus Kanada stammt und ihr Visum nicht verlängert hat, muss sie das Land verlassen. Um dem zu entgehen, nimmt sie alles in Kauf, sogar, dass sie ihrem Assistenten einen Heiratsantrag macht.


        Dass Sandra Bullock Talent für Komödien hat, hat sie spätestens als Gracie Hart in "Miss Congeniality" (2000) und "Miss Congeniality 2: Armed & Fabulous" (2005) bewiesen, die auch hierzulande als "Miss Undercover" erfoglreich waren. In romantischen Filmen konnte sie ihr Können ebenfalls schon beweisen, so u.a. in "While you Were Sleeping" ("Während du schliefst") aus dem Jahr 1995.


        "Selbst ist die Braut" ist eine Mischung aus beiden Genres. Die Grundsituation ist recht interessant und bietet im Verlauf der Films viele Möglichkeiten für bizarre Situationen und ebensolchen Humor. Die meisten Stimmen, die man schon darüber lesen kann, äussern sich recht positiv über den Film. Nicht nur, was die Geschichte angeht, auch die Leistungen der Darsteller im Allgemeinen und die von Sandra Bullock im Speziellen finden viel Lob. Trailer, die man schon im Netz sehen kann, bestätigen dies eigentlich nur. Auch die finanzielle Seite gibt dem Recht: bereits am US-Startwochenende war das Budget von ca. 40 Millionen Dollar fast wieder eingespielt. Bis Mitte Juli belief sich das US-Ergebnis auf über 125 Millionen Dollar - also ein ziemlicher Erfolg.


        Seit dem 30. Juli läuft der Film in den Kinos.

        Saturday, August 1, 2009

        Momentaufnahme für die Ewigkeit


        Momentaufnahme für die Ewigkeit

        Inhalt: Paul Galesko ist ein erfolgreicher Fotograf. Seine Bilder füllen Ausstellungen und mehrere veröffentlichte Bücher. Im Weg ist ihm nur seine Ehefrau, die ihm mit ihrer herrischen und selbstsüchtigen Art das Leben erschwert. Er will sie loswerden. Mit Hilfe des ehemaligen Gefängnisinsassen Alvin Deschler plant er den Mord. Doch Deschler weiß nichts von dem, was er vorhat. Er soll für Galesko nur ein Haus kaufen, und um den Preis nicht zu hoch zu treiben, hat er Deschler vorgeschickt, damit er im Hintergrund bleibt. Tatsächlich hat er Deschler nur benutzt, um ihm die Entführung und Ermordung seiner Frau anzulasten. Sein Plan scheint aufzugehen, bis Columbo die Ermittlungen übernimmt.

        USA (TV), 1974
        Original-Titel: COLUMBO: NEGATIVE REACTION

        • Darsteller:
        • Peter Falk (Lieutenant Columbo; in der deutschen Synchro: Inspector Columbo)
        • Dick Van Dyke (Paul Galesko)
        • Don Gordon (Alvin Deschler)
        • Larry Storch (Mr. Weekly)
        • Antoinette Bower (Frances Galesko)
        • Joyce Van Patten (Nonne)
        • David Sheiner (Ray)
        • Michael Strong (Sergeant Hoffman)
        • JoAnna Cameron (Lorna McGrath)
        • Vito Scotti (Thoms Dolan)
        • Drehbuch: Peter S. Fischer
        • Serien-Idee: Richard Levinson & William Link
        • Ausführende Produzenten: Dean Hargrove, Roland Kibbee
        • Produzent: Everett Chambers
        • Regie: Alf Kjellin


        HINTER DEN KULISSEN

        Unter Fans der "Columbo"-Serie gilt diese Folge als eine der besten aus den ersten Staffeln. Und das völlig zu Recht.  Die Grundidee ist zwar nichts besonderes, die Ausführung aber und die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird, ist brillant. Dick Van Dyke (bekannt aus dem Fernsehen, u.a. aus der Serie "Diagnose: Mord") ist als Fotograf Galesko sehr überzeugend. Aber auch die Nebenfiguren sind hier wirklich gut. Neben Antoinette Bower als Frances Galesko und Michael Strong als Sergeant Hoffman finde ich sehr überzeugend Don Gordon als Alvin Deschler und JoAnne Cameron als Lorna McGrath, die Assistentin von Galesko.


        Das krönende Etwas aber ist die Auflösung am Ende des Films. Wie Columbo hier den Täter überführt, ist schon mehr als nur überzeugend - vom Inhalt her. Und es wird auch noch von allen Beteiligten sehr gut gespielt. Fans der "Columbo"-Serie kennen diese Episode bestimmt schon - macht aber nichts. Herausragende Folgen kann man sich immer wieder mal ansehen.